Detailansicht des Abgeordneten Josef Neumann

Foto von Josef Neumann (MdL)
Fraktionszugehörigkeit
SPD
Beruf
Geschäftsführer, Gewerkschaftssekretär, Heilerziehungspfleger
Geburtstag
07.11.1960
Telefon (dienstlich)
(0211)884-4561
Fax (dienstlich)
(0211)884-3640
E-Mail (dienstlich)
josef.neumann@landtag.nrw.de
Internet
www.josef-neumann.de
Postanschrift
Postfach 101143
Platz des Landtags 1

40002 Düsseldorf
Wahlkreis/Landesliste
Wuppertal III - Solingen II

Wie sind Sie in die Politik gekommen?

Schon als Jugendlicher war ich politisch sehr interessiert und habe die aktuellen Entwicklungen aufmerksam verfolgt. Besonders die Ostpolitik von Willy Brandt war für mich aus biographischen Gründen ein Thema: Als Ausssiedlerkind bin ich 1970 mit meinen Eltern und Geschwistern in die Bundesrepublik gekommen. Ohne die Ostpolitik würde ich heute hier nicht leben. Über die Jugendzentrumsbewegung in den 1970er Jahren und durch die Jusos bin ich dann zur SPD gekommen. Mein weiteres politisches Engagement war zum einen durch meine Gewerkschaftzugehörigkeit geprägt, in die ich bereits als Auszubildender zum Betonstein- und Terrazzohersteller eingetreten bin. Zum anderen durch die Anti-AKW-Bewegung gegen den THTR in Hamm-Uentrop. Schnell war mir klar, wenn man das eigene und das Leben anderer verbessern will, muss man gemeinsam mit anderen sich engagieren. Bereits in jungen Jahren gehörte ich dem Gemeinderat der Gemeinde Lippetal im Kreis Soest an und lernte dabei zunächst auf kommunaler Ebene die Grundregeln parlamentarischen Handelns kennen.

Was sind Ihre politischen Grundsätze?

Unverrückbar sind für mich die Grundsätze von Gerechtigkeit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Ein besonderes Augenmerk richte ich in meiner politischen Tätigkeit darauf, dass der Mensch im Mittelpunkt steht: Die Würde jedes Einzelnen muss gewahrt werden. Im politischen Prozess die Menschen mitzunehmen, sie einzubeziehen, das ist für mich erfolgreiche Politik. Als Erfolg betrachte ich es auch, wenn es mir gelingt, Positionen zu verbinden. Einen klaren Kurs zu bewahren, ist wichtig, und nicht immer mit dem Wind zu segeln.

Was schätzen Sie besonders an NRW?

NRW zeichnet sich für mich dadurch aus, dass es ein wahrer „Schmelztiegel“ von Kulturen ist, und das seit nunmehr vielen Jahrzehnten. NRW war und ist immer für die Menschen offen, es nimmt sie auf, integriert sie in ihrer Verschiedenartigkeit und lässt sie an der Teilhabe partizipieren. NRW mit seinen unterschiedlichen Regionen, vom flachem Münsterland, dem Ruhrgebiet bis hin zu meiner jetzigen Heimat, dem Bergischen Land, ist geprägt durch ein Miteinander unterschiedlicher Charaktere und Lebensweisen, die bunt und vielfältig sind. NRW liegt im Herzen Europas mit einer starken Wirtschaft und großer sozialer Verantwortung und ist damit eine wichtige Schnittstelle nicht nur in Deutschland, sondern auch zwischen den Regionen Europas. Solidarität wird in NRW groß geschrieben, und das ist sicherlich der Grund, weshalb wir ein Anziehungspunkt für viele Menschen sind. In einem solchen Land lebe ich gern.

Welcher Erfolg ist Ihnen besonders wichtig?

Dass wir in NRW bei der Politik für Menschen mit Behinderung Schritt für Schritt mutig vorangehen und die Inklusion konsequent umsetzen. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Stärkung der Kommunen. Wir haben mit dem Stärkungspakt Stadtfinanzen einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Handlungsfähigkeit der Kommunen zu bewahren und damit die kommunale Selbstverwaltung zu gewährleisten. Unser Präventionsansatz, der am besten mit dem Leitmotiv 'Kein Kind zurücklassen' umschrieben werden kann, ist die Voraussetzung für nachhaltige Politik und Zukunftsfähigkeit. Die Bewältigung des Strukturwandels bedarf weiterhin großer Anstrengungen, und es ist gelungen, dass NRW und seine Regionen auch weiterhin Fördermittel aus den europäischen Fonds erhalten.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Wenn die Arbeit zu Ende ist, beginnt für mich die wertvolle Zeit mit meiner Familie. Sollte darüber hinaus tatsächlich einmal freie Zeit übrig sein, treffe ich mich mit Freunden und gehe gerne in die Sauna. Bei jedem Bergischen Wetter kümmere ich mich auch gerne um unseren Garten.

