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Landtag erinnert an Gründung des Staates Israel vor 70 Jahren – Düsseldorfer Ehepaar als „Gerechte“ geehrt

(14.5.2018) Mit einer Festveranstaltung hat der Landtag Nordrhein-Westfalen an die Gründung des Staates Israel vor 70 Jahren erinnert. Zu der Veranstaltung hatte der Präsident des Landtags, André Kuper, eingeladen, der mehrere hundert Gäste im Plenarsaal begrüßen konnte.

Der Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland, Seine Exzellenz Jeremy Issacharoff, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, Dr. Oded Horowitz, sprachen ebenfalls Grußworte. Am 14. Mai 1948 hatte David Ben-Gurion die israelische Unabhängigkeitserklärung verlesen.


Sie sprachen Grußworte (v.l.): Dr. Oded Horowitz, Ministerpräsident Armin Laschet, Botschafter Jeremy Issacharoff und der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, André Kuper.

Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, André Kuper, lobte in seiner Ansprache die guten Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel. „Es geht hier um das Bekenntnis unserer unzweifelhaften Solidarität, wohlwissend um die großen, ja größten Herausforderungen und Aufgaben, in die nicht nur der Staat und die Menschen in Israel, sondern in die die ganze Völkergemeinschaft und wir alle gestellt sind“, sagte der Präsident. Er kenne kein anderes Land, das noch in der Nacht seines Gründungstages seinen ersten Krieg zu bestehen gehabt hätte, so Kuper, der seine Rede mit den Worten schloss: „Die deutsch-israelische Freundschaft lebt. Und Nordrhein-Westfalen ist und bleibt eine verlässliche Säule dieser Freundschaft.“


Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, André Kuper

Der Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland, Seine Exzellenz Jeremy Issacharoff: „Ich hatte schon die Ehre, Nordrhein-Westfalen kennenzulernen und den Ministerpräsidenten Armin Laschet zu treffen. Das Bundesland ist sehr wichtig für uns, da es seit vielen Jahren eine enge Beziehung zu Israel hat. Ich schätze diese wohlwollende Geste des Landtagspräsidenten André Kuper sehr und ich freue mich auf die Zusammenarbeit auf allen Ebenen, die unsere Beziehungen in allen Bereichen hoffentlich stärken wird.“


Der Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland, Seine Exzellenz Jeremy Issacharoff

Ministerpräsident Armin Laschet: „Kein anderes Bundesland pflegt so kontinuierliche, so enge und freundschaftliche Beziehungen zu Israel wie unseres. Diese Beziehung wurde von allen Ministerpräsidenten des Landes immer ganz besonders gepflegt. Alle nordrhein-westfälischen Landesregierungen haben sich mit besonderem Engagement für die Verständigung und Zusammenarbeit mit Israel eingesetzt. Wir wollen die Beziehung Nordrhein-Westfalens zu Israel bekräftigen. Wir wollen stärken, was uns jetzt und in Zukunft verbindet.“


Ministerpräsident Armin Laschet

Der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, Dr. Oded Horowitz: „70 Jahre Israel stehen für Pioniergeist, für einen unbeugsamen Willen, für ökonomischen und wissenschaftlichen Erfolg, für eine demokratisch geprägte, vitale, junge und lebensbejahende Gesellschaft, für Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt, für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Für die Menschen, die dort leben, und für die jüdischen Menschen, die in Zukunft ebenfalls dort noch ihre neue Heimat finden werden. Was Israel jetzt aber vor allem braucht, sind verlässliche Partnerinnen und Partner, Freundinnen und Freunde.“


Der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, Dr. Oded Horowitz

Während der Veranstaltung wurde das Düsseldorfer Ehepaar Josef und Maria Otten posthum als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt. Der israelische Botschafter übergab die Medaille und die Urkunde an den Enkelsohn der Geehrten, Günther Otten.


Nach der Ehrung (v.l.): der Direktor Yad Vashem für die deutschsprachigen Länder und die Schweiz, Arik Rav-On, Ministerpräsident Laschet, Botschafter Issacharoff , Günther Otten und Landtagspräsident Kuper.


Der Enkel der Geehrten, Günther Otten, und die Ur-Enkelin der Geretteten-Familie, Alexandra Nooitrust, mit einem Bild des Ehepaars Otten.

Mit der Auszeichnung ehrt die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem seit 1963 im Namen des Staates Israel und des jüdischen Volkes nichtjüdische Menschen, die während der Nazizeit unter Einsatz ihres eigenen Lebens jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger gerettet haben. Das Ehepaar Otten hatte ab Herbst 1944 zwei jüdische Mitbürger in ihrem Keller versteckt. Beide überlebten auf diese Weise.


An der Festveranstaltung nahmen mehrere hundert Gäste teil. 


Es sang der Kinderchor der Kulturakademie der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Das Grußwort des Präsidenten finden Sie hier

Fotos: bs

 

 

 

Herausgeber: Der Präsident des Landtags
Redaktion: Wibke Busch, Pressesprecherin; Dr. Stephan Malessa, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
E-Mail:  wibke.busch@landtag.nrw.de

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