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Preisträger des NRW-Pressefotos 2018 gekürt und Ausstellung im Landtag eröffnet

(11.12.2018) Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat erstmals in diesem Jahr das „NRW-Pressefoto“ ausgezeichnet und Preisgelder von insgesamt 12.000 Euro vergeben. Zur Preisverleihung begrüßte der Präsident des Landtags, André Kuper, gemeinsam mit Vizepräsidentin Carina Gödecke und Vizepräsident Oliver Keymis die Preisträger, die Jury sowie zahlreiche Abgeordnete und Gäste im Landtag.

Gewonnen hat Ina Fassbender mit ihrem Bild „Kaue“. Es zeigt den Bergmann Marcel Pawlenka in der Waschkaue der Zeche Prosper Haniel in Bottrop, die dieses Jahr geschlossen wird. Die Jury überzeugte die Symbolkraft des Bildes, das das Ende des Bergbaus, aber auch den mutigen und zuversichtlichen Blick in Zukunft illustriert. 


Die Preisträgerin des ersten NRW-Pressefotos: Ina Fassbender

Auf den zweiten Platz gewählt wurde ein Foto des Empfangs des türkischen Staatspräsidenten Erdogan durch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Flughafen Köln; Fotograf ist Rolf Vennenbernd. Dritter wurde Wolfgang Rattay, der Polizisten unter einem Braunkohlebagger während einer Demonstration am Hambacher Forst fotografierte. Die Jury entschied sich, zwei Nachwuchspreise zu vergeben. Marius Becker gewann mit einem Bild der Gedenkfeier 25 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen. Marcel Kusch erhielt den Preis für seine Aufnahme einer Szene mit Polizisten, RWE-Mitarbeitern und einem festgenommenen Demonstranten während der Proteste am Hambacher Forst.


Landtagspräsident André Kuper (3.v.l.) mit der Preisträgerin Ina Fassbender (2.v.l.) und den Preisträgern (v.l.) Marius Becker, Rolf Vennenbernd, Wolfgang Rattay und Marcel Kusch.

Der Präsident des Landtags, André Kuper, hatte den Wettbewerb ins Leben gerufen. Es bewarben sich 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 147 Bildern zum „NRW-Pressefoto des Jahres“, am Nachwuchswettbewerb nahmen sechs Fotografinnen und Fotografen mit 25 Bildern teil. Die Bilder mussten zwischen November 2017 und Oktober 2018 entstanden sein und einen Bezug zum Landesgeschehen haben.

Bis 11. Januar 2019 zeigt eine Ausstellung in der Bürgerhalle des Landtags die fünf Siegerfotos sowie weitere 25 Bilder, die die Jury aus den insgesamt 172 Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt hat. Zu sehen sind Fotos aus Köln, Düsseldorf, Aachen, Kerpen, Bonn, Münster, Paderborn, Solingen, Duisburg und Meerbusch. Die Ausstellung kann am Samstag, 15., und Sonntag, 16. Dezember 2018, jeweils von 11 bis 17 Uhr ohne Voranmeldung besichtigt werden.


Die Ausstellung ist in der Bürgerhalle des Landtags zu sehen.

Der neue Wettbewerb soll die Arbeit von Fotojournalistinnen und -journalisten würdigen und einen Rückblick auf das Nachrichtenjahr in Nordrhein-Westfalen geben. „Die ausgewählten Bilder schaffen es, einen Augenblick zu zeigen und doch eine komplexe Botschaft zu übermitteln. Geschichten, Debatten und Momente  des Jahres werden erzählt und ziehen den Betrachter in ihren Bann: Sie zeigen die Auseinandersetzung um die Zukunft des Hambacher Forsts, die Amokfahrt von Münster, das Ende des Steinkohlenbergbaus und Wettereignisse wie das Hochwasser im Frühjahr oder die Dürre im Sommer“, sagte der Präsident des Landtags, André Kuper.

Er kündigte an, den Wettbewerb im kommenden Jahr fortzusetzen. „Dem Wettbewerb ‚NRW-Pressefoto des Jahres‘ ist es gelungen, die Themen, die die Menschen und Medien in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr bewegt haben, in den Mittelpunkt zu stellen und engagierte Fotografinnen und Fotografen zu würdigen, die das Zeitgeschehen ins Bild setzen. Es heißt nicht umsonst: ‚Bilder sagen mehr als tausend Worte“, sagte Kuper. Er fügte hinzu: „Journalistinnen und Journalisten erfüllen eine wichtige Funktion für die Demokratie. Verlässliche Informationen, journalistische Einordnung und ausdruckstarke Fotos helfen in unserer schnelllebigen Zeit, den Überblick zu behalten.“


Die Preisträgerin, die Preisträger und die Jury des Wettbewerbs "NRW-Pressefoto 2018" im Besucherzentrum des Landtags.

