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Musikalischer Empfang für den Landtagspräsidenten

Auf André Kuper warteten in der Marienschule Euskirchen mehr als 60 Jugendliche, ein Chor, eine Bigband und Gäste-Bücher

(9.10.2017) Landtagspräsident André Kuper besuchte in Euskirchen die Marienschule, um mit den 16- bis 17-jährigen Schülerinnen und Schülern über Demokratie zu diskutieren. Begleitet wurde er von Bürgermeister Dr. Uwe Friedl, dem Dezernenten der Bezirksregierung, Stefan Sieprath, sowie aus dem Kreis der eingeladenen Landtags-Abgeordneten von Klaus Voussem. Demokratie, wie wir sie kennen, sei nicht selbstverständlich, sagte Kuper zur Begrüßung in der Aula des Gymnasiums.

Die Geschehnisse in anderen Ländern zeigten, wie wertvoll Demokratie sei. Ein Parlament sei der richtige Ort für Streit - sonst finde dieser außerhalb und etwaig mit Gewalt begleitet statt. Die Schüler der Qualifizierungsstufe pflichteten ihm bei. So sagte einer der 16-Jährigen: „Unsere Schule hat gerade an der Juniorwahl teilgenommen. Dies hat uns gezeigt, wie einfach wählen ist. Ich frage mich, warum dennoch die Wahlbeteiligung immer so niedrig ausfällt?" André Kuper erwiderte, manche gingen nicht zur Wahl, weil sie zufrieden sein; andere gingen nicht wählen, weil sie unzufrieden seien. Der Landtag arbeite allerdings daran, die frühzeitige Beteiligung von Jugendlichen zu verbessern, damit diese möglichst in großer Zahl wählen gingen.
Die Fragen, welche die Jugendlichen an den protokollarisch höchsten Politiker in Nordrhein-Westfalen hatten, waren bunt gemischt:  Burkaverbot, Braunkohle und Bußgelder für Rettungs-Gassen-Blockierer, das Atomkraftwerk Tihange in Belgien und die  Digitalisierung an Schulen waren ebenso Thema wie die unterschiedlichen Schulsysteme in den Bundesländern.    


„Wenn Sie nicht Politiker geworden wären, was wären Sie dann geworden?", wollte eine Schülerin wissen. Kuper erzählte aus seinen tatsächlichen Stationen des Lebenslaufes und davon, dass er als kleiner Junge den Wunsch hatte: Feuerwehrmann. Er empfehle aber, eine Politikerkarriere nicht zu planen: „Politiker ist man nicht sein Leben lang, immer nur eine begrenzte (Wahl-)Zeit. Ich würde immer erst einmal einen „ordentlichen“ Beruf lernen oder ein Studium absolvieren und Politik nebenbei machen, in Jugendorganisationen und dann zuerst lokal im Stadtrat. Es gäbe viele Kolleginnen und Kollegen, die bei den letzten Wahlen in Land und Bund nicht gewählt worden seien, obwohl sie richtig gut waren."
Wieviel Redezeit ein fraktionsloser Abgeordneter habe, ob man mit den anderen Länderparlamenten zusammenarbeite und was er von Fahrverboten in den Innenstädten halte, wurde gefragt. Alle Fragen wurden abgearbeitet - bis auf die Frage, was er von der AfD halte. Kuper sagte, ein Landtags-Präsident sei wie ein Schiedsrichter. Er müsse professionell mit allen umgehen, die bei einer demokratischen und freien Wahl in den Landtag gewählt worden seien und dürfe sich nicht öffentlich über eine einzelne Partei äußern. Da hakte ein Schüler nach und fragte, ob es denn schwer sein, Neutralität zu wahren? Kuper erwiderte, dies habe er in seiner 15-jährigen hauptamtlichen Bürgermeisterzeit bereits üben können.

Zum Abschluss des Schulbesuchs wurde es noch richtig förmlich: Uwe Friedl legte die Bürgermeisterkette um. Er hatte das Goldene Buch der Stadt Euskirchen mitgebracht, damit die Schülerinnen und Schüler es auch einmal sehen konnten. Der Landtagspräsident wurde gebeten sich einzutragen zwischen Fußball-Weltmeisterin Sonja Fuß (letzter Eintrag) und Kardinal Woelki (geplanter nächster Eintrag).
Auch Schulleiter Jürgen Antwerpen bat um einen Eintrag. Er hatte ein neues Buch dabei, angelegt zum bevorstehenden 150-jährigen Jubiläum der Marienschule. Hier war André Kuper der erste, der sich eintragen durfte.

(Doro Dietsch / Landtag NRW)

 „Rückendeckung“  beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Euskirchen:  Hinter dem Landtagspräsidenten stehen Bürgermeister Dr. Uwe Friedel, Klaus Voussem MdL - der selbst einst Schüler der Marienschule gewesen ist - sowie Schulleiter Jürgen Antwerpen (von links nach rechts).

Die Balance sei wichtig zwischen Leben und Lernen, so Oberstudiendirektor Jürgen Antwerpen. Diese Einstellung merkte man in der Marienschule, denn Chor und Bigband waren wie selbstverständlich Teil des Programms.

Eindrucksvoll: Rolf A. Kluenters Film-Projekt, in dem Menschen mit Handicap Hauptdarsteller sind, besichtigte der Landtagspräsident anschließend im Stadtmuseum. Das innovative, inklusive Kunstprojekt entstand mit Hilfe der Bewohner des heilpädagogischen Zentrums der Lebenshilfe Euskirchen. Kunst als Sprache der Inklusion - das gefiel André Kuper besonders gut. Natürlich gab es auch hier einen Gästebucheintrag.


Zum Abschluss des Besuchstages in Euskirchen wurde noch ein Blick in die Thermen- und Badewelt  geworfen. Hier kann man unter Palmen entspannen.

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