Landtag Nordrhein-Westfalen
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Kommentar zu den bisherigen Landtagswahlen

Bislang 17 mal wurde der Landtag NRW, die Volksvertretung des Landes Nordrhein-Westfalen, gewählt. Die erste Wahl fand am 20. April 1947, die bisher letzte am 14. Mai 2017 statt. Im ersten gewählten Landtag NRW waren CDU, SPD, KPD, Zentrum und FDP vertreten. Nach der jüngsten Wahl 2017 gehören CDU, SPD, FDP, AfD und GRÜNE dem NRW-Parlament an. Die zuvor im Landtag vertretenen PIRATEN scheiterte bei dieser Wahl an der 5-Prozent-Hürde.

Bei der Wahl 1947 waren 7,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Im Jahr 2012 waren es 13,2 Millionen Menschen gewesen. An der Wahl 1947 beteiligten sich 67,7 Prozent der Wahlberechtigten. Mit 64 Prozent war die Wahlbeteiligung 1995 und mit 56,7 Prozent im Jahr 2000 noch niedriger gewesen. Bei der Wahl 2005 stieg die Wahlbeteiligung auf 63 Prozent. 2010 sank sie wieder auf 59,3 Prozent. Und 2012 stieg sie geringfügig auf 59,6 Prozent.

Die höchste Wahlbeteiligung ist mit 86,1 Prozent für das Jahr 1975 zu verzeichnen.

Plakat der SPD 1970 Plakat der CDU 1975 Plakat der Grüne 1990 Plakat der FDP 1980
SPD 1970 CDU 1975 Grüne 1990 FDP 1980


Die Zahl der Nichtwählerinnen und Nichtwähler schwankt im Rückblick zwischen 2,5 und 5,5 Millionen. In den Wahljahren 1947, 1950, 1995, 2000, 2005, 2010 und 2012 war die Gruppe der Nichtwähler stärker als jede Partei.

Im 1947 gewählten Landtag  NRW  betrug die Zahl der Mandate 216. Nach der Wahl 1950 waren es 205 Mandate und von 1954 bis 1975 jeweils 200 Mandate. 1980 wurden 201 Mandate vergeben. Durch Überhang und Ausgleichsmandate stieg die Zahl der Mandate bei der Wahl 1985 auf 227, 1990 auf 239, 1995 auf 221 und im Jahr 2000 auf 231. Bei der Wahl 2010 wurde mit 181 Abgeordneten exakt die gesetzlich festgelegte Mindestzahl an Mandaten erreicht. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate ist die Zahl der Abgeordneten 2012 auf 237 gestiegen.

Die bisher höchste Zahl an Mandaten, nämlich 239, ergab sich durch Überhang und Ausgleichsmandate in der Wahlperiode 1990 bis 1995. Der Landtag NRW hat die gesetzlich festgelegte Mindestzahl an Mandaten ab der Landtagswahl 2005 von 201 auf 181 verringert. Auch die Zahl der Wahlkreise wurde reduziert, von 151 auf 128. Über die Landesreservelisten der Parteien ziehen nun mindestens 53 statt zuvor 50 Abgeordnete in den Landtag ein.

Lässt man die Zeit der beiden von der britischen Besatzungsmacht ernannten Landtage außer Acht, können zehn Phasen unterschieden werden, für die unterschiedliche politische Konstellationen charakteristisch sind:

1947 bis 1950: Ministerpräsident Karl Arnold (CDU) regiert in einer Koalition aus CDU, SPD, Zentrum und KPD. Einzige Oppositionsfraktion ist zunächst die FDP. Im Februar 1948 scheidet die KPD aus der Regierung aus.

1950 bis 1956: Die CDU regiert das Land weiter mit Ministerpräsident Karl Arnold, der zunächst mit dem Zentrum und ab 1954 auch mit der FDP eine Regierungskoalition bildet.

1956 bis 1958: Mit Hilfe eines konstruktiven Misstrauensvotums von SPD und FDP wird Arnold 1956 gestürzt. Ministerpräsident Fritz Steinhoff (SPD) bildet eine Koalition aus SPD, FDP und Zentrum.

1958 bis 1966: Bei der Wahl 1958 erreicht die CDU die absolute Mehrheit und regiert mit Ministerpräsident Franz Meyers allein. Nach den Wahlen 1962 und 1966 bildet er eine Koalition mit der FDP. Bei der Wahl im Juli 1966 hatte die SPD allerdings die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt.

