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Die Schulbesuche des Monats Februar

Werbung für die Demokratie

(1.3.2019) Nur eine einzige Schülerin unter den anwesenden 170 Jugendlichen des Gymnasiums Petershagen hatte bereits einmal den Landtag Nordrhein-Westfalen besucht. Die Anfahrt von Petershagen nach Düsseldorf ist zeit- und kostenaufwendig. Genau dies ist der Grund für das Projekt „Präsidium macht Schule“, denn hier besuchen die Mitglieder des Präsidiums Schulen vor Ort. Über das Kommen der Präsidiumsmitglieder in ihre Schule (trotz Schnee, Eis und unfallbedingten Staus auf den Autobahnen) freuten sich im Februar sechs Schulen: neben dem Gymnasium Petershagen drei Schulen in Tecklenburg, die Grundschule Weyer in Solingen und das Berufskolleg Siegburg. Hier sind die Einzelheiten.

01.02.2019
Lena und Robin hatten die Idee, einen „Tag der Demokratie" an ihrer Schule, dem Städtischen Gymnasium Petershagen, zu organisieren. Mit Workshops, Vorträgen und - einer Fragestunde mit der Vizepräsidentin des Landtags, Angela Freimuth. „In der Jahrgangsstufe Q2 sind ganz besonders qualifizierte, außergewöhnlich reflektierte und politisch interessierte Jugendliche", freute sich Schulleiterin Karin Fischer-Hildebrand und unterstützte die Idee.
Die Fragen der 17- bis 18-Jährigen drehten sich um den notwendigen Breitbandausbau, Integration und Populismus. Auch spezielle Fragen wie „Warum gibt es Straßenbaugebühren?" oder "Wie sind Sie als Werkzeugmacherin in den Landtag gekommen?" wurden gestellt.
„Was tut NRW, damit bei uns sowas wie in Chemnitz nicht passiert?", wollte Sandrina wissen. „Oft bin ich überrascht über die politische Unkenntnis, die mir begegnet. Wir haben ja in nächster Zeit eine Reihe von Wahlen: beteiligt euch! Engagiert euch für etwas, statt dagegen, vertraut auf eure Fähigkeit, nachzudenken und zu hinterfragen. Checkt Quellen. Wir wollen mündige Bürger, die sich ihre eigene Meinung bilden", antwortete Angela Freimuth.  In Petershagen gibt es diese ganz offensichtlich schon.


14.02.19
Eine Stadt, drei Schulen, 600 Schülerinnen und Schüler: Landtagspräsident André Kuper besuchte die Hauptschule, die Gesamtschule und das Gymnasium in Tecklenburg. Bürgermeister Stefan Streit, der hierzu eingeladen hatte und den ganzen Vormittag beobachtend dabei war, fasste anschließend so zusammen: „Das war eine Liebeserklärung an die Demokratie am Valentinstag!“
Zunächst stellten die Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Klasse Fragen. „Was wäre, wenn Sie bei der nächsten Wahl nicht mehr gewählt würden?“, wollte zum Beispiel eine Elfjährige wissen. André Kuper erläuterte, er habe sozusagen einen befristeten Arbeitsvertrag für fünf Jahre. „Alle fünf Jahre müssen wir den Arbeitsvertrag neu aushandeln, denn dann ist Wahl.“ „Was können wir Kinder denn verändern?“, wollte ein Mitschüler wissen. „Ihr könnt euch Gedanken machen, wie die Welt in 20 oder 30 Jahren aussehen soll und ich fände es gut, wenn ihr euch jetzt schon ehrenamtlich engagieren würdet“, antwortete der Präsident des Landtags.
Bei den älteren Schülern gab es ein breites Spektrum an Fragen aus den verschiedensten Themenbereichen: Polizei-Razzien, Digitalisierungspakt, Baustellen-Management, Wahlalter ab 16, Kita-Ausbau Studien-Kollegs für Geflüchtete… Schulleiterin Evelyn Futterknecht freute sich anschließend: „Man sieht am frenetischen Applaus, wie sehr sich die Schülerinnen und Schüler für Politik begeistern lassen. Es ist toll zu sehen, dass sie sich für die Mitgestaltung der Zukunft interessieren.“


15.02.2019
Auch nach fast 400 Schulbesuchen des Landtags-Präsidiums gibt es immer wieder ganz neue und überraschende Fragen, die bisher von Schülerinnen und Schüler noch nicht gestellt wurden. So wollten die Viertklässler der Grundschule Weyer in Solingen von Vizepräsidentin Carina Gödecke unter anderem wissen: Ob sie eine Schweigepflicht habe, was sie von „Friday for Future“ halte und was sie als letztes im Landtag beschlossen habe.
Die Neun- bis Zehnjährigen waren erstaunlich politisch interessiert und hatten durch regelmäßige „Kinderkonferenzen“ in der Schule bereits Erfahrung mit Abstimmungen.
„Gibt es eine Kleiderordnung im Landtag?“, wollten sie wissen. „Ich würde nicht mit Flip-Flops ins Parlament gehen“, antwortete Carina Gödecke, deren Vorbild, erfuhren die Kinder, übrigens ihre Mutter war. Auch diese hatte sich bereits politisch engagiert, in einer Zeit, in der das für Frauen noch sehr ungewöhnlich gewesen sei.
Schulleiterin Claudia Bialowons war nach den zwei Schulstunden stolz auf ihre Viertklässler: „Erstaunlich, was ihr für tolle Fragen hattet - besonders zum Digitalpakt und zum Klimawandel!“, lobte sie.


18.02.2019
2700 Schülerinnen und Schüler hat das Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg. 175 von ihnen aus den 11er und 12er Klassen der höheren Handelsschule, des beruflichen Gymnasiums und des Standortes Eitorf versammelten sich in der Aula in Siegburg, um mit Landespräsident André Kuper zu diskutieren.
Arbeitsplätze, eine bundeseinheitliche Bildungspolitik, der Brexit, Volksbegehren, Tempolimit, Kohleausstieg und vieles mehr wurde thematisiert. Die sehr höflichen und disziplinierten Jugendlichen stellten natürlich auch persönliche Fragen: „Sie haben keine Planungssicherheit in Ihrem Job - stellen Sie deshalb die Politik über alles?“, wollten sie beispielsweise wissen oder „Wie geht man damit um, wenn es Kritik hagelt?“ Nach zwei Stunden beendete André Kuper die Veranstaltung mit dem Appell, am 26. Mai wählen zu gehen. Denn, so sagte er, er mache sich Sorgen um die Zukunft der Demokratie, die Europawahl in diesem Jahr sei eine Schicksalswahl für Europa. 

(Text und Fotos: D. Dietsch / Landtag NRW)

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