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50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

"Gastarbeiter gesucht!" - hieß es vor fünfzig Jahren. Ganz Deutschland warb damals im Ausland um tatkräftige Unterstützung beim Wirtschaftswunder - nicht zuletzt in der Türkei. Eine der Hauptanlaufstellen: das stark industriell geprägte Nordrhein-Westfalen. Im Düsseldorfer Landtag haben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nun das Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens gefeiert - und damit den Beginn der türkischen Migrationsgeschichte.   

Eckhard Uhlenberg, Präsident des Landtags NRW:
"Sie gehören zu uns in Nordrhein-Westfalen, ob schon mit oder noch ohne deutschen Pass. Das ist natürlich eine ganz persönliche, freie Entscheidung. Unser Zusammenleben, das ist unsere Gegenwart und unser Tor in die Zukunft."

Eigentlich sollten die Gastarbeiter nur zwei Jahre bleiben. Heute leben allein in Nordrhein-Westfalen über 700 000 Menschen mit türkischen Wurzeln. Fragen der Integration sind fester Bestandteil der landespolitischen Debatte. Doch der Weg bis hierher auch für die Zugewanderten nicht immer einfach:

Havva Gülcan Ayvalik, Verlegerin deutsch-türkischer Medien in NRW:
"Man brachte uns in ein Arbeiterheim. Vier Männer bekamen jeweils ein kleines Zimmer mit vier Etagenbetten. Decken und Kissen gab es nicht, sodass wir die erste Nacht ohne verbrachten. Am nächsten Morgen bekamen wir von der Heimleitung alles Nötige, danach fingen wir an zu arbeiten. Die Einsamkeit hier in Deutschland habe ich nur drei Jahre ertragen können. Ich habe einen Antrag auf Familienzusammenführung gestellt, wofür ich eine Wohnung brauchte."  

Andere Sprache, andere Religion, andere Sitten: Wie es sich damals anfühlte, als Gastarbeiter nach Deutschland zu kommen, das zeigt auch die neue Ausstellung in der Wandelhalle des Landtags - unter dem Motto: Geteilte Heimat.

Gödecke, 1. Vizepräsidentin des Landtags NRW:
"Deshalb der herzliche Dank an die Organisatoren der Ausstellung: das Dokumentationszentrum und Museum über die Integration in Deutschland Domid und der Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa Atiad. Tauchen Sie ein, lassen Sie sich mitnehmen. Lassen Sie sich anrühren und auch ansprechen!"

Die Ausstellung also, ein Erlebnis für nahezu alle Sinne. Ob Spint oder Wohnheim-Bett: Wer will, kann sich hier noch bis Anfang Dezember selbst auf die Reise machen - an die Anfänge der nordrhein-westfälisch-türkischen Migrationsgeschichte.

 


Herausgeber
Der Präsident des Landtags
Eckhard Uhlenberg

Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf

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Inhaltlich Verantwortlicher (§ 10 Absatz 3 MDStV)
Dr. Florian Melchert

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