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Vergabe von Studienplätzen gerechter gestalten

Themen und Ablauf des 7. Jugend-Landtags

(15.5.2015) Mitglied eines Parlaments sein, mitdiskutieren und am Ende mitbestimmen: Für Jugendliche aus ganz Nordrhein-Westfalen geht dieser Wunsch einmal jährlich in Erfüllung. Beim sogenannten Jugend-Landtag nehmen sie die Plätze der Abgeordneten ein. Zum 7. Mal wird dies vom 11. bis 13. Juni dieses Jahres der Fall sein.

Den Sprung ins Hohe Haus schaffen diejenigen, die sich vorher bei den Abgeordneten beworben haben und von diesen anschließend als persönliche Vertreter benannt worden sind. Einzige Voraussetzung: Die Jugendlichen sollen zwischen 16 bis 20 Jahre alt sein. Ob sie noch zur Schule gehen, sich in Ausbildung befinden, studieren oder sogar schon einen Beruf ergriffen haben, bleibt sich gleich. Wie der echte Landtag soll auch der Jugend-Landtag eine große Vielfalt an Lebenssituationen abbilden.

Ziel ist, dass die Jugendlichen die Abläufe in einer repräsentativen Demokratie kennenlernen. Das bedeutet vor allem das Organisieren von Entscheidungsfindungen im Spiel von Mehrheit und Minderheit. So beginnt ihre Arbeit am ersten Tag damit, dass sie sich in ihren Fraktionen zusammenfinden und nach einem ersten Kennenlernen einen Fraktionsvorstand wählen. Die Rolle der Präsidiumsmitglieder übernehmen die Jugendlichen, die auf den Stühlen der „echten“ Präsidiumsmitglieder sitzen. Am zweiten Tag geht es in Fachausschüssen um die Beschäftigung mit politischen Themen, zu denen sich dann jeder Einzelne und jede Fraktion eine Meinung bilden muss. Man kann dafür oder dagegen sein, Änderungsanträge stellen oder ergänzende Anträge formulieren. Über all dies wird am dritten Tag dann im Plenum diskutiert und entschieden.

Mehr als 1250 Jugendliche haben diesen dreitägigen Beratungsmarathon schon durchlaufen. Viele von ihnen, so die Erfahrung, bleiben an der Arbeit des Landtags interessiert. Insofern scheint das Ziel erreicht: das Interesse für Politik und an eigenem politischen Engagement zu wecken.

Auf Anregung der Obleute im „echten“ Jugendausschuss sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 7. Jugendlandtags selbst auswählen können, welche Themen sie bearbeiten wollen. Demzufolge hat das „Helferteam“, bestehend aus Teilnehmerinnen und Teilnehmern des letzten Jahres, zehn mögliche Themen vorgeschlagen.

Gewonnen haben bei der Abstimmung die folgenden beiden Themen:

1. „Die Vergabe von Studienplätzen gerechter gestalten“

Das im Regelfall von staatlichen Hochschulen angewandte Verfahren zur Vergabe von Studienplätzen für zulassungsbeschränkte Studiengänge beschränke sich überwiegend auf den Numerus Clausus als wesentliches Auswahlkriterium, heißt es im Antrag. Dieses Auswahlverfahren konzentriere sich einseitig auf die erreichte Abiturnote und lasse andere persönliche Fähigkeiten von Bewerbern, die für den erfolgreichen Abschluss eines Studiums von grundlegender Bedeutung seien, außen vor. Zudem verschärfe es den Fachkräftemangel, da vielen potentiellen Nachwuchskräften durch die hohen Zugangshürden die Möglichkeit zur Erlangung einer erforderlichen Qualifikation verwehrt werde.

Die Jugendlichen werden sich also damit beschäftigen, ob Einstufungstests an staatlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen oder die Einführung eines Punktesystems zur Vergabe der Studienplätze sinnvoll ist.

2. „Mehr fürs Leben / den Alltag in der Schule lernen.“

Mit 140 Zeichen in dem sozialen Netzwerk „Twitter“ hat die 17-Jährige Schülerin Naina aus Köln das auf den Punkt gebracht, was viele Jugendliche über die aktuelle Schulpolitik denken. Naina twitterte: "Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann 'ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen“.

Dieses kurze aber prägnante Statement hat viel Zuspruch bei Schülern, Lehrern und Eltern gefunden. Deshalb fragt der Jugend-Landtag, ob wir die Themen „Hauswirtschaft, Steuern, Miete und Versicherungen als eigenständiges Fach in den Lehrplan integriert werden sollten und oder mehr Praxisnähe in den Standardfächern wie z.B. Deutsch, Mathematik und Sozialwissenschaft nötig ist.

Man darf auf die Debatten gespannt sein!

(Text: Doro Dietsch/ Landtag NRW)

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