1966 bis 1980: Die Zeit der sozialliberalen Koalitionen, zunächst mit Ministerpräsident Heinz Kühn (SPD), der im Dezember 1966 durch ein konstruktives Misstrauensvotum Regierungschef wird, und ab 1978 mit Ministerpräsident Johannes Rau (SPD).

1980 bis 1995: Die Zeit der sozialdemokratischen Alleinregierungen. Mit Ministerpräsident Johannes Rau erringt die SPD drei Mal hintereinander die absolute Mehrheit.

1995 bis 2005: Bei der Wahl 1995 büßt die SPD ihre absolute Mehrheit ein und ist gezwungen, eine Koalition einzugehen. Nach schwierigen Verhandlungen kommt eine Koalition mit Bündnis 90/Die GRÜNEN zustande. Im Frühjahr 1998 tritt Johannes Rau vom Amt des Ministerpräsidenten zurück. Sein Nachfolger wird Wolfgang Clement. Er setzt die Koalition mit den Grünen fort. Nach der Berufung Clements als Minister für Wirtschaft und Arbeit in das Bundeskabinett, wählte der Landtag Nordrhein-Westfalen den Sozialdemokraten Peer Steinbrück im November 2002 zum Ministerpräsidenten einer rot-grünen Koalitionsregierung.

2005 bis 2010: Die CDU wird eindeutig stärkste Partei bei der Landtagswahl 2005 und geht eine Koalition mit der FDP ein. SPD und Grüne bilden die Opposition im NRW-Landesparlament.

2010 bis 2012: CDU und SPD liegen gleichauf. Die GRÜNEN verdoppeln ihre Sitze im Parlament. Die FDP gewinnt leicht dazu. Die LINKE kommt als 5. Fraktion in den Landtag. SPD und GRÜNE bilden eine Minderheitsregierung. Die beiden Fraktionen verfügen über 90 von 181 Mandaten. Nach gescheiterten Haushaltsberatungen beschließt der Landtag knapp zwei Jahre später am 14. März 2012 einstimmig seine vorzeitige Auflösung und macht so den Weg für Neuwahlen frei. Bei der Wahl am 13. Mai 2012 erzielt die SPD 39,1 (99 Sitze), die CDU kommt auf 26,3 Prozent (67 Sitze), die GRÜNEN auf 11,3 Prozent (29 Sitze), die FDP auf  8,6 Prozent (22 Sitze) und die Piraten auf 7,8 Prozent (20 Sitze). Als Termin für die konstituierende Sitzung des neu gewählten Parlaments beschließt der Ständige Ausschuss den 31. Mai 2012.

 

