Übergabe des Gutachtens des Bürgerrats beim Landtag Nordrhein-Westfalen

24.06.2026 - Der erste landesweite Bürgerrat hat seine Arbeit beendet und sein Gutachten an den Präsidenten des Landtags, André Kuper, übergeben. Die rund 80 Mitglieder hatten über Empfehlungen für eine künftige generationsübergreifende Daseinsvorsorge beraten.

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Übergabe des Gutachtens des Bürgerrats beim Landtag Nordrhein-Westfalen

Off-Stimme: 

Der erste landesweite Bürgerrat hat seine Arbeit beendet. 

Bei einer Abschlussveranstaltung übergab er seine Ergebnisse an Landtagspräsident André Kuper. 

Das Gremium war vom Landesparlament beschlossen und eingesetzt worden. 
        
Thema des Bürgerrats war die „Generationsübergreifende Daseinsvorsorge“.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten hatten die Mitglieder Ideen zusammengetragen, wie der digitale Fortschritt und der Einsatz Künstlicher Intelligenz ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter unterstützen können. 

Dabei ging es unter anderem um die Bekämpfung von Einsamkeit, um Wohnen und Nachbarschaft sowie wohnortnahe Pflege und Versorgung. 
        
Präsident Kuper dankte den Mitgliedern des Bürgerrats für ihre Arbeit. Er betonte:

André Kuper, Präsident des Landtags:

Ich konnte schon einmal einen ersten Blick in das Gutachten werfen. Und dabei merkte ich, dass vor allem Herzblut in diesem Bürgergutachten steckt. 

Uns alle treibt der Wunsch an, all das, was wir erleben, ein Stück weit besser zu machen. Da hat jede und jeder andere Ideen. Aber das Komplexe ist, in einer Demokratie muss man Lösungen finden, auf die sich eine Mehrheit einigen kann. Das ist nicht immer leicht. Und ich kann mir auch vorstellen, dass es auch bei ihren Sitzungen durchaus konträre Punkte gab. 

Aber ihnen ist es gelungen, zu einem Ausgleich der Meinungen zu kommen – mit ganz konkreten Empfehlungen. Das ist ein sehr wertvoller Beitrag für die Arbeit von uns Abgeordneten. Und ihr engagiertes Wirken ist im jeden Fall Rückenwind für die Idee der Stärkung von Bürgerräten.

Off-Stimme: 

Die 80 Mitglieder hatten rund zwei Monate beraten. Sie waren nach einem Zufallsprinzip ausgesucht worden. Dieses ermöglichte unter anderem die Beteiligung von Menschen aus ländlichen wie aus städtischen Umgebungen. 

Ihr Gutachten sieht insgesamt 15 Vorschläge vor. 

Diese fließen nun in die Beratungen des Landtags ein. 
        
Die Arbeit des ersten Bürgerrats auf Landesebene wird auch wissenschaftlich begleitet.

Die Evaluation wird ein Team der Universität Düsseldorf unter Leitung des Politikwissenschaftlers Stefan Marschall übernehmen. 

Frage an Mitgliede des Bürgerrats: Welche Bedeutung hat die Arbeit des landesweit ersten Bürgerrats aus ihrer Sicht?

Lena Henning:

Ich fand es eine unglaublich spannende Zeit. Wir konnten uns ganz angeregt austauschen, durften ein Stück Demokratie und Teilhabe erfahren. 

Hubert Höner: 

Viele hatten Erfahrung mit Pflege, andere waren unbedarft. Es waren ältere Menschen dabei, die Wert auf das Zuhause legten und dass man solche Sachen miteinarbeiten konnte. 

Sebastian Löbert: 

Ich habe während des Bürgerrats erfahren, dass Menschen mit unterschiedlichen Meinungen sich in kleineren Gruppen zusammensetzen und ein gemeinsames Meinungsbild finden müssen. Ich sehe aber auch, dass der Bürgerrat das an vielen Stellen sehr sehr gut geschafft hat.

Doris Limmeroth:

Ich war stolz, dass man mich ausgewählt hat und ich habe es gern gemacht. Uns es ist wichtig, weil, meckern tun sie alle, aber ändern dann nichts daran. 

Manuela Beuter-Behr:

Ich wünsche mir, dass das, was wir erarbeitet haben, auch wirklich Gehör findet und in bestimmten Punkten auch umgesetzt wird. Weil davon haben alle Bürgerinnen und Bürger in diesem Land auf jeden Fall etwas für die Zukunft davon. 
    
 

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