Landtag Nordrhein-Westfalen
Suchfunktion

Sie sind hier:  Start

Navigation
Dokumentinhalt

5 Fragen an den Abgeordneten Daniel Sieveke

Vita
Fraktionszugehörigkeit CDU
Beruf Bankkaufmann/Sparkassenbetriebswirt
Geburtstag 30.11.1976
Telefon (0211)884-2908 (dienstlich)
(05251)87577-1 (dienstlich)
Fax (0211)884-3321 (dienstlich)
(05251)87577-3 (dienstlich)
E-Mail daniel.sieveke@landtag.nrw.de (dienstlich)
Internet www.daniel-sieveke.de
facebook.com/​daniel.sieveke
www.xing.com/​profile/​daniel_sieveke
twitter.com/​daniel_sieveke
youtube.com/​danielsieveke
instagram.com/​danielsieveke
Postanschrift Wahlkreisbüro
Liboriberg 21
33098 Paderborn
Wahlkreis/Landesliste Paderborn II

Weitere Informationen finden Sie hier

 

1. Wie sind Sie in die Politik gekommen?
Geprägt haben mich vor allem politische Diskussionen „am Küchentisch“ in meinem Elternhaus. Meine Eltern und Geschwister haben sicher den Grundstein dafür gelegt, dass ich mich quasi seit ich denken kann für politische Entscheidungswege interessiert habe. Meine Eltern sind von der Politik Adenauers und Erhards und dem damit verbundenen Aufbau der Bundesrepublik stark beeinflusst worden. Als Handwerksunternehmer und Einzelhandelskaufleute sind sie selbst – wie so viele – ein aktiver Teil des Wiederaufbaus und des Wohlstandswachstums gewesen. Für mich war es dann später ganz besonders Helmut Kohl, der mich beeindruckt hat. Seine historische Leistung zur Einheit Deutschlands und Europas hat schon sehr begeisternd auf mich gewirkt. Zunächst als Schülersprecher am Paderborner Gymnasium Theodorianum und dann auch über die Junge Union habe ich meine ersten politischen Schritte gewagt und bin diesen Weg dann schließlich konsequent in der CDU weitergegangen, bis hin zum Berufspolitiker, was ich übrigens nicht für ein Schimpfwort halte. Vielmehr geht es darum, als Politiker sein eigenes Leben in den Dienst der Gesellschaft zu stellen, und das in aller Öffentlichkeit. Mit allen Vorteilen, und mit allen Nachteilen. Ein selbst gewähltes Schicksal, das durch das Votum vieler an der Wahlurne zu einer Ehre und zu einem verantwortungsvollen Amt wird.

 