Die SPD erzielte ihre besten Ergebnisse in
1995
Duisburg IV mit 65,9 %
Essen III mit 65,4 %
Dortmund III mit 64,0 %
2000
Dortmund III mit 61,2 %
Duisburg IV mit 60,4 %
Duisburg V mit 59,9 %
2005
Unna III - Hamm II mit 55,9 %
Duisburg IV mit 52,9 %
Gelsenkirchen I mit 51,8 %
2010
Unna III - Hamm II mit 51,7 %
Duisburg IV mit 49,0 %
Oberhausen mit 48,6 %
2012
Duisburg IV mit 55,5 %
Unna III - Hamm II mit 55,0 %
Duisburg II mit 53,5 %
Am schlechtesten schnitt sie ab in
1995
Borken II mit 31,1 %
Heinsberg I mit 31,0 %
Paderborn I mit 30,4 %
2000
Coesfeld II mit 30,0 %
Münster I mit 29,2 %
Paderborn I mit 27,7 %
2005
Borken II mit 24,0 %
Höxter mit 23,8 %
Paderborn I mit 21,3 %
2010
Rhein-Sieg-Kreis III mit 24,8 %
Rhein-Kreis Neuss III mit 24,3 %
Paderborn I mit 23,1 %
2012
Rhein-Sieg-Kreis III mit 29,6 %
Bonn II mit 29,1 %
Paderborn I mit 27,6 %
Die CDU erzielte ihre besten Ergebnisse in
1995
Olpe mit 57,6 %
Paderborn I mit 57,3 %
Heinsberg I mit 56,2 %
2000
Olpe mit 56,6 %
Paderborn I mit 56,6 %
Borken II mit 54,5 %
2005
Paderborn I mit 65,2 %
Olpe mit 64,0 %
Borken II mit 62,9 %
2010
Paderborn I mit 51,7 %
Olpe mit 51,1 %
Coesfeld I - Borken III mit 49,3 %
2012
Paderborn I mit 44,1 %
Olpe mit 43,1 %
Borken II mit 41,9 %
Am schlechtesten schnitt sie ab in
1995
Dortmund III mit 22,8 %
Duisburg IV mit 22,7 %
Essen III mit 22,0 %
2000
Ennepe-Ruhr-Kreis III mit 23,6 %
Bochum I mit 23,5 %
Duisburg IV mit 22,7 %
2005
Köln IV mit 30,6 %
Unna III - Hamm II mit 30,1 %
Köln III mit 28,3 %
2010
Duisburg III mit 21,2 %
Duisburg IV mit 21,2 %
Köln III mit 20,0 %
2012
Dortmund I mit 15,0 %
Duisburg III mit 14,4 %
Köln III mit 13,7 %
Die GRÜNEN erzielten ihre besten Ergebnisse in
1995
Köln I mit 29,8 %
Bielefeld II mit 18,8 %
Münster I mit 18,6 %
2000
Köln I mit 24,9 %
Köln IV mit 19,1 %
Bielefeld II mit 16,5 %
2005
Köln III mit 18,6 %
Bielefeld I mit 16,2 %
Köln I mit 16,0 %
2010
Köln III mit 26,8 %
Köln I mit 23,9 %
Köln II mit 22,7 %
2012
Köln III mit 26,2 %
Köln I mit 22,2 %
Köln VI mit 21,5 %
Am schlechtesten schnitten sie ab in
1995
Hochslkr. III-Siegen-Wittg. mit 6,4 %
Hochslkr. mit 6,3 %
Olpe mit 6,1 %
2000
Hochslkr. I - Soest III mit 3,5 %
Hochslkr. III-Siegen-Wittgst.I mit 3,5 %
Olpe mit 3,5 %
2005
Duisburg IV mit 3,2 %
Hochslkr. II - Soest III mit 3,2 %
Olpe mit 3,0 %
2010
Recklinghausen II mit 7,3 %
Hochslkr. II  mit 7,3 %
Duisburg IV mit 7,1 %
2012
Hochslkr. II mit 6,8 %
Olpe mit 6,7 %
Duisburg IV mit 6,7 %
Die FDP erzielte ihre besten Ergebnisse in
1995
Solingen II mit 7,9 %
Solingen I mit 7,3 %
Köln III mit 7,0 %
2000
Düsseldorf V mit 14,9 %
Mettmann II mit 14,8 %
Warendorf I mit 14,6 %
2005
Köln II mit 10,0 %
Rheinisch-Berg. Kreis mit II 9,7 %
Bonn II mit 9,7 %
2010
Euskirchen I mit 11,4 %
Rhein-Kreis Neuss mit III 11,1 %
Rhein-Sieg-Kreis III mit 10,8 %
2012
Bonn II mit 15,8 %
Düsseldorf I mit 14,9 %
Rhein-Kreis Neuss III mit 14,9 %
Am schlechtesten schnitt sie ab in
1995
Gelsenkirchen II mit 1,5 %
Herne II mit 1,5 %
Duisburg V mit 1,3 %
2000
Duisburg V mit 5,6 %
Duisburg IV mit 5,6 %
Dortmund III mit 4,8 %
2005
Oberhausen I mit 3,4 %
Bottrop mit 3,3 %
Duisburg IV mit 3,0 %
2010
Duisburg III mit 3,5 %
Gelsenkirchen II mit 3,4 %
Duisburg IV mit 3,0 %
2012
Duisburg  III mit 4,2 %
Gelsenkirchen II mit 4,1 %
Duisburg IV mit 3,4 %

 

Durchgängig im Landtag NRW vertreten sind von 1946 bis heute CDU und SPD. Dabei ist zunächst von 1947 bis 1966 eine Vorherrschaft der CDU zu registrieren. Sie ist von 1947 bis 1966 die stärkste Partei in NRW. Die CDU beginnt 1947 mit 37,5 Prozent. Ihr bestes Ergebnis erzielt sie 1958 mit 50,5 Prozent; ihr schlechtestes 2012 mit 26,3 Prozent.

