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Anhörung: Zukunft des Tourismus in Nordrhein-Westfalen

(31.10.2018) Der Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung hat sich mit Perspektiven des Tourismus in Nordrhein-Westfalen befasst. Bei der Anhörung waren sich die Sachverständigen einig, dass drei „Megatrends“ die Branche prägten: Digitalisierung, Internationalisierung und Globalisierung.

Die Sachverständigen nahmen Stellung zu einem Antrag der Fraktionen von CDU und FDP mit dem Titel „Reiseland Nordrhein-Westfalen – Erfolgsgeschichte Tourismus fortschreiben“ (17/2565). Das Jahr 2017 sei „das achte Wachstumsjahr für die Tourismuswirtschaft in Folge“ gewesen – mit 23,3 Millionen Gästen aus dem In- und Ausland in Nordrhein-Westfalen, heißt es im Antrag. Um den Anforderungen durch die drei „Megatrends“ der Digitalisierung, Internationalisierung und Globalisierung gerecht zu werden, solle die Landesregierung bis Sommer 2019 eine neue Landestourismusstrategie erarbeiten. Daran seien „alle relevanten Akteure des Tourismussektors, von Tourismus NRW sowie der Politik in angemessener Weise“ zu beteiligen.

Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin von Tourismus NRW, verwies in ihrer Stellungnahme darauf, dass die „fortschreitende digitale Transformation“ die Branche vor erhebliche Herausforderungen stelle. Tourismusbetriebe müssten Gäste mit digitalen Angeboten und Informationen erreichen. Dazu seien übergeordnete Standards nötig – etwa für die Bereitstellung und Nutzung digitaler Daten. Die Landestourismusstrategie solle „Empfehlungen enthalten“ und „modellhafte Vorgehensweisen“ skizzieren. Wichtig sei zudem, Gäste aus dem Ausland stärker in den Blick zu nehmen, da die „Urlaubsnachfrage“ aus dem Inland in NRW aufgrund der demografischen Entwicklung bis 2025 „stagnieren oder abnehmen“ werde.

„Folgerichtiger Weg“

Derzeit kämen bundesweit rund 80 Prozent der Gäste aus dem Inland, sagte Claudia Gilles, Geschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbands. Der Tourismus sei eine „Leitökonomie in Deutschland“. Digitalisierung, Internationalisierung und Globalisierung spielten in der Branche seit Jahren eine wichtige Rolle. Angesichts dieser Herausforderungen müssten „die Förderinstrumente von Bund, Land und EU enger miteinander verzahnt sowie unbürokratischer ausgestaltet werden“. Zu begrüßen sei zudem „eine geeignete Finanzierungsstruktur der für den Tourismus zuständigen Landesorganisation“, wie sie die Fraktionen von CDU und FDP in ihrem Antrag fordern.

Dr. Harald Egidi, Leiter des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, bemerkte in seiner schriftlichen Stellungnahme, dass „die Ausrichtung auf eine starke Landesorganisation“ der „folgerichtige Weg“ sei. Bei der Erarbeitung einer neuen Landestourismusstrategie müssten aber „vor allem die privatwirtschaftlichen Betriebe und weniger die Politik“ beteiligt werden. „Die Angebotsentwicklung, die Entscheidung für Investitionen, die Kooperation mit Partnern und die Vernetzung liegen in der Hand der einzelnen Betriebe. Die Politik kann hier allgemein unterstützen, Infrastruktur entwickeln und Rahmenbedingungen und Standards gestalten. Sie trägt aber nicht den Invest und das Risiko.“

Eine Übersicht der eingegangenen Stellungnahmen finden Sie hier.

Text: tob
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