Abgeordnetenprofil

Geboren am 7. November 1960 in Stary Targ/Altmark (Region Gdansk/Danzig in Polen); verheiratet, drei Kinder.
Hauptschulabschluss in Lippetal 1976, Mittlere Reife 1984. Ausbildung zum Betonstein- und Terazzohersteller bis 1979, Ausbildung zum Heilerziehungspfleger 1982 bis 1984 in Wilhelmsdorf. Bis 1988 tätig in einer Lebenshilfe-Werkstatt für Menschen mit Behinderung. 1989/90 Ausbildung zum Organisationssekretär/Sozialreferent am Katholisch-Sozialen Institut der Erzdiözese Köln, Ausbildung zum Gewerkschaftssekretär. Bis 1997 Gewerkschaftssekretär in der ÖTV-Kreisverwaltung Solingen. Geschäftsführer der ÖTV-Kreisverwaltung Solingen/Rhein-Wupper von 1998 bis 2001. Bis Dezember 2011 Geschäftsführer der Lebenshilfe-Werkstatt für Behinderte gGmbH Solingen und weiterer Inklusionsunternehmen der Lebenshilfe Solingen.
Mitglied der SPD seit 1978. Mitglied im Rat der Gemeinde Lippetal 1984 bis 1990. Mitglied der Gewerkschaft ÖTV/ver.di seit 1977. Mitglied des AWO-Kreisverbandes Solingen; Mitglied der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Ortsvereinigung Solingen; Mitglied im Verein Trans-Europa. Verein zur Förderung der europäischen Entwicklung e.V., Schwerpunkt deutsch-polnischer Jugendaustausch; Mitglied im Verein zur Förderung der Behindertenhilfe in Georgien e.V.; Unterstützung der Behindertenhilfe in China. Stellvertretender Vorsitzender der Parlamentariergruppe NRW-Polen, Mittel- und Osteuropa. Dreimal direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlbezirk Wuppertal III - Solingen II.
Abgeordneter des Landtags Nordrhein-Westfalen vom 9. Juni 2010 bis 14. März 2012 und seit 31. Mai 2012.

(Die Kurzbiografien werden überwiegend anhand von Selbstauskünften erstellt.)

1.  Gegenwärtig ausgeübte Berufe und Tätigkeiten

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2. Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums einer Gesellschaft, Genossenschaft oder eines in einer anderen Rechtsform betriebenen Unternehmens

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co.KG, Solingen; Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates

 

3. Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums einer Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts mit Ausnahme der Mandate in Gebietskörperschaften

Stiftung des Landes Nordrhein-Westfalen für Wohlfahrtspflege, Düsseldorf; Mitglied des Stiftungsrates (ab 19.07.2017)

 

4.  Funktionen in Berufsverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, sonstigen Interessenverbänden oder ähnlichen Organisationen mit Bedeutung auf Landes- oder Bundesebene

Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen; Mitglied im Stiftungsrat

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf; Mitglied des Kuratoriums (ab 18.07.2018, vorher Stellvertretendes Mitglied)

 

5. Sonstige Tätigkeiten, die auf für die Ausübung des Mandates bedeutsame Interessenverknüpfungen hinweisen können, wie z.B. Funktionen in Vereinen, Verbänden oder ähnlichen Organisationen mit lokaler Bedeutung

Förderverein Stadtsaal und Stadtpark Wald e.V., Solingen; Mitglied im Vorstand

 

6. Entgeltliche Tätigkeiten der Beratung, Vertretung fremder Interessen, Erstattung von Gutachten, publizistische und Vortragstätigkeit, soweit diese Tätigkeiten nicht im Rahmen des ausgeübten Berufes liegen

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7. Das Halten und die Aufnahme von Beteiligungen an Kapital- oder Personengesellschaften, wenn dadurch ein wesentlicher wirtschaftlicher Einfluss auf das Unternehmen begründet wird

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Für die Höhe der Entgelte sind nach den Verhaltensregeln die zugeflossenen Bruttobeträge einschließlich Entschädigungs-, Ausgleichs- und Sachleistungen maßgebend. Entgelte nach den Nummern 1, 4 und 5 werden in Höhe der jährlichen Einkünfte angezeigt und in Stufen veröffentlicht. Entgelte nach den Nummern 2, 3 und 6 werden in Höhe der monatlichen Einnahmen angezeigt und veröffentlicht. Nicht in Abzug gebracht werden daher Steuern und Abgaben sowie sonstige Kosten aller Art. Die Höhe der Einkünfte oder Einnahmen aus einer Tätigkeit bezeichnet nicht das zu versteuernde Einkommen.

Soweit sich für anzeigepflichtige Tätigkeiten, die in Personen- oder Kapitalgesellschaften ausgeübt werden, Bruttobeträge nicht ermitteln lassen, werden die ausgekehrten Anteile am Gesellschaftsgewinn mit der Angabe "Gewinn" veröffentlicht.

Zum Inhalt der veröffentlichungspflichtigen Angaben im Übrigen siehe auch die Hinweise zur Veröffentlichung der Angaben nach den Verhaltensregeln auf den Internetseiten des Landtags Nordrhein-Westfalen.

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