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Aktuelles: Enquetekommission Situation und Zukunft der Pflege in NRW (EKIII)

Abschlussbericht der Enquetekommission "Situation und Zukunft der Pflege in NRW"

Mitte März 2005 legt die Enquetekommission zur "Situation und Zukunft der Pflege in NRW" dem Landtagsplenum ihren Abschlussbericht vor. Die Enquetekommission hat von Mai 2002 bis Dezember 2004 getagt, um ihrem Auftrag entsprechend die Situation der Pflege in Nordrhein-Westfalen darzustellen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie die Qualität der Pflege gesichert und verbessert werden kann. Ziel der Enquetekommission sollte es sein, Rahmenbedingungen für eine vorausschauende Politik darzustellen, unter denen eine menschenwürdige Pflege möglich ist, die es den betroffenen Menschen gestattet in Würde alt zu werden.

Unter dem Vorsitz von Angelika Gemkow (CDU), tagten die neun Abgeordneten der vier Fraktionen sowie sieben vom Landtagspräsidenten auf Vorschlag der Fraktionen berufenen Sachverständigen in 30 nichtöffentlichen Sitzungen.

In den Enquetesitzungen wurden zahlreiche Anhörungen und Expertengespräche zu pflegerelevanten Themenbereichen durchgeführt. Darüber hinaus hatte die Kommission Arbeitsgruppen eingerichtet, in denen spezifische Themenbereiche besonders konzentriert bearbeitet wurden. Diese Arbeitsgruppen arbeiteten zu den Themen "Demographie und Infrastruktur", "Berufs- und Arbeitsfeld Pflege", "Wohnen im Alter", "Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation" sowie "Finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen". Zur Vertiefung wichtiger Fragestellungen hatte die Enquetekommission außerdem Forschungsaufträge in Form von Gutachten und Expertisen vergeben. Durch diesen intensiven und mit viel Engagement betriebenen langen Arbeitsprozess kann nun ein Bericht vorgelegt werden, der ein differenziertes Bild, bezogen auf pflegerelevante Themen in Nordrhein-Westfalen abgibt.

Der Bericht gibt unter anderem eine Bestandsaufnahme und Prognose des Pflegebedarfs in Nordrhein-Westfalen, beschreibt typische Bedarfskonstellationen in der Pflege, gerade in Hinblick auf gesundheitlich bestimmte und sozial bedingte Herausforderungen. Er gibt eine detaillierte Bestandsaufnahme der pflegerischen Versorgung in Nordrhein-Westfalen, unterteilt in die unterschiedlichen Versorgungsformen, die von der Pflege durch Angehörige bis zur Versorgung in stationären Einrichtungen reichen.

Weiterhin eingegangen wird auf die Qualitätssicherung in der pflegerischen Versorgung, die besonders vor dem Hintergrund vorhandener und befürchteter Pflegemängel und Pflegefehler eine wichtige Rolle spielt. Den veränderten Versorgungslagen wird außerdem dahingehend Rechnung getragen, indem das Thema "Freiwilliges Engagement in der pflegerischen Versorgung" einen besonderen Stellenwert erhält. Im Themenfeld "Berufs- und Arbeitsfeld Pflege" werden die Arbeitsfelder beruflich Pflegender vorgestellt, auf die Ausbildungssituation eingegangen, und dargestellt unter welchen persönlichen Arbeitsbedingungen aber auch rechtlichen Rahmenbedingungen beruflich Pflegende ihrer Arbeit nachgehen.Des Weiteren wird die Situation in der Pflegeforschung und Pflegewissenschaft in Nordrhein-Westfalen dargestellt.

Da die Wohnsituation bei drohender oder eingetretener Pflegebedürftigkeit eine große Rolle für die Betroffenen spielt, wird auch dieses Thema im Bericht umfassend behandelt. Hier wird dargestellt welche Wohnformen es gibt und welche Weiterentwicklungsmöglichkeiten vorhanden sind. Im Kapitel "Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation vor und bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit" wird dargestellt, welche Potenziale es auf unterschiedlichen Akteursebenen gibt, um einerseits Pflege zu verhindern, andererseits Rehabilitationspotenziale im Pflegeprozess ausschöpfen zu können. Das Kapitel "Rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen der pflegerischen Versorgung" stellt die Situation der Pflegeversicherung unter anderem in Hinblick auf die finanzielle Situation aber auch der Steuerungsprobleme dar und zeigt auf, welche Weiterentwicklungsmöglichkeiten hier vorhanden sind.

Damit hat die Enquetekommission "Situation und Zukunft der Pflege in NRW" einen umfangreichen Bericht vorgelegt, der in Teilen äußerst detaillierte Hintergründe darstellt und zu sämtlichen Themenbereichen wertvolle Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Politikgestaltung bietet.

Nichtsdestotrotz musste sich die Enquetekommission natürlich auch beschränken, das heißt., die Mitglieder der Enquetekommission mussten eine Auswahl treffen, auf welche Themen sie ihr Blickfeld besonders richten wollten. Aber gerade vor dem Hintergrund, dass die nordrhein-westfälische Enquetekommission zur "Situation und Zukunft der Pflege in NRW", die erste ihrer Art im ganzen Bundesgebiet ist, kann davon ausgegangen werden, dass die im Bericht und gerade auch in den Handlungsempfehlungen enthaltenen Impulse, wichtige Wegweiser für die Pflege nicht nur in Nordrhein-Westfalen sondern der gesamten Bundesrepublik bieten werden.

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