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Drei Tage Politiker sein

Abgeordnete tauschten mit Jugendlichen

(26.7.2011) Vom 14.7. bis 16.7.2011 trafen sich 181 Jugendliche erwartungsvoll zum vierten Jugend-Landtag. Wie es war? Das schildern uns hier exemplarisch drei Jugendliche: Benedikt Heider, der als Jugend-Reporter das Geschehen beobachtete; Loredana Margagliotta aus Langenfeld, die in der CDU-Fraktion war sowie Bilata Sulaiman, die in der SPD-Fraktion Platz nahm. Hier sind ihre Eindrücke:

Nach einer gewissen Zeit wurde es wie in einer echten Plenarsitzung

Diskussionen, Sitzungen und Anhörungen - so sah das offizielle Programm für die jungen Abgeordneten vom 14. bis 16. Juli im Düsseldorfer Landtag aus. Der vierte Jugend-Landtag NRW fand statt. Es wurde nicht nur diskutiert, sondern auch gefeiert: Mit den Abgeordneten beim Parlamentarischen Abend oder bei einer gemeinsamen Wortgottesfeier zum Abschluss der Veranstaltung.
Das Programm war sehr eng getaktet. Einige Teilnehmer sagten am Ende der Veranstaltung, es sei schwer gewesen, die einzelnen Räume in dem großen Haus in zum Teil sehr kurzer Zeit zu finden. Trotzdem habe es einen tollen Einblick in die Arbeit des Parlaments ermöglicht und sehr viel Spaß gemacht. Da waren sich alle Parteien einig. Diese Einigkeit gab es sonst nur selten im „Arbeitsalltag“ - wie bei den „Großen“ eben. So wurde heiß diskutiert über die Themen „Schule und Wirtschaft“ und „Alkoholkonsum einschränken?!“. 
In Ausschusssitzungen befasste man sich noch einmal mit den Themen, die zur Abstimmung standen; bei Expertenanhörungen wurde sich eine zweite Meinung eingeholt, bevor in einer der zahlreichen Fraktionssitzungen die Abstimmung besprochen wurde - wie bei den wirklichen Landtagsabgeordneten üblich. So gab es für die eine Partei einen Fraktionszwang, bei der anderen einfach nur eine Empfehlung, wie abzustimmen sei.
Die ganze Arbeit sollte natürlich nicht umsonst gewesen sein: Erst einmal wurde am Samstag bei der großen Plenarsitzung über die Punkte aus den Ausschüssen abgestimmt, anschließend werden sich die „echten“ Abgeordneten nun damit beschäftigen, denn die Entscheidungen des Jugend-Landtags werden in die einzelnen Ausschüsse übernommen und dort in die Entscheidung einfließen. So waren die Jugendlichen noch näher an der Politik, als man vermuten mag.
In der Sitzung am Samstag ging es heiß her; es wurde diskutiert, verhandelt und gestritten. Auch kam es zu der einen oder anderen Beleidigung oder zu Unklarheiten im Vorsitz oder auch zwischen den Parteien; daher wünschten einige Teilnehmer, dass beim kommenden JLT eine umfassendere Einführung der Präsidenten durch die „echten“ Präsidenten erfolgen solle. Diesmal gab es dafür nur knapp eine halbe Stunde Zeit. So musste Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke einmal einspringen und die Geschäftsordnung erläutern: Als die CDU-Fraktion einen Antrag auf geheime Abstimmung stellte, musste sie erklären, dass es geheime Abstimmungen im Landtag NRW nicht gibt.
Zum Schluss lobte Gödecke die Ausdauer und das Verhalten der Jugendlichen, die zwischen 14 und 21 Jahre alt waren. „Nach einer gewissen Zeit wurde es wie in einer echten Plenarsitzung: die Leute liefen rum, unterhielten sich…“. Weiter stellte Gödecke fest, dass die jungen Präsidenten mehr Mut bewiesen als die älteren Kollegen, denn war die Redezeit eines Redners erst einmal vorbei, wurde das Mikrophon auch ausgemacht. Dies würden sich die „echten“ Präsidenten nicht trauen.

