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25 Jahre Abschaffung § 175 Strafgesetzbuch – Landtag erinnert an Kriminalisierung von Homosexualität

(3.9.2019) Vor 25 Jahren ist Paragraph 175 aus dem Strafgesetzbuch (StGB) gestrichen worden, mit dem bis dahin gleichgeschlechtlich begehrende Männer strafrechtlich verfolgt wurden. Daran erinnert jetzt die Ausstellung „Im Namen des Volkes!? § 175 StGB im Wandel der Zeit“ im Landtag Nordrhein-Westfalen.

Carina Gödecke, Vizepräsidentin des Landtags, hat sie gemeinsam mit Dr. Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes, sowie mit Marcus Velke, Kurator der Ausstellung und Mitglied des Vorstands des Centrums Schwule Geschichte Köln eröffnet, sie ist bis Dienstag, 11. September 2019, in der Bürgerhalle zu sehen.


Vizepräsidentin Carina Gödecke eröffnete die Ausstellung...

Erst vor 50 Jahren waren die Paragrafen 175 und 175a StGB liberalisiert worden, die zuvor noch in der Fassung aus der Zeit des Nationalsozialismus gültig waren. Das Centrum Schwule Geschichte Köln stellt die Geschichte von § 175 StGB von den Anfängen bis zur Streichung im Jahr 1994 in der Ausstellung dar und geht auch auf die aktuelle Bedeutung sowie die derzeitigen Herausforderungen für Menschen anderer sexuelle Identität ein.


...gemeinsam mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Joachim Stamp (r.) und dem Kurator Marcus Velk.

„Es ist aus heutiger Sicht kaum vorstellbar, dass noch bis vor 25 Jahren Homosexualität kriminalisiert wurde und welcher Diskriminierung und Intoleranz homosexuell lebende Menschen ausgesetzt waren. Die Ausstellung mahnt uns zu Recht, auch heute allen Formen von Intoleranz sowie verdeckter und offener Diskriminierung entgegenzutreten. Das Thema ist aktueller denn je“, sagt Carina Gödecke, Vizepräsidentin des Landtags.

Joachim Stamp, stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, erklärt: „Der Paragraf 175 des Strafgesetzbuches hat Existenzen zerstört. Männer sind an der Schmach zugrunde gegangen. Viele mussten ihr ganzes Leben in dem Bewusstsein leben, dass ihre Liebe, ihr Begehren nicht geduldet wird und strafbar ist. Wir wollen mit der Erinnerung an erlittenes Unrecht eine klare Botschaft für die Gegenwart und Zukunft setzen. Homo- und Transfeindlichkeit haben in Nordrhein-Westfalen keinen Platz! Wir stehen ein für eine offene und freiheitliche Gesellschaft.“

Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung.

Fotos: bs

 

 

 

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