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Als „Displaced Persons“ werden ehemalige polnische Zwangsarbeiter, Häftlinge und Kriegsgefangene bezeichnet, die nach Kriegsende in den Sammelunterkünften der westlichen Besatzungszonen lebten.


Landtags-Vizepräsident Eckhard Uhlenberg konnte bei der Ausstellungseröffnung auch die Zeitzeugin Genia Nowacka begrüßen.

Landtags-Vizepräsident Eckhard Uhlenberg eröffnete die Ausstellung im Beisein von Vizepräsident Oliver Keymis und sprach von einem „bisher wenig beachteten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte“. Er sagte: „Bei Kriegsende 1945 hielten sich in Deutschland schätzungsweise elf Millionen Männer und Frauen auf, die unter Zwang nach Deutschland gebracht worden waren. Innerhalb von nur fünf Monaten kehrten rund neun Millionen von ihnen in ihre Heimat zurück, darunter fast alle Menschen aus der Sowjetunion.“ Im Oktober 1945 seien es vor allem Menschen aus Polen und den baltischen Staaten gewesen, die noch in den Sammellagern in Deutschland festsaßen: „Viele von ihnen scheuten die Rückkehr, da ihre Heimatländer von der Sowjetunion besetzt waren oder von kommunistischen Regierungen beherrscht wurden, die ihre politischen Gegner mit Gewalt unterdrückten.“


Die Ausstellung gebe einen „umfassenden Einblick in den Alltag, die Kunst und die Kultur dieser ‚heimatlosen Ausländer‘, wie sie später genannt wurden“, sagte Uhlenberg. Mitte der 1950er-Jahre hätten noch rund 100.000 der ehemals eine Million Polen in Deutschland gelebt: „Für sie schufen die Landesregierungen, allen voran Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, in großen Bauprogrammen eine dauerhafte Bleibe, um die Jahre des Lagerlebens zu beenden.“

Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, führte in die Ausstellung ein.

Die Ausstellung ist wochentags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel.: 0211-884-2129 oder per E-Mail: veranstaltungen@landtag.nrw.de.

Text: zab
Fotos: bs

 

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