Landtag Nordrhein-Westfalen
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"Tzaphon" – von Dani Karavan

Der Vorplatz vor dem Landtagsgebäude wird bestimmt, aber nicht beherrscht von der Stahlskulptur des israelischen Künstlers Dani Karavan. Das ist erstaunlich bei den Ausmaßen von 15 Metern Durchmesser und dem Gewicht der Stahlplatte von 120 Tonnen. Es ist jedoch typisch für Karavan, dass er seine Arbeiten sehr präzise auf den Ort bezieht - Resultat eines genauen Studiums der städtebaulichen oder landschaftlichen Umgebung. So integriert sich sein Werk in das Rondell vor dem Landtagsgebäude. Wie aus dem Boden erwachsend, nimmt die Stahlplatte die Schräge des Eingangsbereichs auf. "Ich bin wie ein Schneider", erklärt der Künstler, "ich passe alle meine Werke genau ihrem Ort an." Das bedeutet beispielsweise, dass die Sicht auf das Gebäude nicht beeinträchtigt wird.

Den Passanten und Besuchern des Parlaments bleibt schon von weitem der Einblick in und durch das Gebäude: Demokratie soll und muss öffentlich und durchschaubar sein - eine Leitlinie, die der Architekt mit dem Gebäude sehr deutlich zum Ausdruck gebracht hat und die Karavan mit seinem Werk "Tzaphon" unterstützt.

Die die Stahlplatte durchquerende Schiene verleiht dem Werk Karavans einen besonderen Akzent: Sie weist nicht nur den Weg durch die große Freifläche hin auf den Eingang und die Glasflächen des Gebäudes - die gesamte Rondellgestaltung ist einladend und heißt die Besucherinnen und Besucher willkommen. Der Landtag Nordrhein-Westfalen erhebt den Anspruch, ein Haus für die Bürgerinnen und Bürger zu sein.

Mit der Schiene verbinden sich aber noch weitere Aspekte. Sie verläuft von Nord nach Süd. Karavan hat seiner Arbeit den Titel "Tzaphon" gleich "Nord" gegeben; im Hebräischen hat das Wort aber auch den gleichen Ursprung wie das Wort "Matzpen" gleich "Kompass" und das Wort "Matzpoun" gleich "Bewusstsein". Die Mehrdeutigkeit ist gewollt. Stahl und Schiene schließlich verweisen auf die schwerindustrielle Vergangenheit und die wirtschaftliche Kraft Nordrhein-Westfalens. Das ursprünglich als Brunnen konzipierte Werk symbolisiert die Lebensader des Landes, den Rhein. Durch die Schiene fließt Wasser. Im Winter beheizt, sollte das Wasser und der entstehende Dampf den Brunnen überziehen. Es wäre ein Bild von beeindruckender Ausdrucksstärke.

Es ist schade, dass dies aus technischen und aus Sicherheitsgründen nicht verwirklicht werden konnte. Der Verweis auf Schwerindustrie und den Rhein demonstriert, wie sich Karavan mit der Geschichtlichkeit und Funktionalität der Umgebung seiner Kunstwerke auseinandersetzt. Er nutzt die historischen Potenziale eines Ortes. All das jedoch ohne aufgeblasene Erhabenheit. Im Gegenteil: Nicht nur sein Werk vor dem Landtag NRW ist bewusst öffentlicher Raum, der begangen und benutzt, auf dem herumgeklettert werden kann. Die Jugend macht davon mit Rollschuhen oder Skateboards ab und zu Gebrauch.

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