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Neue Ausstellung: „Opfer der Möhnewiesen“

(15.5.2019) Den Opfern der NS-Zwangsarbeit ein Gesicht geben: Das ist das Ziel der neuen Ausstellung „Opfer der Möhnewiesen“ im Landtag. Sie erinnert an rund 700 Zwangsarbeiterinnen, die 1943 nach der Bombardierung der Möhnetalsperre in ihrem Lager ertranken.

Zu ihrem Gedenken haben Schülerinnen und Schüler des St. Ursula Gymnasiums Neheim gemeinsam mit der Arnsberger Künstlerin Astrid Breuer Portraitfotos von 17 Opfern kreativ inszeniert. Über zwei Jahre hat sie mit den Schülerinnen und Schülern in Workshops an den Bildern gearbeitet.


Landtagspräsident André Kuper (2. v.l.) mit (v.l.) der Künstlerin Astrid Breuer, Wilm-Hendric Cronenberg, Vorsitzender der Bürger-Stiftung Arnsberg, Klaus Kaiser, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, und den Schülerinnen und Schülern des St. Ursula Gymnasiums Neheim.

„Die Ausstellung ‚Opfer der Möhnewiesen‘ ist berührend“, sagte der Präsident des Landtags, André Kuper. „17 Schülerinnen und Schüler arbeiteten die Schicksale von 17 Frauen auf und geben ihnen mit Bildern und Briefen Namen und Gesicht. Sie haben die Zwangsarbeiterinnen in die Öffentlichkeit zurückgeholt – und ihnen damit Würde wiedergegeben. Dafür können wir ihnen nicht genug Respekt und Anerkennung zollen. Es ist dieses Engagement, das eine demokratische Gesellschaft braucht, die niemals vergisst.”


Landtagspräsident André Kuper im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern.

Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, sagte bei der Eröffnung, die Ausstellung sei ein gutes Beispiel dafür, wie Erinnerungskultur aktuell und lebendig gestaltet werden könne. Die Ausstellung schaffe Gesprächsanlasse und trage so dazu bei, dass die Opfer nicht in Vergessenheit gerieten.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden massenhaft Menschen aus Osteuropa als Arbeitskräfte für die Rüstungsindustrie verschleppt. Das Lager für die Zwangsarbeiterinnen auf den Möhnewiesen in Neheim wurde 1942 errichtet und durch die Flutkatastrophe in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 vollständig zerstört. Insgesamt lebten dort über die Zeit rund 1.200 verschleppte Frauen unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung im Landtag noch bis zum 2. Juni 2019 samstags und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr kostenlos und ohne vorherige Anmeldung besuchen.

Fotos: bs
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