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Anhörung: Computerspiele und ihre Entwickler

(25.2.2016) Die Computerspiele-Branche stand im Mittelpunkt einer Sachverständigen-Anhörung im Ausschuss für Kultur und Medien. Anlass war ein Antrag der PIRATEN-Fraktion. Sie regt an, eine Studie zur Leistungsfähigkeit dieses Wirtschaftszweigs in Auftrag zu geben.

Unterhaltungselektronik und Spieleentwicklung seien einer der wichtigsten Wachstumsmärkte, heißt es im Antrag der Fraktion („Leistungsfähigkeit der deutschen Game Development Branche“, Drs. 16/9430). Um die Branche fördern zu können, sei jedoch eine solide Datenbasis erforderlich. Die Landesregierung solle deshalb eine Studie zur Leistungsfähigkeit der Branche in NRW in Auftrag geben. Die Untersuchung solle u. a. die Anzahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze, Gehälter und Umsätze berücksichtigen.

Es sei eine „gute Sache“, eine statistische Grundlage zu schaffen, sagte Michael Söndermann (Büro für Kulturwirtschaftsforschung, Köln). Wichtig sei zudem, die Computerspiel-Branche in die allgemeine Wirtschaftsstatistik zu integrieren. Prof. Odile Limpach (Cologne Game Lab) sprach von einer umsatzstarken, wachsenden Branche. Ihr Einfluss auf andere Industrien sei groß. In Deutschland würden zwar viele Spiele gekauft, jedoch vergleichsweise wenige entwickelt. Es fehlten Ausbildungsgänge und Förderungen. Erforderlich seien mehr Daten über die Branche.

 

„Hochrisikogeschäft“

Er sei über den Antrag erfreut, sagte Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow (Universität Paderborn). Allerdings sei die Datenerhebung nicht einfach: „Es wäre fatal, nur auf typische Beschäftigungsverhältnisse zu blicken.“ Die Computerspiel-Branche sei geprägt von Projekt-Arbeitsverhältnissen. Als Produktionsstandort sei NRW gerade dabei, den Anschluss zu verpassen, befand Dr. Maximilian Schenk (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, Berlin). Er hielt es für erforderlich, dass die gesammelten Daten möglichst internationale, zumindest aber bundesweite Vergleiche erlauben. Die Produktion von Spielen sei ein „Hochrisikogeschäft“. Eine finanzielle Förderung könne helfen, diese Risiken für die Unternehmen zu mindern.

Thorsten Unger (Bundesverband der deutschen Games-Branche, Berlin) wies ebenfalls auf die fehlende Datengrundlage hin. Es gehe um die Frage, wie NRW von einer Technologie profitieren könne, die Impulse für andere Wirtschaftszweige gebe. Deutschland sei einer der weltweit größten Absatzmärkte für Computerspiele, erklärte Prof. Dr. Linda Breitlauch (Hochschule Trier). Dies gelte aber nicht für die Entwicklung. Eine Förder-Notwendigkeit sei „offensichtlich“.

 

Eine Übersicht über die schriftlichen Stellungnahmen finden Sie hier.

Text: zab

 

Herausgeberin: Die Präsidentin des Landtags
Redaktion: Hans Zinnkann, Pressesprecher; Wibke Busch, stv. Pressesprecherin
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
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