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Anhörung: Forschung zum Erhalt Insektenvielfalt

(8.3.2018) Die Sachverständigen im Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz waren sich weitgehend einig: Es spricht viel dafür, dass die Insektenvielfalt abnimmt, auch in Nordrhein-Westfalen.

Grundlage der Anhörung war ein Antrag der SPD-Fraktion, in dem sie die Landesregierung auffordert, mit Wissenschaftlern, Naturschützern und Landnutzern weitere Forschungen zum Rückgang der Insektenvielfalt anzustoßen und einen Maßnahmenkatalog gegen das Insektensterben erarbeiten zu lassen. Außerdem solle der Einsatz von Pflanzenschutzmittel in Naturschutzgebieten reduziert werden, heißt es im Antrag.

Vier Sachverständige äußerten sich zum Antrag der SPD-Fraktion „NRW muss Forschungen zum Erhalt der Insektenvielfalt ausbauen und den Dialog von Wissenschaft, Landnutzern und Naturschutz fördern“ (17/1289).

Der Entomologische Verein Krefeld hatte im vergangenen Jahr eine vielbeachtete Studie zum Insektensterben vorgestellt. Danach sei die Biomasse fliegender Insekten in den vergangenen 27 Jahren um rund 75 Prozent zurückgegangen, sagte Dr. Martin Sorg, Vertreter des Vereins, in der Anhörung. Er sprach von einem „schleichenden Rückgang“. Ein Problem sei u. a. die Kleinteiligkeit der Schutzgebiete.

Dr. Christian Maus, Vertreter der Bayer AG Crop Science, sagte, die Indizien seien klar, dass ein Rückgang der Insektenvielfalt stattfinde. „Es müssen Maßnahmen in die Wege geleitet werden, um die Vielfalt zu bewahren. Wir wollen einen Beitrag zur Ursachenforschung und Entwicklung von Lösungsansätzen leisten.“

Für Professor Dr. J. Wolfgang Wägele vom Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere ist der Rückgang der Insektenvielfalt „ein Thema, das deprimiert“. Die Forschung habe hier versagt. „Es ist erschreckend, dass wir jetzt erst merken, was sich schon seit Jahren entwickelt.“

Dr. Andreé Hamm von der Universität Bonn sagte in der Anhörung: „Wir müssen an einem Strang ziehen, um dem Insektensterben Einhalt zu gebieten.“ Insekten hätten eine große Bedeutung für den Erhalt der Ökosysteme. Deswegen müsse mehr in Bildung und Ausbildung im ökologischen Sektor investiert werden.

Text: sam

 

Herausgeber: Der Präsident des Landtags
Redaktion: Wibke Busch, Pressesprecherin; Dr. Stephan Malessa, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
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