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Ausstellungen im Landtag erinnern an Schrecken der Nazizeit

(6.12.2016) Zwei neue Ausstellungen in der Bürgerhalle des Landtags erinnern an die Schrecken der Nazizeit. Sie richten sich vor allem an Jugendliche. „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ ist Anne Frank gewidmet, die im Alter von 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb. Parallel dazu wird die Ausstellung „Justiz und Nationalsozialismus“ gezeigt.

Landtagspräsidentin Carina Gödecke zitierte während der Eröffnung aus dem berühmten Tagebuch Anne Franks: „O ja, ich will nicht umsonst gelebt haben wie die meisten Menschen. Ich will den Menschen, die um mich herum leben und mich doch nicht kennen, Freude und Nutzen bringen. Ich will fortleben, auch nach meinem Tod.“


Landtagspräsidentin Carina Gödecke (M.) bei der Eröffnung der Ausstellungen mit (v.l.) NRW-Justizminister Thomas Kutschaty, der Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung, Maria Springenberg-Eich, dem Direktor des Anne-Frank-Hauses Amsterdam, Ronald Leopold, und Patrick Siegele, Direktor des Anne-Frank- Zentrums Berlin.


Die Ausstellungen richten sich insbesondere an Jugendliche. 

Anne Frank, geboren am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main, floh 1933/1934 mit ihrer Familie vor den Nazis nach Amsterdam. Nach der deutschen Invasion waren Juden jedoch auch in den Niederlanden nicht mehr sicher. Um einer drohenden Verhaftung oder Deportation zu entgehen, versteckte sich die Familie in einem Hinterhaus an der Prinsengracht 263. Die Ausstellung zeigt diese Räume.


Blick in die Ausstellung "Deine Anne"


In der Ausstellung ist ein Faksimilie des Tagebuchs von Anne Frank zu sehen. Das Original befindet sich im Anne-Frank-Haus in Amsterdam. 

Gödecke sprach von „Trauer, Entsetzen, Wut und Scham“ beim Betrachten der Ausstellung – aber auch von der „Hoffnung, dass sich die unvorstellbaren Gräueltaten und Verbrechen der Nazis nie wiederholen werden“. Gerade bei jungen Menschen sei zu spüren, dass sie das Schicksal Anne Franks sehr berühre. Die Ausstellung wolle „Lernorte schaffen, an denen sich Kinder und Jugendliche mit deutscher Geschichte auseinandersetzen und sie mit ihrer heutigen Lebenswelt verbinden“. Die Landeszentrale für politische Bildung schule junge Leute ab 16 Jahren zu „Peer Guides“, die andere Jugendliche durch die Ausstellung führen. Die Landtagspräsidentin dankte zudem der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, die die Koordination der Besuchergruppen übernimmt.


Die zweite Ausstellung thematisiert "Justiz und Nationalsozialismus".

Man habe „Deine Anne“ ganz bewusst mit der Ausstellung „Justiz und Nationalsozialismus“ der gleichnamigen Dokumentations- und Forschungsstelle der NRW-Justizakademie verbunden, sagte Gödecke. Im Mittelpunkt stünden die Gerichtsbarkeit in Nazi-Deutschland und die „völlig unzureichende Aufarbeitung ihrer Verbrechen in der Nachkriegszeit“.

Grußworte sprachen Maria Springenberg-Eich, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung, und NRW-Justizminister Thomas Kutschaty. Patrick Siegele, Direktor des Anne-Frank-Zentrums Berlin, führte in die Ausstellungen ein.

Die Ausstellungen sind bis zum 23. Dezember 2016 wochentags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel.: 0211-884-2129 oder per E-Mail: veranstaltungen@landtag.nrw.de.

Text: zab
Fotos: bs

 

 

Herausgeber: Der Präsident des Landtags
Redaktion: Wibke Busch, Pressesprecherin; Dr. Stephan Malessa, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
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