Die SPD dominiert von 1966 bis 2005 und gewann von Wahl zu Wahl von 1947 (32 Prozent) bis 1966 (49,5 Prozent) hinzu. In den 70er Jahren wurde zwar die CDU nochmals stärkste Partei in NRW, musste sich aber gegenüber den Regierungsfraktionen von SPD und FDP mit der Oppositionsrolle begnügen. Die SPD errang dreimal die absolute Mehrheit: 1980 mit 48,4 Prozent, 1985 mit ihrem besten Ergebnis von 52,1 Prozent und 1990 mit exakt 50 Prozent. Bei den Landtagswahlen 1995 und 2000 büßte die SPD Stimmen ein und errang 46 bzw. 42,8 Prozent. Bei der Wahl 2005 verliert die SPD gegenüber dem Jahr 2000 5,7 Prozentpunkte und muss nach 39 Jahren in die Opposition. 2010 erzielt sie 34,5 Prozent. 2012 klettert sie wieder auf 39,1 Prozent.

Die FDP war mal Mehrheitsbeschafferin für die CDU, mal für die SPD. Insgesamt war die FDP 27 Jahre lang in wechselnden Koalitionen an der Regierung beteiligt. Ihren größten Erfolg erzielte sie bei der Landtagswahl 1950 mit 12,1 Prozent. Bei den Wahlen 1980 und 1995 scheiterte die FDP an der 5-Prozent-Klausel und war demzufolge nicht im Landtag NRW vertreten. Nach der Wahl vom 14. Mai 2000 zog die FDP mit 9,8 Prozent wieder in den Landtag ein. Bei der Landtagswahl 2005 verlor die FDP zwar 3,6 Prozentpunkte gegenüber 2000, konnte aber mit der CDU die Landesregierung bilden. 2010 gewinnt die FDP 0,5 Prozentpunkte hinzu - von 6,2 auf 6,7 Prozent. 2012 erzielt sie mit 8,6 Prozent einen Überraschungserfolg.

Den anderen kleineren Parteien war bei den nordrhein-westfälischen Landtagswahlen kein bleibender Erfolg beschieden:

  • Die KPD, die 1947 noch 14 Prozent der Stimmen erhalten hatte, schied 1954, also noch vor ihrem Verbot durch das Bundesverfassungsgericht 1956, aus dem Landtag aus, weil sie die 5-Prozent-Hürde nicht überspringen konnte.
  • Das Zentrum, 1947 mit 9,8 Prozent gestartet, ist ab 1958 nicht mehr im Landtag NRW vertreten.
  • DKP, NPD, Republikanern und BHE (1954:4,6%) gelang nie der Einzug in den Landtag NRW.
  • Erst die GRÜNEN schlugen eine Bresche in die Parteienformation aus SPD, CDU und FDP, die sowohl auf Bundes- wie auch auf der nordrhein-westfälischen Landesebene dominierte. Scheiterten die GRÜNEN bei der Landtagswahl NRW 1985 noch an der 5-Prozent-Hürde, so übersprangen sie diese 1990 mit exakt 5 Prozent und 1995 mit 10 Prozent. 1995 bildeten sie eine Regierungskoalition mit der SPD. Bei der Wahl 2000 kamen sie auf 7,1 Prozent, 2005 sanken die Grünen auf 6,2 Prozent ab und mussten in die Opposition. Bei der Landtagswahl 2010 dagegen steigerten die GRÜNEN sich auf 12,1 Prozent. 2012 erreichten sie 11,3 Prozent.
  • Mit der Partei 'Die LINKE' erweitert sich das Spektrum 2010 auf 5 Fraktionen im Landtag NRW. Mit 5,6 Prozent zog Die LINKE in das NRW-Landesparlament. Bei der Wahl 2012 erhält die Linke lediglich 2,5 Prozent und ist nicht mehr im Landtag vertreten.
  • Die Partei DIE PIRATEN zieht allerdings mit 7,8 Prozent in den Landtag ein, so dass diesem auch weiterhin 5 Fraktionen angehören.


Der Einfluss der Wählerinnen und Wähler, die Vertrauen erneuern, bestätigen oder entziehen, lässt sich auch in der Veränderung der nordrhein-westfälischen Parteienlandschaft ablesen bzw. daran, welche Parteien Abgeordnete in den Landtag NRW entsenden können. 1947 sind noch 5 Parteien im Landtag NRW vertreten: CDU, SPD, KPD, Zentrum und FDP (in der Reihenfolge ihrer Stärke).

