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Ausstellung im Landtag zum Abzug britischer Soldaten eröffnet – Wie aus Besatzern Freunde wurden

(7.5.2019) Das Leben der britischen Soldaten in Nordrhein-Westfalen und die Geschichten des deutsch-britischen Zusammenlebens in den vergangenen mehr als 70 Jahren zeigt jetzt eine Ausstellung im Landtag. Der Präsident des Landtags, André Kuper, hat die Ausstellung „Briten in Nordrhein-Westfalen 1945 – 2019“ gemeinsam mit Baroness Falkner of Magravine, Mitglied des britischen House of Lords, eröffnet. Es ist eine der ersten umfassenden Präsentationen zu dem Thema in Nordrhein-Westfalen überhaupt.


Rund 200 Gäste kamen zur Ausstellungseröffnung.

Die Ausstellung präsentiert bis zum 2. Juni 2019 in der Wandelhalle des Landtags unterschiedliche Perspektiven auf das Zusammenleben der Menschen in Nordrhein-Westfalen mit den britischen Soldaten – von der Beschlagnahmung von Häusern über Liebesbeziehungen bis hin zur Pflege langjähriger Freundschaften. Zum weitgehenden Abzug der Briten und vor dem Hintergrund des Brexit stellt die zweisprachige Ausstellung auch die Frage, wie es weitergeht im Verhältnis der Menschen in Nordrhein-Westfalen und Großbritannien. Die Ausstellung ist an Wochenenden frei zugänglich, an Wochentagen können Führungen in deutscher und englischer Sprache gebucht werden.


Der Präsident des Landtags, André Kuper, empfing Baroness Falkner of Magravine, Mitglied des britischen House of Lords.

Der Präsident des Landtags, André Kuper, begrüßte mit Vizepräsident Oliver Keymis viele Abgeordnete zur Ausstellungseröffnung sowie rund rund 200 Gäste, darunter viele Briten. Kuper sagte: „Gerade weil derzeit viel über den Brexit diskutiert wird: Nordrhein-Westfalen wird Großbritannien immer verbunden sein – nicht nur, weil die Briten unser Land gegründet haben, sondern auch weil sich in 70 Jahren viele Freundschaften gebildet haben. Wir werden die britischen Soldaten und ihre Familien vermissen.“


Britische Militärmusik zur Ausstellungseröffnung im Landtag

Der britische Generalkonsul Rafe Courage sagte: „Die Ausstellung Briten in NRW – Wie aus Besatzern Freunde wurden zeigt, welch enge – und vor allem sehr persönliche - Verflechtungen sich in mehr als 70 Jahren zwischen Briten und Deutschen in NRW auf ganz unterschiedlichen Ebenen entwickelt haben. Ich bin mir sicher: Diese engen Verbindungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Großbritannien werden weiterhin bestehen. Auch wenn sich die institutionelle Basis durch den Brexit und den anstehenden Truppenabzug verändern wird: Wir bleiben Freunde und Partner!“


Rund 300 Erinnerungsstücke sind im Landtag zu sehen.

Die Ausstellung baut auf der Schau „Briten in Westfalen“ auf, die im Winter 2017/2018 in Paderborn zu sehen war. Im Mittelpunkt stehen Erinnerungsstücke, Fotos und Dokumente, die die vielen Aspekte des Zusammenlebens in Nordrhein-Westfalen zeigen: von der Besatzung über gemeinsame Arbeit, Karnevalsfeiern, Sportveranstaltungen, militärische Manöver, Freundschaften und Liebesbeziehungen bis hin zu Besuchen der Queen in den Garnisonsorten. Etwa 300 Menschen haben sich an dem Projekt beteiligt – Briten und Deutsche, Militärangehörige und Zivilisten. Mit ihren Objekten und ihrem Wissen haben sie die Ausstellung erst ermöglicht. Sie endet mit der offenen Frage „Was bleibt?“ und bezieht dabei die Besucherinnen und Besucher mit ein. Die Erinnerungsstücke und Geschichten stammen aus allen Regionen des Landes, vor allem aus Mönchengladbach, Düsseldorf, Wegberg, Münster, Paderborn und Bielefeld aber auch aus London und aus britischen Kasernen sowie von ehemaligen Flugplätzen der Royal Air Force wie Weeze und Niederkrüchten.


Diese britische Fahne hing 1946 in einem Gerichtsgebäude in Gummersbach.

Dr. Bettina Blum hat die Ausstellung für die Planungsgruppe „Geschichte, Politik und Demokratie Nordrhein-Westfalens“ des Landtags kuratiert, zu deren Aufgaben auch die Entwicklung eines Konzepts für ein „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens“ gehört.

Die Ausstellung ist Teil eines Schwerpunktes des Landtags zum Abzug der britischen Soldaten: Am Dienstag, 14. Mai 2019, wird in Beisein des Landtagspräsidenten André Kuper der Kommandeur des Landeskommando Nordrhein-Westfalen, Brigadegeneral Torsten Gersdorf, im Auftrag der Bundesministerin der Verteidigung dem Hauptquartier der Britischen Streitkräfte in Deutschland feierlich das Fahnenband der Bundesrepublik Deutschland verleihen.


Interview mit dem britischen Militär-Sender BFBS.

Besuch der Ausstellung

Die Ausstellung „Briten in Nordrhein-Westfalen 1945 – 2019“ ist vom 4. Mai bis 2. Juni 2019 im Landtag Nordrhein-Westfalen zu sehen und kann an Samstagen und Sonntagen kostenlos und ohne Anmeldung von 11 bis 17 Uhr besucht werden. Ab 9. Mai 2019 können Gruppen (auch kleine Gruppen) rund einstündige Führungen in deutscher und englischer Sprache buchen: an Wochenenden zwischen 11 und 16 Uhr, an Werktagen zwischen 10 und 15 Uhr, freitags bis 13 Uhr. Gruppenbuchungen sind möglich unter briten-ausstellung@landtag.nrw.de.

Fotos: bs

 

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