2. Was sind Ihre politischen Grundsätze?

Man muss authentisch bleiben. Was für ein langweiliger Satz. Und trotzdem ist er wahr. Wie viele in der Politik verlieren über die Jahre den Boden unter den Füßen? Da kommt der Rückruf dann irgendwann nicht mehr vom gewählten Bürgermeister, sondern von seinem Sprecher. Delegieren muss man, ja klar. Aber warum ist man denn in die Politik gegangen? Vom „Gestalten“ ist da oft die Rede. Vom „Mitwirken“. Alles richtig. Aber man muss ehrlich bleiben, vor allem zu sich selbst. Das habe ich mir vorgenommen, und ich gebe auch zu, das fällt mir nicht immer leicht. Wenn ich einem unzufriedenen Bürger einen bestimmten Sachverhalt einhundert Mal erklärt habe, ich alles versucht habe und sogar etwas bewegen konnte, und dann die andere Seite immer noch voller Kritik und Unverständnis ist, an solchen Tagen ist der Beruf des Politikers und Abgeordneten nicht „vergnügungssteuerpflichtig“. Wenn dann aber am gleichen Tag, ganz unerwartet, eine Bürgerin mir beim Bäcker in der Mittagspause auf die Schulter klopft: „Das haben Sie aber richtig gesagt, Herr Sieveke!“, dann weiß ich wieder, warum wir die Aufgabe haben, an Meinungsbildung mitzuwirken und Meinungen abzubilden, warum wir eben gerade strittige Themen zu Lösungen, wenn auch oft zu Kompromisslösungen, führen sollen und führen. Weil es letztlich dem Gemeinwohl dient. Irgendwer muss bereit sein, dafür zu streiten. Mir ist es daher ganz besonders wichtig, auch in solchen Phasen eines politischen Streits morgens noch in den Spiegel zu schauen und sagen zu können: „Ja, Daniel Sieveke, kenne ich, habe ich gewählt, wähle ich auch nächstes Mal wieder!“ Wenn meine Ehefrau und meine Kinder das dann auch noch so bestätigen können, kann der Tag beginnen. Allen kann man es natürlich nicht Recht machen, man kann nicht eigene Überzeugungen haben, bei mir gehört dazu vor allem auch eine ständige Selbstreflexion als Christ, ohne jemals mit den Überzeugungen anderer in Konflikt zu geraten. Auch das ist ein Grundsatz, den aber glücklicherweise die meisten Politikschaffenden erfolgreich verinnerlicht haben.

 

3. Was schätzen Sie besonders an NRW?

Das ist vor allem die Unterschiedlichkeit der Landesteile und Regionen. Man kann so vieles erleben und unternehmen in Nordrhein-Westfalen, das ist schon toll. In der Politik konzentrieren wir uns oft zu schnell und zu sehr auf das Negative. Auf Einbruchsstatistiken, auf Staus auf den Straßen, soziale Probleme in Ballungsräumen, demographische Probleme in ländlichen Räumen, das Wirtschaftswachstum, den Haushalt oder die Bildung. Wir können tatsächlich aber alle gemeinsam, parteiübergreifend, bei aller Kritik, absolut stolz sein auf dieses Nordrhein-Westfalen, das seit dem Krieg immer wieder Impulsgeber, Motor, aber auch geistiges und kulturelles Zentrum für die ganze Bundesrepublik gewesen ist und auch weiter so fungiert. Meine Heimatstadt Paderborn ist dabei ein starker Teil von Ostwestfalen-Lippe, das wiederum inzwischen bundesweit und international einen hervorragenden Ruf als Wirtschafts- und IT-Region errungen hat. Dazu haben nicht nur die Paderborner Universität und die Fachhochschulen beigetragen, sondern auch die vielen kleinen und mittelständischen Familienunternehmen am Standort. Und auch sportlich geht in Paderborn viel mehr als nur Fußballbundesliga, wenn das auch unser geschätzter Imageträger Nr. 1 geworden ist. Kirche und Kultur, fantastische Schützenfeste oder das große alljährliche Libori-Fest: Paderborn ist immer eine Reise wert. Veranstaltungstipps gebe ich daher auch immer wieder und auch in Zukunft gerne direkt am Mikro im Plenarsaal des Landtags, das Präsidium möge es mir verzeihen.

 

4. Welcher Erfolg ist Ihnen besonders wichtig?

Vieles ist emotional bewegend, aber nicht alles Wünschenswerte kann auch „bedient“ werden. Politik muss nein sagen können. Ich sehe es daher als meinen Erfolg an, in der Vergangenheit auch gelegentlich nein gesagt zu haben. Das ist auch, aber nicht immer, öffentlich geschehen. So habe ich mich in meiner Fraktion von Beginn an kritisch gegenüber dem Thema der schulischen Inklusion gezeigt und ehrlich gesagt, halte ich den in NRW eingeschlagenen Weg, nicht nur in seiner Machart, sondern grundlegend auch weiterhin für falsch.

