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Europa-Lexikon: Fachbegriffe mit Anfangsbuchstabe "A"

Wer sich mit der Europäischen Union beschäftigt, stößt schnell auf viele Fachwörter und Abkürzungen. Die wichtigsten Begriffe sind hier kurz und allgemeinverständlich erklärt. Sie klicken dafür einfach den Anfangsbuchstaben des gesuchten Begriffs an.

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AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union)
Der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union gehört zum Primärrecht der EU. Grundlage war der EWG-Vertrag von 1957 aus den Römischen Verträgen, der zahlreiche Änderungen – u.a. durch die Verträge von Maastricht und Nizza – erfahren hat. Der AEUV in seiner aktuellen Fassung gilt seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Jahr 2009. Der AEUV legt u.a. die Kompetenzen der Organe und Institutionen sowie die Handlungsbereiche der Europäischen Union fest und ist neben dem allgemein gehaltenen Vertrag über die Gründung der Europäischen Union (EUV) das wichtigste Vertragswerk der EU.
Agenturen
Agenturen übernehmen Aufgaben technischer, wissenschaftlicher oder verwaltungstechnischer Art sowie Regulierungsaufgaben. Die europäischen Organe, insbesondere die Europäische Kommission, werden entlastet. Die Agenturen fördern durch die Bündelung des in den EU-Institutionen und den Behörden der Mitgliedstaaten vorhandenen Fach- und Expertenwissens die Zusammenarbeit zwischen der EU und den Regierungen der Mitgliedstaaten. Zu den Agenturen gehören beispielsweise das Europäische Polizeiamt (Europol) mit Sitz in Den Haag und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit mit Sitz im italienischen Parma. Auch in Nordrhein-Westfalen ist eine Agentur der EU zu finden: In Köln sitzt die Europäische Agentur für Flugsicherheit, die europaweit für Sicherheits- und Umweltstandards im Luftverkehr sorgt.
Amtssprachen
Amtssprachen: Die EU als demokratische Organisation muss gewährleisten, dass jede Privatperson, Organisation und jedes Gericht, die von den EU-Institutionen verabschiedeten Gesetze verstehen können. Mit dem Beitritt neuer Länder in die EU erhöhte sich jedes Mal die Zahl der Amtssprachen. Derzeit gibt es offiziell 24 Amtssprachen in der EU: Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch.
Anhörungsverfahren
Das Anhörungsverfahren ist ein besonderes Gesetzgebungsverfahren in der Europäischen Union. In dem Verfahren kann das Europäische Parlament eine Stellungnahme zu einem vorgeschlagenen Rechtsakt der Europäischen Kommission abgeben, bevor der Rat der EU (Ministerrat) darüber entscheidet. Je nach Politikfeld erhalten auch der Ausschuss der Regionen und der Wirtschafts- und Sozialausschuss Gelegenheit zur Stellungnahme. Das Parlament kann dem Vorschlag der Kommission zustimmen, ihn ablehnen oder Änderungen fordern. Die Stellungnahme des Parlaments ist im Anhörungsverfahren für die endgültige Entscheidung über den Rechtsakt jedoch nicht verbindlich und für Abstimmung im Rat nicht verpflichtend. Das Anhörungsverfahren wird beispielsweise angewendet in der wettbewerbsrechtlichen und steuerrechtlichen Gesetzgebung.
AStV
Siehe "Coreper".
Ausschuss der Regionen
Der Ausschuss der Regionen (AdR) setzt sich aus 350 Vertreterinnen und Vertretern der regionalen und kommunalen Gebietskörperschaften der 28 EU-Staaten zusammen. Die Mitglieder müssen demokratisch gewählt und/oder ein politisches Mandat in ihrem Heimatland innehaben. Der AdR bringt den Standpunkt der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften zu Rechtsvorschriften der EU ein. Dies geschieht in Form von Berichten („Stellungnahmen“) zu den Vorschlägen der Europäischen Kommission. Auch kann er eigeninitiativ Stellungnahmen zu europäischen Themen erarbeiten. Seine Mitglieder sind auf vier Jahre von den Regierungen der Mitgliedsstaaten ernannt. Die deutsche Delegation besteht aus 24 Mitgliedern. Jedes Bundesland stellt ein Mitglied, dazu kommen sechs Vertreter der kommunalen Ebene.
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Europa-Kommunikation

Anne Steven
Tel. 0163 884 2013
Fax 0211 884 3005
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@landtag.nrw.de


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