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Erstklässler mit Abitur

Mottowoche am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Bergisch Gladbach: Landtagspräsidentin mit Schultüten empfangen

(7.4.2014) Den Tänzerinnen und Tänzern des Grundkurses Sport aus der Jahrgangsstufe 12 ist es zu verdanken, dass die Präsidentin ihr Gymnasium besuchte. Denn sie hatten bei der Feier des Élyséevertrages im Januar 2013 im Landtag mitgewirkt. Damals äußerte Carina Gödecke spontan den Wunsch, ihre Schule persönlich kennen zu lernen. Am Montag, zum 50-Jahr-Jubiläum der Schule, war es soweit.

Die kompletten Jahrgangsstufen elf und zwölf waren im Mehrzweckraum versammelt, als zur Begrüßung eben jene Jugendlichen den "Danse macabre" von Igor Strawinsky tänzerisch umsetzten und somit daran erinnerten, dass man am DBG auch Sport als Abiturfach belegen kann.

Nach Aufführung des Tanzes konnten die Schülerinnen und Schüler dann der Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen Fragen stellen. Inklusion war das erste Thema, das sie ansprachen: Wie das denn finanziert werden solle? „Bei der Inklusion streiten wir uns um die so genannte Konnexität", erläuterte Gödecke. "Zwar sollten wir uns weiter darüber unterhalten, wie was finanziert wird, aber dabei die Zielgruppe nicht aus den Augen verlieren. Wir fangen Inklusion an, geben den Kommunen Geld und überprüfen in regelmäßigen Abständen, ob es reicht.“ Carina Gödecke fuhr fort: „Es gibt ein sehr starken Wunsch von betroffenen Eltern nach Inklusion. Inklusion betrifft aber nicht nur Schulen, sondern alle gesellschaftlichen Bereiche."

Nach dem Einfluss von Lobbyisten auf Landtagsabgeordnete wurde anschließend gefragt. Dieser sei bei den Länderparlamenten nicht so ausgeprägt wie bei Bundestag und Europa-Parlament, antwortete die Präsidentin. Als die Schülerinnen und Schüler über den (zu) langen Schultag ansprachen,  bekamen sie von ihrem Schulleiter Unterstützung. "Ein Problem ist nach wie vor die hohe Stundenzahl in der Sekundarstufe eins", gab Gerd Josmann der Landtagspräsidentin mit auf den Weg.

Da die Schülerinnen und Schüler kurz vor dem Schulabschluss stehen, interessierte sie natürlich auch, weshalb der Numerus clausus so hoch sei. "Es ist zur Gründung einiger Fachhochschulen gekommen, Unis mussten sich verpflichten, zusätzliche Plätze zu Verfügung zu stellen, trotzdem reichen die Studienplätze nicht aus“, so Gödecke. „Ob wir am NC als Land etwas ändern können, ist eine spannende Frage. Das Hochschulgesetz geht diese Woche ins Plenum - es sieht vor, dass das Land mehr mitbestimmen kann. Ich würde euch gerne etwas Konkreteres sagen, aber das wäre geschwindelt.“

„Warum machen wir es nicht einfach so wie in Finnland?“ schlug ein Jugendlicher vor und spielte damit auf den Pisa-Testsieger an. „Dort hat man nicht die Präsenzpflicht wie hier“, erklärte die Präsidentin, „wir haben hier auch wesentlich mehr Schülerinnen und Schüler. Unser Anspruch ist, was wir gerade hier in diesem Mehrzweckraum erleben: ganzheitliche Bildung.“ Gerd Josmann ergänzte, in Aachen fingen sehr  viele Schülerinnen und Schüler seines Gymnasiums an, Maschinenbau zu studieren. Der NC sehr niedrig, 1700 Studenten würden beginnen - aber 66 Prozent dann bei der Mathe-Klausur durchfallen und abbrechen.

Warum Lehrer nicht benotet würden, interessierte eine Schülerin. Auch hier meldete sich der Schulleiter zu Wort: „An jeder Schule gibt es neben sehr vielen sehr guten Lehrern auch noch ein paar gute“, sagte er. „Wir müssen die Feedback-Kultur verstärken und die Bedingungen für Lehrerinnen und Lehrer verbessern.“

Die letzte Frage kam vom Schülersprecher: Ob der Ausschuss für Schule und Bildung im Landtag denn auch Beratung von Schülerinnen und Schülern bekäme? Ja, bestätigte Gödecke: „Aber aus ihrer Sicht wahrscheinlich nicht ausreichend. Es gibt keine Pflicht-Beteiligung, nur die kommunalen Spitzenverbände, die müssen angehört werden. In vielen Kommunen werden werden Schülervertretungen jedoch beteiligt. Die kommunale Selbstverwaltung ist ein hohes Gut.“ Dann versprach sie: „Wir gucken mal, ob wir ein Stückchen mehr Schülerbeteiligung im Ausschuss hinbekommen als bisher möglich ist“ und bekam dafür viel Applaus.

(Text und Fotos: D. Dietsch /Landtag NRW)

Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium feierten die angehenden Abiturienten gerade „Mottowoche“. Motto am Montag war „Erstklässler“. Mit Schultüte und Zöpfen präsentierten sich daher einige des Abschlussjahrgangs den Gästen.

Begleiteten den Besuch der Landtagspräsidentin:  Josef Willnecker (stellvertretender Bürgermeister), Helene Hammelrath MdL, Carina Gödecke, Gerd Josmann (Schulleiter), Holger Müller MdL (von links nach rechts).

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