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7. Jugend-Landtag -– Aktuelle Stunde: Jugend sorgt sich um Flüchtlinge

(13.6.2015) Der Jugend-Landtag hat sich in einer Aktuellen Stunde mit der Situation von Flüchtlingen in NRW befasst. Es handelte sich um einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen. Sie fürchten, dass mangelnde Aufklärung der Bevölkerung zu Konflikten und Vorurteilen führen.

 

Für die SPD sprach Vahid Shoa Hosseini (17, Kamp-Lintfort), der zunächst um eine Schweigeminute für die im Mittelmeer ums Leben gekommenen Flüchtlinge bat. Er sprach Vorurteile an, die viele gegenüber Flüchtlingen hätten. Einwanderung schade aber nicht, im Gegenteil, Deutschland brauche diese Menschen, um den anstehenden Fachkräftemangel zu bekämpfen. „Kein Mensch ist illegal“, erklärte Hosseini, „das sage ich als Deutscher, Mensch und Flüchtlingskind.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Katrin Niebuhr (17, Hemer) trat für die CDU ans Rednerpult. Mangelnde Aufklärung sei schuld am Verhalten etlicher deutscher Staatsbürger gegenüber Flüchtlingen. Die Folgen seien „Verschlossenheit und im schlimmsten Fall Hass“. „Flüchtlinge suchen in größter Not Zuflucht bei uns, wir müssen offen, verständnisvoll und hilfsbereit auf diese Menschen zugehen“, sagte Niebuhr. Es gelte, Begegnungen zu fördern. Aufklärung und Verständnis führten dazu, dass sich Flüchtlinge willkommen fühlen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Leid der Flüchtlinge sei eine „humanitäre Katastrophe“, sagte Lars Rewald (18, Beckum), der die GRÜNEN vertrat. Das Land und die Kommunen stießen jedoch an ihre Grenzen. Die finanzielle Unterstützung durch den Bund sei ein guter Anfang, aber nicht genug: „Wir müssen eine Willkommenskultur schaffen und Flüchtlingen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern.“ Asyl sei ein Menschenrecht. „Es ist unsere Pflicht, Menschen zu helfen und ihnen eine Zukunft in Deutschland zu ermöglichen“, sagte Rewald.

 

 

 

 

 

 

 

 

„Alle Menschen sind gleich und haben gleiche Rechte“, betonte Said Dadshani (20, Hagen), der für die FDP sprach. Wenn Flüchtlinge in ihrer Würde verletzt werden, sei es „unsere Pflicht, aktiv zu werden und zu handeln“. Dadshani erinnerte an Demonstrationen von Rechtspopulisten vor Asylbewerberheimen und Misshandlungen durch Sicherheitskräfte. „Das darf nicht passieren“, sagte er und sprach von der Pflicht, „die Menschen willkommen zu heißen“. Sie dürften nicht ständig versetzt, die medizinische Versorgung müsse sichergestellt werden.

 

 

 

 

 

 

 

Für die PIRATEN nahm Marc Gries (19, Neuss) Stellung. „Flüchtlinge werden ständig verteilt“, sagte er. Nach langer, traumatischer Reise hätten sie kaum Gelegenheit, auszuruhen. Familien würden auseinandergerissen. Gries sprach von „unhaltbaren Zuständen“ in manchen Flüchtlingsunterkünften. Diese Unterkünfte müssten eigentlich, sagte er, in staatlicher Hand sein. Zumindest sollten private Betreiber stärker kontrolliert werden.

 

 

 

 

 

Die Sitzung wird live im Internet übertragen unter www.landtag.nrw.de

Das Programm des Jugend-Landtags finden Sie hier

Ein Video der Plenarsitzung finden Sie hier.

Text: zab/Fotos: bs

 

Herausgeberin: Die Präsidentin des Landtags
Redaktion: Hans Zinnkann, Pressesprecher; Wibke Busch, stv. Pressesprecherin
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
E-Mail:  hans.zinnkann@landtag.nrw.de

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