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Neu: Landesinstitut für Schule und Bildungssuchmaschine

(22.1.2014) Im Schulausschuss haben sich den Abgeordneten heute gleich zwei Neuheiten präsentiert: Der Leiter des neuen Landesinstituts für Schule sowie die neu aufgesetzte Bildungssuchmaschine „learn:line“ – vorgestellt von der Medienberatung NRW.

Optisch wird sich die überarbeitete Bildungssuchmaschine „learn:line“ an das Design des Bildungsportals anpassen, so der Geschäftsführer der Medienagentur Wolfgang Vaupel. Neu sind insbesondere die Bewertungs- und Kommentaroptionen zu jedem Dateneintrag. Hiervon versprechen sich die Initiatoren eine zusätzliche Qualitätsprüfung der Lehr- und Lernmaterialien durch die Nutzer. Ende Februar soll die Suchmaschine im veränderten Outfit an den Start gehen.

Die vom Schulministerium getragene Datenbank umfasst laut Vaupel aktuell rund 25.000 Lernmaterialien zu diversen Unterrichtsthemen für Lehrerinnen und Lehrer wie auch für Schülerinnen und Schüler. Das Spektrum reicht von Fotos über Simulationen und Videos bis hin zu Arbeitsblättern. „Vom Grundsatz ist alles, was hier zu finden ist, kostenlos, direkt erreichbar und rechtlich unbedenklich“, erläuterte Vaupel den Abgeordneten. Es gehe darum, Lehrmittel digital zugänglich zu machen und die Inhalte der Schulbücher so sinnvoll zu ergänzen.

Von den Abgeordneten gab es für die Suchmaschine und deren Neuauflage durchweg Lob: „Wir sind froh, dass wir so eine Plattform haben.“ Zudem sprachen sie sich dafür aus, die Suchmaschine in den kommenden Jahren stetig weiterzuentwickeln. Schulministerin Sylvia Löhrmann betonte hinsichtlich der digitalen Medien: „Das sind keine Selbstläufer.“ Auch sie müssten in ein didaktisch-pädagogisches Konzept eingebunden sein.    

 

Leiter des neuen Landesinstituts für Schule

Im Anschluss stellte sich den Ausschussmitgliedern der neue Leiter der ebenfalls neuen „Qualitäts- und Unterstützungs-Agentur – Landesinstitut für Schule“ (QUA-LIS NRW) vor: Eugen-Ludwig Egyptien hatte sein Amt bereits im Dezember angetreten. Zuvor war der 59-Jährige im Schulministerium für die Bereiche Bildungsforschung und Qualitätsentwicklung zuständig. Ihm sei es ein großes Anliegen, die Schulen über die Agentur mittelbar und unmittelbar zu unterstützen, betonte Egyptien: „Das braucht Zeit, der Aufbau hat gerade erst begonnen – aber wir fangen jetzt an!“

Bis zum Jahr 2015 soll das Institut mit insgesamt acht Arbeitsbereichen schrittweise aufgebaut werden. „Wir befinden uns also in einem zweijährigen Umbau- und Entwicklungsprozess“, betonte Schulministerin Sylvia Löhrmann. Anders als in allen anderen Bundesländern habe es in NRW in den vergangenen Jahren keine beratende Stelle für das Schulministerium gegeben. Dieses war unter der Regierung von Schwarz-Gelb aufgelöst worden. Tätig werden soll das neue Institut laut Ministerium unter anderem hinsichtlich der Entwicklung von Lehrplanentwürfen und Unterrichtsmaterialien, Lehrerfortbildungen sowie der Qualifizierung von Schulleitungen, der Inklusion sowie der Analyse schulfachlicher Entwicklungen.

„Ich bin herzlich froh, dass die Schulen dieses Angebot jetzt wieder haben“, betonte die GRÜNEN-Sprecherin Sigrid Beer. Gerade der Bereich der Fort- und Weiterbildung können nun wieder deutlich unterstützt werden, so auch Renate Hendricks für die SPD. „Das Landesinstitut in Soest habe ich immer als Bereicherung empfunden“, unterstrich Monika Pieper (PIRATEN). Allerdings wünsche sie sich mehr Kooperation direkt mit den Schulen.

Weniger zufrieden mit der neuen Agentur zeigte sich Petra Vogt von der CDU-Fraktion: „Für uns ist dieses Institut konzeptionell falsch angelegt.“ Um überhaupt Sinn machen zu können, müsste die Agentur eigentlich autonom sein. Stattdessen präsentiere sie sich jedoch eher als „aufgeblähtes Schulministerium“, da es unter dessen Fachaufsicht stehe. Diese Bedenken teilte auch die Oppositionskollegin Yvonne Gebauer (FDP). Sie kündigte an: „Wir werden ganz genau beobachten, wohin die Reise des Landesinstituts geht.“  

Text: Daniela Braun
Foto: Bernd Schälte

 

Herausgeberin: Die Präsidentin des Landtags
Redaktion: Hans Zinnkann, Pressesprecher; Florian Melchert, stv. Pressesprecher
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