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Landtag intern, 51. Jahrgang, Ausgabe 1 vom 28.01.2020, S. 16-17

15. Januar 2020 - Der Landtag am Düsseldorfer Rheinufer war bei seiner Eröffnung 1988 nicht nur einer der beeindruckendsten Parlamentsneubauten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Mit dem auf dem Gelände des ehemaligen Berger Hafens errichteten Gebäude gab das Parlament auch den Startschuss für die städtebauliche Entwicklung des gesamten Hafengebietes, das heute als Medienhafen bundesweit bekannt ist. Nun plant der Landtag einen Erweiterungsbau - und wieder geht es um mehr …
Mitte Januar gaben Landtag und Stadt Düsseldorf gemeinsam den Startschuss für einen europaweiten Architekten- und landschaftsplanerischen Wettbewerb. Darin geht es nicht nur um die Erweiterung des Landtagsgebäudes. Vielmehr sollen zugleich der Bürgerpark Bilk, in den der Landtag eingebettet ist, und die Verbindung zur Altstadt mit ihrer beliebten Rheinuferpromenade weiterentwickelt werden.
In einer Informationsveranstaltung präsentierten der Präsident des Landtags, André Kuper, und die Düsseldorfer Beigeordnete Cornelia Zuschke am 15. Januar 2020 den Wettbewerb und beantworteten die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Der Erweiterungsbau soll auf einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern gebaut werden, die die Parkplätze umfasst, die derzeit zwischen Rheinturm und WDR-Grundstück liegen. Es sollen zudem Ideen für eine Verbindung zum Hauptgebäude entwickelt werden.
Die Erweiterung des Parlaments wird notwendig, weil im heutigen Gebäude der Bedarf an Büro- und Sitzungsräumen nicht mehr abgedeckt werden kann. Seit Eröffnung des Landtags vor 32 Jahren hat sich die parlamentarische Arbeit deutlich verändert: Immer komplexere Problemstellungen erfordern mehr externe fachliche Expertise. So hat sich die Zahl der Sachverständigenanhörungen seit der 12. Wahlperiode (1995 bis 2000) nahezu vervierfacht.

Geplant für drei Fraktionen

Auch führen die Fraktionen heute weitaus mehr Veranstaltungen durch, um die Bürgerinnen und Bürger direkt zu informieren - pro Jahr sind dies etwa 200 Foren oder Diskussionsveranstaltungen. Die Zahl der Buchungen von Sitzungssälen stieg seit 2005 von 2.000 auf 12.000 pro Jahr. Mehr als 70.000 Bürgerinnen und Bürger besuchen Jahr für Jahr ihr Landesparlament. Besonderen Wert legt der Landtag auf den Kontakt mit Schülerinnen und Schülern, um bei ihnen für die parlamentarische Demokratie zu werben. Und nicht zuletzt wurde das Gebäude in den 80er-Jahren für drei Fraktionen geplant - heute sind fünf Parteien im Landesparlament vertreten.
Wegen der Raumknappheit sind Abgeordnete, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die rund 300 Mitglieder der Landtagsverwaltung mittlerweile auf vier Gebäude verteilt - die Auslagerung von Referaten und Arbeitsbereichen aus dem Hauptgebäude ist auf Dauer unwirtschaftlich und ineffizient.
Hier soll der Erweiterungsbau Abhilfe schaffen. Das neue Gebäude wird nicht höher sein als das Hauptgebäude mit seinen 28 Metern. Geplant sind größere und kleinere Sitzungssäle, Besprechungsräume und Büros. Zudem wird der Neubau über eine eigene Tiefgarage verfügen. Bei Planung und Bau wird besonderer Wert auf Wirtschaftlichkeit sowie auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit gelegt, beispielsweise in Bezug auf Flächennutzung und Energieeffizienz.

"Grünes Eingangstor"

Mit dem Erweiterungsbau sollen zudem die umliegenden Freiräume weiterentwickelt werden - und hier eben besonders der Bilker Bürgerpark, das "grüne Eingangstor" zum Medienhafen. Er hat eine hohe Bedeutung als innerstädtischer Ruhe- und Erholungsort. Zugleich kommt ihm als Verbindung zwischen der Rheinuferpromenade und dem Medienhafen eine besondere stadtplanerische Bedeutung zu, die gestärkt werden soll.
Nun sind kreative Ideen gefragt - bis Ende August läuft der Wettbewerb, im Oktober tagt das Preisgericht und voraussichtlich im November sollen die eingereichten Vorschläge öffentlich ausgestellt werden. red

Kartenansicht siehe Originalseite

Systematik: 1100 Parlament; 1220 Landesregierung

ID: LI200105

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