16.07.2026
- Mit einer Gedenkstunde haben Landtag und Landesregierung der Opfer der Hochwasserkatastrophe vor fünf Jahren gedacht. Der Präsident des Landtags, André Kuper, und Ministerpräsident Hendrik Wüst begrüßten auch Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier.
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Gedenkstunde fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe 2021
Off-Stimme:
Es waren extreme Unwetter mit sintflutartigem Regen, die in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 über Deutschland hereinbrachen.
Am härtesten traf es Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Allein in Nordrhein-Westfalen starben 49 Menschen.
Das Hochwasser verursachte Schäden in Milliardenhöhe.
Unzählige Menschen verloren ihre Häuser und Wohnungen.
Fünf Jahre nach der Katastrophe erinnerten Landtag und Landesregierung mit einer zentralen Gedenkstunde an die Ereignisse.
Dazu begrüßten Landtagspräsident André Kuper und Ministerpräsident Hendrik Wüst auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Gemeinsam mit rund 200 Gästen gedachten sie in einer Schweigeminute der Opfer.
Unter den Gästen waren auch Vertreterinnen und Vertreter von Rettungskräften, ehrenamtlichen Initiativen und betroffenen Kommunen.
Präsident Kuper erinnerte an den Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer, von Rettungskräften, aber auch privaten Initiativen:
André Kuper, Präsident des Landtags:
„Und das, was Sie alles an Gutem getan haben, bleibt ebenso unvergessen und in den Herzen der Betroffenen. Nach fünf Jahren, nach zehn Jahren. Allen, die hier Gutes bewirkt haben, und allen, die das immer noch und immer wieder neu tun,
allen, die handeln, aus tiefer Menschlichkeit heraus, aus Verantwortungsgefühl,
aus Berufung – Ihnen allen sage ich aus tiefstem Herzen: Danke!“
Off-Stimme:
Der Bundespräsident gedachte der Opfer der Katastrophe:
Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident:
„Meine Damen und Herren, wir sind heute hier zusammengekommen, um der Menschen zu gedenken, die in der Hochwasserkatastrophe vor fünf Jahren ihr Leben verloren haben. 49 Menschen in Nordrhein-Westfalen, 136 Menschen in Rheinland-Pfalz. Menschen, die morgens noch unter uns waren. Und hinter jeder dieser Zahlen steht Mensch, eine Familie, eine Geschichte. Menschen, die geliebt wurden, Menschen, die fehlen – bis heute. Nichts mehr ist wie zuvor im Leben derer, die um ihre Liebsten trauern. Ihren Schmerz können wir kaum ermessen. Ich möchte ihnen heute erneut mein tiefes Beileid, meine Anteilnahme aussprechen. Wir, und das sage ich für das ganze Land, stehen an Ihrer Seite. Wir trauern auch heute, fünf Jahre später, mit Ihnen. Und ich will Ihnen sagen: Sie sind nicht allein.“
Off-Stimme:
Pfarrerin Claudia Müller-Bück erlebte die Katastrophe als Pfarrerin in Swisttal. Sie berichtete von der Nacht der Flut und appellierte:
Claudia Müller-Bück, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel:
„Zuversicht und Zusammenhalt: An so vielen von der Flut betroffenen Orten haben Menschen wie wir erlebt, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Mitmenschliche Hilfe, eine starke Gemeinschaft können so viel Gutes bewirken. Lassen sie uns das bewahren.”
Off-Stimme:
Ministerpräsident Hendrik Wüst sprach von der größten und verheerendsten Naturkatastrophe in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Er betonte:
Hendrik Wüst, Ministerpräsident:
„Fünf Jahre, in denen geliebte Menschen fehlen. Jeden Tag. Aber auch fünf Jahre Wiederaufbau, getragen von der Kraft ganz vieler Menschen. Fünf Jahre ungebrochene Solidarität. Wenn uns diese Naturkatastrophe eines gezeigt hat, dann, wie groß Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt in unserem Land sind, wenn es darauf ankommt.“