Der sogenannte „Schulfrieden“ zwischen Landesregierung und Opposition, den wir gemeinsam gefunden haben, das ist zum damaligen Zeitpunkt ein echter Erfolg gewesen und das bleibt er im Rückblick auch. Denn die demographischen Probleme im ländlichen Raum und die entsprechenden drohenden Schulschließungen waren schon ein immenses Problem. Dennoch bin ich heute, in Anbetracht der Flüchtlingskrise, der Meinung, dass der Schulfrieden in der Form aufgekündigt werden muss, dass wir dringend wieder mehr und lauter, das heißt gemeinsam mit allen Betroffenen, konstruktiv streiten müssen. Und zwar streiten über die besten Lösungen und darüber, wie diese gigantische Herausforderung von Bildung und Integration in unserem Bundesland gemeistert werden soll. Heute wäre es also ein wichtiger Erfolg, den „Schulfrieden“ schnell zu beenden und einzusteigen in die notwendigen Debatten.

Für mich persönlich halte ich es als Vorsitzender des Innenausschusses im Landtag Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit weiteren Kolleginnen und Kollegen aus diesem wichtigen Fachbereich, für einen Erfolg, dass zuletzt wieder mehr Wertschätzung gegenüber denjenigen Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst signalisiert wurde, die sich für die Innere Sicherheit in unserem Land tagtäglich einbringen. Dazu gehören natürlich die Polizei, unsere Feuerwehren, das gesamte Rettungswesen, das THW, auch die Bundeswehr und viele mehr. Bis hin zu kleineren Berufsgruppen wie z. B. dem Justizwachtmeisterdienst NRW, der sich um die Sicherheit in den Gerichten kümmert. Ich halte es für immens wichtig, diesen Menschen echte Wertschätzung entgegen zu bringen. Das muss nicht immer nur monetär sein, aber natürlich auch! Leider gelingt das einer Regierung nicht immer, gerade wenn Finanzen und Termine drücken. Aber dafür muss man Mittel und Zeit freischaufeln, denn die Innere Sicherheit ist meiner Meinung nach das Kernthema Nummer 1, noch vor Finanzen und Bildung. Denn ohne ein grundlegendes Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung fängt unsere Gesellschaft an zu wackeln.

 

5. Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Neben den diversen politischen Gremien, denen ich angehöre und die auch meiner Biographie auf den Internetseiten des Landtags zu entnehmen sind, verbringe ich den Großteil meiner Freizeit natürlich mit meiner Familie. Meine Jungs sind sich als Zwillinge zwar manchmal schon einig, bevor ich erkannt habe, was genau gerade anliegt, aber dennoch haben wir unglaublichen Spaß zusammen. Sei es auf dem Fußballplatz, beim Einkaufen, Spazierengehen oder im kirchlichen Gemeindeleben. Meine Frau schätzt es übrigens sehr, wenn „ihre Männer“ sich auch einmal miteinander beschäftigen können. Noch schöner ist es aber natürlich, gemeinsam mit der ganzen Familie etwas zu unternehmen. Die jährlichen Highlights in Paderborn, allen voran das Libori-Fest und das Schützenfest des Paderborner Bürgerschützenvereins von 1831 e. V. sind auf jeden Fall Veranstaltungen, zu denen man fast durchgehend alle Sievekes an allen Tagen antreffen kann: beim Schützenfest in der Regel unter dem Dach der kleinen und bescheidenen „Kämper-Kompanie“, zu Libori im Hohen Dom genauso gerne wie im schon traditionsreichen „Auffenberg´s Biergarten“.

 

Beiträge in alleiniger Verantwortung der/des Abgeordneten

Termine
aktueller Monat: Juli  2017
KW Mo Di Mi Do Fr Sa So
26          1 2
27 3 4 5 6 7 8 9
28 10 11 12 13 14 15 16
aktuelle Kalenderwoche29 17 18 19 20 Heute: 21 22 23
30 24 25 26 27 28 29 30
31 31            

Metanavigation
Fenster schliessen