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Bundesländer sind wichtig

Eckhard Uhlenberg diskutierte mit Schülern des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs in Coesfeld über Föderalismus

(14.3.2017) Bundesländer zu haben sei gut: Wenn nicht alle Entscheidungen in Berlin getroffen würden, seien die Lebensverhältnisse ausgewogener und der ländliche Raum habe es besser als in Ländern mit Zentralregierung. Diese Meinung vertrat der Vize-Präsident vor interessierten angehenden Verwaltungs-Fachangestellten im Europaraum der Schule in Coesfeld.

In 14 Tagen bereits gebe es eine Landtagswahl im Saarland; dies sei allerdings ein sehr kleines Bundesland - da habe Nordrhein-Westfalen schon ein anderes Gewicht, erläuterte Uhlenberg. Welchen Einfluss die Entscheidungen von NRW denn auf die Bundespolitik hätten, wollten  die Schüler/innen wissen. Eckhard Uhlenberg erklärte, NRW habe im Bundesrat sechs Stimmen, mit denen es seine Interessen vertreten könne: "Und dann muss man Verbündete finden - ohne Kompromisse geht es nicht in der Demokratie." Außerdem gebe es auch eine Konferenz aller Landtagspräsidenten, auch da habe NRW Einfluss. 
Zwei Themenfelder waren im Berufskolleg den Jugendlichen besonders wichtig: Die Agrarpolitik (Uhlenberg: "Früher ging es in der Landwirtschaft um die Preise, heute um Umweltprobleme und das Ansehen der Landwirte") sowie die Ereignisse in den Niederlanden. Uhlenberg ist Vorsitzender der Parlamentariergruppe NRW-Benelux, die sich in dieser Woche noch einmal trifft, um die aktuellen Geschehnisse im Nachbarland zu besprechen.

Was ihn denn angetrieben habe, in die Politik zu gehen, wurde er gefragt. Zum Erstaunen der Jugendlichen erläuterte Uhlenberg, es habe noch kein Fernsehgerät gegeben, als er ein Kind gewesen sei. Sein Vater, ein Kommunalpolitiker, habe im Radio allerdings jeden Tag die Sendung "Echo des Tages" gehört. Da habe er sich immer dazu gesetzt, zugehört und Spaß gefunden an dr Politik. Spaß müsste man auch daran haben, denn das Politikerdasein "fresse ein bisschen auf", es gebe Termine abends und am Wochenende. "Aber ich bin gerne in meinem Wahlkreis unterwegs. Mich sprechen dann viele Leute an und im Gegensatz zu meinen Kindern kaufe ich nichts im Internet", sagte Uhlenberg. Auch gleich im Anschluss an den Schulbesuch in Coesfeld habe er einen Termin in seinem Heimatort, nämlich in der Justizvollzugsanstalt Werl. Dort kümmere er sich seit 37 Jahren um die Insassen und deren Probleme.
Zum Schluss der zweistündige Diskussion appellierte Lehrer Andreas Reuters an seine Schülerinnen und Schüler, im Mai wählen zu gehen: "Wenn sich viele Menschen privat nicht mehr für Politik interessieren, kommt die Politik in ihr Privatleben. Das kann schnell gehen, wie wir in der Türkei sehen", sagte der Lehrer. Uhlenberg ergänzte, es käme auf jede Stimme an. Aber auch das Engagement in einer Partei, die Diskussion an den Infoständen mit den Kandidaten und der Besuch von Veranstaltungen seien wichtig: "Ich bitte Sie herzlich, davon Gebrauch zu machen, um die Demokratie zu stärken."
(Text und Fotos: Doro Dietsch / Landtag NRW)

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