Danach ist parallel zu der Entwicklung auf Bundesebene eine Konzentration der Wählerstimmen auf CDU und SPD, die teilweise die Stimmen von Zentrum und KPD aufsaugen können, sowie auf die FDP festzustellen. CDU und SPD erwerben bereits 1947 über 70 Prozent der Stimmen. Von 1958 bis einschließlich der Wahl 1990 bewegen sich die beiden Volksparteien um die 90 Prozent. Der Höhepunkt der Konzentration ist mit dem Zwei-Parteien-Landtag in der Wahlperiode 1980 bis 1985 erreicht. Dann erweitert sich das Spektrum wieder mit dem erneuten Einzug der FDP in den Landtag. 1990 stoßen die GRÜNEN dazu, 1995 hat sich die Zahl der im Landtag NRW vertretenen Parteien wieder auf drei reduziert, seit 2000 sind wieder 4 Fraktionen im Landtag NRW vertreten, seit 2010 sogar 5 Fraktionen.

Das Jahr 1966 bedeutet eine Zäsur in der nordrhein-westfälischen Landespolitik. Bei der Wahl 1947 lag die CDU noch um 5,5 Prozentpunkte vor der SPD. Die SPD gewann jedoch von Wahl zu Wahl dazu und wurde 1966 erstmals stärkste Fraktion. In der Opposition konnte die CDU 1970 und 1975 wieder dazu gewinnen und lag 1975 wieder um 2 Prozentpunkte vor der SPD.

Danach wendete sich wiederum die Gunst der Wählerinnen und Wähler. Die SPD konnte den Abstand zur CDU von 5,2 Prozentpunkte 1980 auf 15,6 Prozentpunkte 1985 steigern. Bei der Wahl 1990 betrug der Abstand noch immer 13,3 Prozentpunkte; 1995 verringerte er sich auf 8,3 Prozentpunkte und 2000 auf 5,8 Prozentpunkte. Bei der Landtagswahl 2005 drehte sich der Wind dann vollends: Nun hat die CDU einen Vorsprung gegenüber der SPD von 7,7 Prozentpunkten. 2010 liegen beide Parteien gleichauf, wobei die CDU einen Stimmenvorsprung von 5.882 hat. 2012 wiederum lässt die SPD die CDU mit 12,8 Prozentpunkten hinter sich. In der Summe haben die beiden Volksparteien CDU und SPD heute 65,4 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen.

Auch bei den Direktmandaten läßt sich die Verschiebung zugunsten der SPD erkennen:

  • 1950 errang die CDU 93 Mandate direkt gegenüber 52 der SPD.
  • 1985 konnte die CDU nur noch 26 Mandate direkt gewinnen gegenüber 125 der SPD.
  • 1990 erwarb die CDU 29 und die SPD 122 Direktmandate.
  • 1995 holten 43 Christdemokraten und 108 Sozialdemokraten die Direktmandate.
  • 2000 verteilten sich die Direktmandate auf 49 Christdemokraten und 102 Sozialdemokraten.
  • 2005 lag die CDU bei den Direktmandaten wieder vorn - mit 89 zu 37 der SPD.
  • 2010 holt die CDU 67, die SPD 61 Direktmandate.
  • Und 2012 konnte die SPD 99 Direktmandate gegenüber nun 29 der CDU gewinnen.

Der 16. Landtag NRW hat sich am 31. Mai 2012 mit 237 Abgeordneten konstituiert. Sie sind die Volksvertretung für das 18 Mio. Einwohner starke Nordrhein-Westfalen.

Aus der Landtagswahl am 14. Mai 2017 ging die CDU als stärkste Kraft hervor. Sie erhielt 33 Prozent der Zweitstimmen. Die SPD erreichte 31,2 Prozent, die FDP 12,6 Prozent, die AfD 7,4 Prozent und die GRÜNEN  bei 6,4 Prozent.

Die Linke scheiterte mit 4,9 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Die PIRATEN verfehlten den Wiedereinzug in den Landtag (1 Prozent).

Dem neuen Landtag der 17. Wahlperiode gehören 199 Abgeordnete an. Die CDU-Fraktion kommt auf 72 Sitze, die SPD auf 69, die FDP auf 28, die AfD auf 16 und die GRÜNEN haben 14 Sitze im neuen Parlament.  

Die Wahlbeteiligung lag bei 65,2 Prozent (2012: 59,6 Prozent).

Die 17. Wahlperiode beginnt am 1. Juni 2017 mit der konstituierenden Sitzung des Landtags.

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Fax    0211 884 2250
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