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Abgeordnete loben Vorschläge

Mitglieder des Jugend-Landtags zu Gast im Ausschuss für Europa und Eine Welt

(10.12.2010) Wie der europäische Gemeinschaftsgedanke in Nordrhein-Westfalen gefördert werden könne, war eine der zentralen Fragen beim 3. Jugend-Landtag NRW. Die Jugendlichen verabschiedeten eine Liste mit Forderungen und Vorschlägen an die Landespolitik. Im Ausschuss für Europa und Eine Welt befassten sich nun Landtagsabgeordnete und Vertreter der Landesregierung mit den Ergebnissen des Jugend-Landtags.

Sechs Mitglieder des 3. Jugend-Landtags waren im Ausschuss für Europa und Eine Welt zu Gast, um gemeinsam mit den Landespolitikerinnen und Landespolitikern die Vorschläge im Detail zu diskutieren. Lars Backhaus (SPD), Nina Weymann (CDU), Linda Rolfsmeyer, Maik Brunkown (beide Grüne), Damira Schumacher und Richard Grimm (beide Linke) nutzten die Gelegenheit, den Abgeordneten die Entscheidungen des Jugend-Landtags zu erläutern.

Unter anderem hatte der Jugend-Landtag Anfang Oktober vorgeschlagen, die Europa-Flagge permanent vor allen öffentlichen Gebäuden in Nordrhein-Westfalen zu hissen, Praktika im europäischen Ausland finanziell besser zu fördern und europäische Kulturfeste in den Kommunen des Landes zu veranstalten.

Die Ausschussmitglieder lobten die Vorschläge der Jugendlichen und ihr politisches Engagement. Die Ergebnisse des Jugend-Landtags sind für uns Politiker ausgesprochen beeindruckend“, erklärte die SPD-Abgeordnete Renate Hendricks. Um der „ausgesprochen hohen Qualität der Vorschläge“ gerecht werden zu können, bat ihr Fraktionskollege Wolfram Kuschke die Landesregierung um einen ausführlichen Bericht. In diesem solle die Landesregierung darlegen, welche der Vorschläge aus ihrer Sicht tatsächlich und in welchem Maße realisiert werden könnten. Dieser Bitte schlossen sich die weiteren Fraktionen im Ausschuss an.

Die Abgeordneten stimmten mit den Jugendlichen überein, das Thema Europa müsse verstärkt im Schulunterricht und dort fächerübergreifend behandelt werden. Hier sah die Grünen-Abgeordnete Verena Schäffer das Problem, dass durch die Verkürzung der Schulzeiten kaum Raum bliebe, Europa angemessen zu berücksichtigen. Im Ausschuss erneuerten die Jugendlichen ihre Kritik, im Schulunterricht würde Europa nicht ausreichend thematisiert. Außerdem bemängelten sie, Jugendliche seien nicht ausreichend über Möglichkeiten zur finanziellen Förderung von Auslandspraktika und europäischen Austauschprogrammen informiert.

„Die bestehenden Programme und Fördermöglichkeiten müssen sichtbarer gemacht werden“, forderte auch der CDU-Abgeordnete Dr. Jörg Geerlings. Für die FDP erklärte der Abgeordnete Dr. Ingo Wolf, zugleich müsse jedoch auch die Bereitschaft der Jugendlichen vorhanden sein, selbst in Europa aktiv zu werden. In diesem Kontext machte die Linken-Abgeordnete Bärbel Beuermann und der SPD-Abgeordnete Wolfram Kuschke auf die Arbeit der Europa-Union in Nordrhein-Westfalen aufmerksam, in die sich die Jugendlichen einbringen könnten.

Auf unterschiedliche Reaktionen bei den Abgeordneten stieß die Forderung der Jugendlichen, die Europa-Flagge permanent im öffentlichen Raum zu hissen. Während der CDU-Abgeordnete Holger Müller dies für eine sinnvolle Initiative hielt, um das europäische Bewusstsein zu fördern, erklärte die SPD-Abgeordnete Hendricks, durch eine permanente Beflaggung würde die Europa-Flagge eventuell bald nicht mehr bewusst wahrgenommen.

Der Europa-Ausschuss des Landtags wird sich weiterhin mit den Forderungen der Jugendlichen befassen, wenn die Landesregierung den von den Abgeordneten gewünschten Bericht vorgelegt hat. Zudem haben die Abgeordneten die Landesregierung um eine Übersicht zu Förderprogrammen für Praktika und Bildungsaufenthalte im europäischen Ausland gebeten. Auch diese Übersicht wird der Ausschuss in schriftlicher Form erhalten.

Auf dem kleinem Foto oben: Europa-Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren, Nina Weymann, Linda Rolfsmeyer und Ausschuss-Vorsitzender Werner Jostmeier,

Auf dem Foto unten: Lars Backhaus, Europa-Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren, Damira Schumacher, Ausschuss-Vorsitzender Werner Jostmeier,  Richard Grimm, Maik Brunkow.

(Text: S. Wuwer, Foto: S. Lütke-Bohmert)

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