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„Für Demokratie stark machen“

Landtagpräsidentin besuchte die Werner-von-Siemens-Schule in Bochum

(2.2.2017) Die Werner-von-Siemens-Schule (WSS) ist mit Ausnahme einer weiteren Hauptschule in Wattenscheid die letzte verbliebene Hauptschule in Bochum. „Von vier Hauptschulen haben wir Schüler und Schülerinnen aufgenommen", berichtete Schulleiter Klaus-Dieter Leiendecker dem Besuch aus dem Landtag bei einem Rundgang. „Aktuell haben wir 420 Schülerinnen und Schüler, und es kommen noch weitere hinzu. Leider finden wir aber keine zusätzlichen Lehrkräfte, trotz der ausgeschriebenen Stellen. Es scheint so, ob befürchtet wird, dass wir ebenfalls schließen könnten."

Die Zukunft der Hauptschulen fällt bekanntermaßen unmittelbar in die Zuständigkeit der Schulträger, im Fall der Werner-von-Siemens-Schule also in die Zuständigkeit der Stadt Bochum. Daher konnte auch die örtliche Landtagsabgeordnete diese Sorge nicht nehmen. Aber fest verabredet wurden weitere Gespräche, denn „die gute Arbeit an der Werner-von-Siemens-Schule ist schon beeindruckend“, fasste Carina Gödecke am Ende des Besuchs zusammen.
Doch zuvor gab  es eine lebhafte Fragestunde mit Schülerinnen und Schülern der 8., 9. und 10. Klasse in der neuen Mensa.
Mit dabei waren die Schülersprecher Hussein Omar und Lulieta Krasniqi (auf dem kleinen Foto mit einem Lehrer und der Landtagspräsidentin). Hussein berichtete der Landtagspräsidentin zunächst von seiner Flucht als unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling im Jahr 2013 aus dem Irak. Auf seinem langen Weg nach Bochum waren seine Stationen unter anderem Istanbul, wo er 24 Tage mit acht anderen Personen in einer Gefängniszelle verbrachte und Griechenland, das er mit einem Schlauchboot erreichte. Anderthalb Jahre lebte er alleine im Ruhrgebiet, bis seine Familie nachkommen konnte. Heute möchte er gerne Polizist werden.
Auf die Frage nach dem Traumberuf – eben nicht Politikerin – berichtete Carina Gödecke den Jugendlichen, sie habe vom ersten Schuljahr an gerne Lehrerin werden wollen. Was sie dann auch wurde, allerdings zu einem Zeitpunkt, als in Nordrhein-Westfalen nicht sehr viele Lehrer eingestellt wurden.

Je länger das Gespräch dauerte, um so lebendiger und vielfältiger wurde der Austausch. Die Fragen der Schülerinnen und Schüler reichten von der Terrorgefahr in Nordrhein-Westfalen über die US-Präsidentschaft von Donald Trump bis hin zu Carina Gödeckes persönlichen Erfahrungen im Amt der Landtagspräsidentin.
Und auch das Thema Demokratie wurde durch die Schüler selbst angesprochen. Gödecke sagte, wer politisch einfache Lösung verspreche, setze sie nur selten um. Sie appellierte daher an die Jugendlichen, insbesondere im bevorstehenden Landtagswahlkampf genau hinzusehen, und das, was politisch versprochen wird, zu hinterfragen. Demokratie bleibe auch weiterhin das beste aller politischen Systeme, und dafür müsse man sich gemeinsam stark machen.
(Text und Fotos: D. Dietsch/Landtag NRW)

Die Jugendlichen hatten sich zusammengesetzt und Fragen für die Landtagspräsidentin gesammelt. Auch die stellvertretende Schulleiterin hatte ein Anliegen. Sie wies auf die Problematik der unterschiedlichen Bezahlung von verbeamteten und nicht verbeamteten Lehrkräften hin.


Die Schule baut zurzeit eine Bibliothek auf. Spenden sind erwünscht. Auch Geldspenden - denn ein großer Traum ist außerdem der Kauf eines „Fußballkäfigs“.

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