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Dokument anzeigen Nützen Einweggeschirr und Einwegverpackung der Umwelt?
Landtag intern, 22. Jahrgang, Ausgabe 16 vom 08.10.1991, S. 1

In den nächsten zehn Jahren sollten auf der Grundlage des novellierten Landesabfallgesetzes 15 Prozent des Hausmülls zusätzlich verringert werden, wobei gerade der Verpakkungsbereich sich zur Reduzierung des Müllaufkommens anbiete. Ein solches Ziel könne nur erreicht werden, wenn Materialien genutzt würden, die sich durch Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit auszeichneten. Einwegverpackungen und Einweggeschirr würden diesen Anforderungen nicht gerecht. Das erklärt der SPD-Abgeordnete Klaus Strehl. Die CDU-Parlamentarierin Dr. Annemarie Schraps erläutert, Mehrweggeschirr könne bei Anwendung der hygienischen Bestimmungen bevorzugt auch bei Großveranstaltungen und im kommunalen Bereich bei Festveranstaltungen und Vereinen eingesetzt werden. Geschirrmobile, die auf kommunaler und privater Ebene beschafft würden und vom Verbraucher gegen Gebühr entliehen werden könnten, erleichterten die Verwendung von Mehrweggeschirr bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen. Der F.D.P.-Abgeordnete Hans-Joachim Kuhl sieht als Ursache für das explosionsartige Anwachsen der Müllberge einen gesteigerten Warenumsatz, der konform mit einer Zunahme von Verpackungsmaterialien laufe. Problematisch werde die Situation, da keine ausreichende Entsorgungskapazität zur Verfügung gestellt werde. Dieses müsse als vordringlichste Aufgabe in der Abfallproblematik angesehen werden. Die Grünen-Abgeordnete Bärbel Höhn betont, Einweg sei kein Weg. Auf diese einfache Formel lasse sich der ökologische "Nutzen" von Einweggeschirr und Einwegverpackungen bringen. Untersuchungen hätten gezeigt, daß die Umweltbelastung durch Spülen von Geschirr im Vergleich zur Herstellung und Entsorgung von Einweggeschirr tendenziell geringer sei. Für den Vergleich zwischen Einweg- und Mehrwegflaschen sei dies schon länger bekannt. Die Alternative bleibe: Müllvermeidung durch Mehrweg. (Seite 2)

ID: LI911601

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