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Neue Ausstellung: „Glückauf in Deutschland“

(20.2.2018) Es war der 24. November 1964, als sie aus der Türkei ins Ruhrgebiet kamen. Bergmänner wollten sie werden, auf „Erin“ in Castrop-Rauxel, auf „Hansa“ und „Germania“ in Dortmund, auf „Emscher-Lippe“ in Datteln. 76 Jungen aus den Kleinstädten und Dörfern Anatoliens, gerade 14, 15 und 16 Jahre alt. Neun von ihnen stehen im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Landtag – stellvertretend für mehr als 1.000 türkische Jugendliche, die zwischen 1964 und 1973 in den Ruhrbergbau gingen.

„Diese inspirierende Ausstellung zeigt berührende Geschichten des Ankommens und Weiterkommens in Deutschland“, sagte Landtagspräsident André Kuper. Die Lebensgeschichten der Jugendlichen machten deutlich, „dass Integration gelingen kann, dass ein gutes Miteinander funktioniert und mit ein wenig Geduld jede Seite davon profitiert“. Die Biografien könnten „als gute Beispiele Mut machen in der oft sehr emotional geführten Debatte um Integration“. Aus den Lehrlingen von einst seien Techniker, Steiger und Ingenieure geworden.


Landtagspräsident André Kuper (4.v.l.) mit  Dr. Viktoria Waltz (r.), Kuratorin des „Vereins für Internationale Freundschaften“, sowie den Zeitzeugen (v.l.) Bekir Sarikaya (Dortmund), Hasan Demirci (Castrop-Rauxel), Halit Güner (Bönen), Recep Celikoglu (Ahlen), Murtaza Karaoglu (Bergkamen), Zeki Kanag (Datteln).

Zur Ausstellungseröffnung konnte Kuper im Beisein von Vizepräsidentin Carina Gödecke zahlreiche Gäste begrüßen, unter ihnen die türkische Generalkonsulin Sule Gürel, aber auch sechs der Männer, von denen die Ausstellung erzählt: Recep Çelikoğlu (Ahlen), Hasan Demirci (Castrop-Rauxel), Halit Güner (Bönen), Zeki Kanag (Datteln), Murtaza Karaoğlu (Bergkamen) und Bekir Sarıkaya (Dortmund). Zu sehen sind viele Fotos der jungen Männer – beim Fußball, beim Feiern, in der Steigerkaue vor der Anfahrt und nach der Ausfahrt, beim Musizieren. Und natürlich in den „Pestalozzidörfern“, in denen die meisten von ihnen während der Lehrzeit in deutschen Familien lebten.


Landtagspräsident Kuper im Gespräch mit den Zeitzeugen. 

Der Landtag werde sich in diesem Jahr noch mehrfach mit dem Ende des Steinkohlebergbaus in Nordrhein-Westfalen befassen, kündigte Präsident Kuper an. Die Schließung der letzten Zechen sei eine „historische Zäsur für unser Land“. Geplant sei u. a. eine Festveranstaltung im September, um den Bergbau würdig zu verabschieden.


Blick in die Ausstellung

Bei der Ausstellung in der Wandelhalle handelt es sich um ein Projekt des Vereins für Internationale Freundschaften Dortmund, einem Selbsthilfeverein und Begegnungsort für ältere Migrantinnen und Migranten. Dr. Viktoria Waltz, Kuratorin des Vereins, sprach ein Grußwort. Die Ausstellung ist bis einschließlich 9. März 2018 im Landtag zu sehen, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr nach vorheriger Anmeldung unter 0211-884-2129 oder veranstaltungen@landtag.nrw.de. An Wochenenden ist von 11 bis 17 Uhr eine Besichtigung ohne Anmeldung möglich.

Das Grußwort des Präsidenten finden Sie hier

Text: zab
Fotos: bs

 

 

 

Herausgeber: Der Präsident des Landtags
Redaktion: Wibke Busch, Pressesprecherin; Dr. Stephan Malessa, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
E-Mail:  wibke.busch@landtag.nrw.de

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