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Berichte des Wuppertal-Instituts und des Forschungszentrums Jülich

(8.3.2017) Der Ausschuss für Innovation, Wissenschaft und Forschung hat sich über die Arbeit des Wuppertal-Instituts und des Forschungszentrums Jülich informiert. Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal-Instituts, und Vizepräsident Prof. Dr. Manfred Fischedick berichteten über „Erfolge, Pläne und Ziele“ des Instituts. Und Prof. Dr. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jü-lich, stellte dem Ausschuss die neue Strategie des Forschungszentrums „For-schung, die wirkt“ vor.

Das Wuppertal Institut wurde nach eigenen Angaben 1991 gegründet und das Land NRW fördert es als alleiniger Gesellschafter mit knapp 4 Millionen Euro. Den größten Teil seines Budgets erwirtschaftet das Institut mit extern finanzierten Projekten. Es gehört der 2014 gegründeten Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft des Landes Nordrhein-Westfalen an.

Mit etwa 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus etwa 30 Disziplinen und einem Projektvolumen von ca.15 Millionen Euro begleite es wissenschaftlich Transformationsprozesse zu einer klimagerechten und ressourcenleichten Welt, sagte Prof. Uwe Schneidewind.Seine inter- und transdisziplinäre Forschung finde sowohl global, europäisch und national, als auch regional und lokal statt. Im Zentrum der Arbeit stündenu. a. aktuelle Transformationsprozesse wie die Energiewende, die Mobilitätswende, der Klimaschutz, die Kreislaufwirtschaft sowie die nachhaltige Transformation von Industrien und Städten.

In den nächsten Jahren wolle das Wuppertal Institut seine Forschung zu gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsherausforderungen weiter ausbauen und dabei auch seine international führende Position in der Transformationsforschung stärken. „Dem Wuppertal Institut ist es in den letzten Jahren möglich gewesen, Modelle aufzuzeigen, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam und erfolgreich an gesellschaftlich hochrelevanten Forschungsthemen arbeiten können“, sagte Prof. Uwe Schneidewind.

Jülich: Information, Energie und Bioökonomie 

Prof. Wolfgang Marquardt stellte die neue Forschungsstrategie des Forschungszentrums Jülich vor: Die Forschung konzentriere sich künftig auf die Bereiche Information, Energie und Bioökonomie, während die Arbeiten in den Bereichen Reaktortechnik und Kernfusion eingestellt würden. Schwerpunkte im Bereich Information seien vor allem das Höchstleistungsrechnen, zukünftige Informationstechnologien, Schlüsseltechnologien und die Hirnforschung. Im Bereich Energie werde vor allem die Energiewende in den Blick genommen sowie die nukleare Entsorgungsforschung und Atmosphären-, Energie- und Klimaforschung. Mit dem Bioeconomy Science Center werde in der Bioökonomie ein Schwerpunkt im Ausbau des Verbunds mit den Universitäten Düsseldorf, Bonn, Aachen gesetzt.

Mehrere Forschungsarbeiten des Zentrums greifen demnach über zwei oder gar alle drei Bereiche hinweg: Die Neurowissenschaften z. B. profitierten vom Höchstleistungsrechnen, so dass die Funktionen des Gehirns besser erforscht werden könnten, sagte Marquardt. Der ganze Campus Jülich solle zum „Living Lab Energy Campus“ werden, einem Reallabor für die Entwicklung dezentraler urbaner Energiesysteme. Und mit der Sensortechnologie „Fedorov“ wolle das Forschungszentrum Jülich zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung beitragen. Marquardt sagte, das Forschungszentrum habe weltweit mehr als 1.300 Forschungskooperationen. Zu den wichtigsten gehörten die mit Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Diese sollten weiterentwickelt werden.

Die Mitglieder des Ausschusses dankten den Gästen für die Einblicke in die Arbeit der beiden Forschungseinrichtungen.

 

Herausgeber: Der Präsident des Landtags
Redaktion: Wibke Busch, Pressesprecherin; Dr. Stephan Malessa, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
E-Mail:  wibke.busch@landtag.nrw.de

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