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Präsident Kuper nach Israel-Reise: „Nordrhein-Westfalen trägt Verantwortung für den Staat Israel“

(7.9.2018) Der Präsident des Landtags, André Kuper, hat nach seiner Rückkehr aus Israel und den palästinensischen Gebieten zum Eintreten gegen Hass und Antisemitismus aufgerufen: „Wer nach Israel reist, der lernt, dass wir in Deutschland und Nordrhein-Westfalen eine besondere Verantwortung für diesen Staat und seine Bürgerinnen und Bürger tragen. Und man versteht, welche Gefühle es auslöst, wenn in Deutschland wieder der Hitlergruß gezeigt wird. Deswegen müssen alle Demokraten Verantwortung für unsere demokratische Gesellschaft übernehmen und gegen Hass und Antisemitismus zusammenstehen“, sagte André Kuper.

Mit einer Delegation aus Nordrhein-Westfalen ist der Präsident des Landtags vier Tage durch Israel und die palästinensischen Gebiete gereist und hat viele persönliche Gespräche geführt. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, legte Kuper einen Kranz in der Gedenkstätte Yad Vashem nieder. In das Gedenkbuch schrieb der Präsident des Landtags: „Erschüttert über das beispiellos Geschehene und doch erfüllt von der wunderbaren Chance zur deutsch-israelischen Freundschaft. Den Opfern der Shoa zum Gedächtnis. Uns Heutigen zur Mahnung und Verpflichtung. Unseren Kindern zur Freundschaft mit Israel!“ Die Geschichte des Volkes präge die Politik des Landes bis heute, sagte Kuper. „In vielen Gesprächen habe ich erfahren, wie tief verwurzelt das Erlebnis ist, fast vernichtet worden zu sein. Dieses Verständnis israelischer Politik ist Teil der deutsch-israelischen Freundschaft, die wir bewahren und jüngeren Generationen vermitteln müssen.“

In der Stadt Nahariya besuchte die Delegation das Krankenhaus „Galilee Medical Center“. Hier versorgen israelische Ärzte Opfer des syrischen Bürgerkriegs. „Der Besuch des Krankenhauses an der Grenze zum Libanon war sehr bewegend. Die Ärztinnen und Ärzte haben hier seit 2013 tausende schwerverwundete Syrer behandelt. Mich hat dieses Engagement sehr beeindruckt und es macht Hoffnung auf Aussöhnung in der Region”, sagte André Kuper. Die Delegation traf in Jerusalem mit Jugendlichen des Bundesfreiwilligendiensts zusammen, informierte sich in den palästinensischen Gebieten über „Lifegate”, einer Werkstatt für Behinderte und besuchte das israelische Parlament Knesset. Hierbei beeindruckte das dort vorgestellte Besucherprogramm.


Direktor Dr. Masad Barhoum zeigte André Kuper den Schockraum des Krankenhauses.

Zur Delegation des Präsidenten des Landtags gehörten u.a. der Vorsitzende der Parlamentariergruppe Israel im nordrhein-westfälischen Landtag, Norbert Römer (SPD), der Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer aus Köln, sowie die Generalsekretärin der Union Progressiver Juden, Irith Michelsohn aus Bielefeld.

Foto: Besim Mazhiqi

 

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