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Gegen das Vergessen: Delegation aus Israel besucht den Landtag

(16.2.2018) Landtagspräsident André Kuper hat eine Delegation aus der israelischen Stadt Haifa im Landtag empfangen. Unter den Besucherinnen und Besuchern waren Teilnehmende des Zeitzeugenprojekts „Überleben und Zukunft“, bei dem Überlebende des Holocaust und deren Enkelkinder von ihren Erfahrungen berichten. Im Anschluss an den Empfang lud Landtagspräsident Kuper die Teilnehmenden sowie Mitglieder des Vereins „Brücke Düsseldorf – Haifa“ und der Initiative Gebetstag „NRW für Israel“ zu einem Gesprächsforum ein.

In seinem Grußwort an die israelische Delegation sagte Landtagspräsident Kuper: „Niemand von uns kann sich vorstellen, wie das für Sie sein mag, die Sprache der Täter wiederzuhören – freilich heute nicht mehr aus dem Munde von Nazis, sondern aus dem Munde von Menschen, die sich der Demokratie und der Freiheit verpflichtet haben, die aber doch Kinder und Enkel der Tätergeneration sind.“


Landtagspräsident André Kuper mit Holocaustüberlebenden und deren Enkeln aus Haifa

Für ihn selbst, sagte Kuper, sei bezüglich seiner Sicht auf die Verbrechen der Nationalsozialisten prägend und bestimmend gewesen, „Menschen zu begegnen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die bereit waren, über ihr eigenes Schicksal im Nationalsozialismus zu berichten“. Der sinngemäß überlieferte Satz des verstorbenen jüdischen Holocaustüberlebenden und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel gelte noch heute: „Wer einmal einem Zeitzeugen zugehört hat, wird selbst zum Zeugen.“


Mitglieder der israelischen Delegation haben sich ins Gästebuch eingetragen

Kuper wies auf Projekte zur Erinnerungskultur wie das „Zweit-Zeugen“-Projekt des Vereins „Heimatsucher“ hin, das derzeit an Schulen in Nordrhein-Westfalen erprobt werde. Schülerinnen und Schülern lernten dabei von Zeitzeugenberichten, die im Vorfeld dokumentiert wurden. Kuper hob zudem die Bedeutung von deutsch-israelischen Partnerschaften zwischen Schulen, Hochschulen und Städten hervor und betonte die Rolle von Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen als Orte der Erinnerungskultur. „Vor dem Hintergrund der Geschichte wollen wir in besonderer Weise darauf achten, dass die Freundschaft zwischen Israel und Deutschland lebendig bleibt.“


Gesprächsforum zu den Themen "Erinnerungskultur, Antisemitismus und Israel-Freundschaft" 

Der Besuch im Landtag fand im Rahmen der Projekttage „Überleben und Zukunft“ und im Zusammenhang mit der Initiative „Gebetstag NRW für Israel“ statt. Zum „Gebetstag NRW für Israel“ ruft eine Gruppe von Christen und Juden seit 2006 auf. Der Gebetstag findet in diesem Jahr am 17. Februar statt und ist eingebettet in ein Wochenende mit Begegnung, Tanz und Lehrseminaren.

Das Grußwort des Präsidenten zum Empfang der Delegation finden Sie hier. Das Grußwort zum Gesprächsforum finden Sie hier.

Text: Thomas Becker
Fotos: Bernd Schälte

 

 

 

Herausgeber: Der Präsident des Landtags
Redaktion: Wibke Busch, Pressesprecherin; Dr. Stephan Malessa, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
E-Mail:  wibke.busch@landtag.nrw.de

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