Text: Benedikt Joh. Heider

Ich könnte mir vorstellen, später in die Politik zu gehen

Wir, die Jugend-Landtagsteilnehmer, beschäftigten uns mit zwei Hauptthemen: Übermäßiger Alkoholkonsum und die Zukunftsfähigkeit der Schulen. Am Donnerstag begann der Jugend-Landtag mit der ersten Fraktionssitzung, auf der die wichtigsten Personalien geklärt wurden. Hierbei wurde ich als Schriftführerin der CDU-Fraktion gewählt. Am Freitag begann der inhaltliche Teil der Arbeit. Neben den im Voraus bereitgestellten Informationen gab es Expertenanhörungen und vieles mehr. In Arbeitskreisen und Fraktionssitzungen wurde der Kurs der Fraktion bestimmt und in den Ausschusssitzungen wurde versucht, Kompromisse zu suchen - um die nötigen Mehrheiten zu erlangen. Am Samstag stand das Plenum ganz oben auf dem Plan. Hauptanträge wurden mehrheitlich beschlossen. Die genauen Abstimmungsergebnisse sind auf dem Onlineauftritt des Landtages nachlesbar (unten) und haben beratene Funktion für die „echten“ Landtagsabgeordneten und die Ausschüsse. Zudem wurden die "Loveparade" und "Aussteigerprogramme" für Rechtsextreme behandelt.

Ein bewegender Moment war das Singen der Nationalhymne am Ende des Plenums und auch der Abschlussgottesdienst war ein tolles Erlebnis. Es war einfach schön, die Politik hautnah mitzuerleben. Ich kann mir sogar vorstellen, später selber mal in der Politik mitzuwirken. Ich danke allen Beteiligten für dieses einmalige Erlebnis und möchte jedem Jugendlichen ans Herz legen, sich für das nächste Jahr bei Hans Dieter Clauser zu bewerben.

Text: Loredana Margagliotta

Sich fühlen wie ein „echter“ Politiker

Bereits zum 4. Mal fand der Jugend-Landtag in Düsseldorf statt. Für Jugendliche aus ganz Nordrhein Westfalen ging es vom 14. bis zum 16. Juli in die Landeshauptstadt Düsseldorf, um in die Rolle eines Landtagsabgeordneten zu „schlüpfen“ und ihre politische Arbeit näher kennenzulernen. Auch Bilata Sulaiman aus Bad Salzuflen, Matthias Sand aus Horn- Bad Meinberg und Simon Höfft aus Barntrup nahmen an dieser politischen Partie teil. Bilata vertrat Familienministerin Ute Schäfer, Matthias saß am Platz von Dennis Maelzer und Simon besuchte den Landtag für den Abgeordneten Jürgen Berghahn. Gemeinsam wirkten sie in der Fraktion der SPD mit und lernten dabei auch die anderen Fraktionen kennen. Bald waren sie also nicht nur Jugendliche, sondern gleich Abgeordnete und konnten bei Interesse verschiedene Ämter führen. Ausgangs waren Anträge zu den Themen „Alkoholkonsum einschränken“ und „Schule zukunftsfähig machen“, mit denen sie sich die Jungpolitiker in den Fraktionssitzungen beschäftigten. Es gab lange Diskussionen, die in einer Expertenanhörung fortgesetzt wurden. Nach den anstrengenden Sitzungen gab es für die Jugendlichen auch die Möglichkeit, am „parlamentarischen Abend“ ihren Landtagsabgeordneten persönlich zu treffen und kennenzulernen. Am letzten Tag des Jugend-Landtags wurden dann in einer Plenarsitzung, welche live im Internet übertragen wurde, über die Beschlüsse abgestimmt. 

Insgesamt waren die Lipper vom Jugend-Landtag sehr begeistert. Matthias hat nun erfahren, dass die Arbeit eines Abgeordneten nicht so einfach ist, wie er sich dachte und Martin gefiel insbesondere der Austausch und Kontakt zu den anderen Jugendlichen. Für Bilata war diese Erfahrung eine Erweiterung der politischen Interessen und Kenntnisse, die sie nun mit in ihr Praktikum nehmen möchte. Auch zukünftig sollte der Jugend-Landtag stattfinden, da diese Veranstaltung bei Jugendlichen das Interesse an der Politik weckt und ihnen einen genaueren Einblick in die politische Arbeit ermöglicht.

Text: Bilata Sulaiman

Die CDU-Jugend-Fraktion (mit Gästen).

Die SPD-Jugend-Fraktion.

Die Grüne-Jugend-Fraktion (mit Vizepräsident Keymis).

Die FDP-Jugend-Fraktion (mit Gästen).

Die Jugend-Fraktion Die Linke.

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