Der vom Landtag benannten Jury gehörten folgende Mitglieder an:

  • Peter Poensgen, BILD Düsseldorf und Mitglied im Vorstand der Landespresskonferenz
  • Andreas Müller, Geschäftsführer des Zeitungsverlags Aachen und Mitglied des Vorstands des Zeitungsverlegerverbands NRW
  • Barbara Merten-Kemper, WAZ und stellvertretende Landesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbands NRW
  • Roland Geisheimer, Vorsitzender von FREELENS e.V. Verband der Fotografinnen und Fotografen
  • Prof. Elke Seeger, Prorektorin für Studium und Lehre der Folkwang Universität der Künste, Lehrgebiet Fotografie & Konzeption
  • Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts, (vertreten in der Jurysitzung durch Georg Jorczyk, Grimme-Institut)

 Platz 1: Ina Fassbender – „Kaue“


7. August 2018, Deutsche Presseagentur

Das Bild zeigt den Bergmann Marcel Pawlenka in der Waschkaue der Zeche Prosper Haniel in Bottrop, der den Blick nach vorne gerichtet hat. Der Jury zufolge illustriert es das für viele so schmerzhafte Ende des Bergbaus mit seiner jahrhundertealten Geschichte, aber eben auch den trotzigen Blick eines einzelnen Bergmanns, der mit verschränkten Armen in eine ungewisse Zukunft schaut. Das Foto bringt also gleichzeitig Mut, Abschied und einen möglichen Aufbruch zum Ausdruck. Es dokumentiert ein zentrales politisches Ereignis dieses turbulenten Nachrichtenjahres in NRW und steht darüber hinaus symbolisch und historisch für den Strukturwandel, der so typisch ist für Nordrhein-Westfalen.

Platz 2: Rolf Vennenbernd –„Laschet – Erdogan“


29. September 2018, Deutsche Presseagentur

Das Foto entstand beim Empfang des türkischen Staatspräsidenten Erdogan durch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Flughafen Köln. Es fängt einen ungeklärten Augenblick zwischen den beiden Protagonisten des Bildes ein und zeigt damit in bildlicher Weise die Ambivalenz und Spannung zweier politischen Menschen. Die besondere Wirkung des Bildes entfaltet sich neben dem eingefangenen Moment vor allem auf Grund der „klaustrophobischen“ Enge des Raums selbst, der durch die Aufnahme eine besondere Steigerung erfährt. Demokratie und Autokratie treffen in der Symbolik des Bildes aufeinander.

Platz 3: Wolfgang Rattay – „Hambach“


5. November 2017, Reuters

Bei einer Demonstration gegen die drohende Rodung des Hambacher Forsts fing der Fotograf die Situation von Polizisten unter dem Rad eines Braunkohlebaggers ein. Überzeugt hat die Jury die technisch gelungene Umsetzung der Thematik. Das Foto zeigt die Größenverhältnisse in der abgebaggerten Landschaft und stellt eine Beziehung her zwischen dem großen, schwebend wirkenden Rad des Braunkohlebaggers und den dagegen klein wirkenden Polizisten.

Nachwuchspreis: Marius Becker – „25 Jahre nach Brandanschlag Solingen“


29. Mai 2018, Deutsche Presseagentur

Während der Gedenkfeier 25 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen entstand das Foto, das mehrere Generationen der Familie und einen Jungen, der Mevlüde Genç beim Gebet beobachtet, zeigt. Diese Komposition verbindet die Trauernden mit Hatiçe Genç, eines der fünf Solinger Mordopfer. Die damals 18-Jährige ist auf einem schwarz-weiß-Foto zu sehen, welches die Trauergemeinde hält. Das Gedenken an den Brandanschlag war ein Ereignis, das weit über Nordrhein-Westfalen hinaus bis in die Türkei große Beachtung fand. Dieses Gedenken ist angemessen und einfühlsam dargestellt.

Nachwuchspreis: Marcel Kusch – "Hambacher Forst"


13. September 2018, Deutsche Presseagentur

Auf dem Bild stehen Polizisten vor einer in Gewahrsam genommenen Aktivistin am Hambacher Forst. Im Hintergrund sind Mitarbeiter von RWE zu sehen. Damit sind die Beteiligten der Auseinandersetzung am Hambacher Forst zu sehen: Aktivisten, Einsatzkräfte und RWE-Mitarbeiter. Das Foto fasst die Geschichte des Konflikts umfassend zusammen.

Fotos: bs, Ina Fassbender, Rolf Vennenbernd, Wolfgang Rattay, Marius Becker, Marcel Kusch

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