Zur veröffentlichten Fassung der Sitzungseinladung / Tagesordnung

LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
18. Wahlperiode

 

E  18/1390

 

29.08.2025

 

 

 

Enquetekommission III

 

 

 

15. Sitzung (öffentlich, Livestream/nichtöffentlich)
der Enquetekommission III
am Freitag, dem 5. September 2025,
14.00 Uhr, Raum E1 D05

 

Landtag Nordrhein-Westfalen
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf

 

Tagesordnung

 

A Öffentlicher Teil

 

1.

Gesundheit

 

Stellungnahme 18/2775

 

Weitere Stellungnahmen werden erwartet

 

Anhörung von Sachverständigen

 

 

B Nichtöffentlicher Teil

 

2.

Sitzungstermine 2026

 

 

3.

Verschiedenes

 

 

 

 

gez. Astrid Vogelheim
- Vorsitzende -


 

Anhörung von Sachverständigen

Enquetekommission III

„Gesundheit“

am 5. September 2025

14.00 bis (max.) 15.30 Uhr, Raum E1 D05, Livestream

 

Verteiler

 

 

Prof. emeritus Dr. med. Dr. h.c. Martin Exner

c/o Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V.

Berlin

 

Institut für Urban Public Health (InUPH) Prof. Dr. rer. nat. Susanne Moebus

Essen

PMV forschungsgruppe

Ingo Meyer

Köln

 

Bernhard-Nocht-Institut

für Tropenmedizin

Dr. Renke Lühken

Hamburg

 

Marcus Resch

Mitglied des Hessischen Landtags

Wiesbaden

 

 

 

***


 

Anhörung von Sachverständigen

Enquetekommission III

„Gesundheit“

am 5. September 2025

14.00 bis (max.) 15.30 Uhr, Raum E1 D05, Livestream

 

Fragenkatalog

 

 

1.    Wie wird sich die Zunahme von Extremwetterlagen wie Dürre, Hochwasser etc. auf die Gesundheit der Menschen auswirken? Welche Gegenmaßnahmen halten Sie für erforderlich?

2.    Welche gesundheitlichen Risiken ergeben sich daraus insbesondere im Hin­blick auf vulnerable Gruppen und in Ballungszentren mit einem hohen Versiegelungsgrad?

3.    Wie kann die Gesundheitsinfrastruktur in NRW bestmöglich an die oben genannten Herausforderungen angepasst werden?

4.    Wie können wasserwirtschaftliche Maßnahmen die Auswirkungen des Klima­wandels auf die öffentliche Gesundheit abmildern?

5.    Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit von Wasserwirtschaft, Gesund­heitswesen und Katastrophenschutz? Wie könnten Synergien und Kooperationen ausgebaut werden?

6.    Wie beurteilen Sie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserqualität im Hinblick auf die Entstehung und Ausbreitung von (neuen) Pathogenen wie zum Beispiel neuen Pilzarten in der Wechselwirkung mit dem Menschen? Wie können negative Auswirkungen minimiert werden?

7.    Infolge fehlender Verdünnung sowie des mit einer alternden Bevölkerung ein­her­gehenden zunehmenden Medikamentengebrauchs wird die Kon­zentra­tion schädlicher Spurenstoffe steigen. Wie wirkt sich dies auf die Lebenserwartung der Bevölkerung aus? Welche Rückkopplungseffekte erwarten Sie?

8.    Wie wirken sich die klimatisch bedingten Veränderungen des Wasserhaushalts auf das Risiko aus, das in NRW von durch Vektoren übertragenen Krankheiten wie zum Beispiel Dengue, Chikungunya oder das West-Nil-Virus ausgeht? Welche Maßnahmen im Bereich öffentlicher Gesundheit und individueller Prävention sind notwendig, um dieses Risiko zu minimieren?

9.    Inwieweit sollten bei der Planung präventiver Maßnahmen gegen mückenübertragene Krankheiten auch wasserführende Strukturen wie urbane Stagnationsgewässer, Elemente der Schwammstadt oder auch wiedervernässte Moorflächen berücksichtigt werden? Welche Ansätze halten Sie in diesen Kontexten für sinnvoll?

10. Wie schätzen Sie das Bewusstsein und die Mitwirkungsbereitschaft zentraler Akteure wie Bevölkerung, Stadtwerke, Wasserverbände oder kommunale Planungsstellen im Hinblick auf ihre Rolle bei der Prävention mückenübertragener Krankheiten ein – und welche Ansätze wären geeignet, um diese Akteure stärker für gesundheitsrelevante Aspekte des Wassermanagements zu sensibilisieren und einzubinden?

11. Welche Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden der Bevölkerung sind durch den Klimawandel, insbesondere mit Blick auf Wasser zu erwarten? Wie kann diesen entgegengewirkt werden?

12. Welche endokrin wirksamen Substanzen sind im Trink- und Oberflächenwasser in NRW nachweisbar und welche gesundheitlichen Risiken bestehen durch die hormonellen Belastungen im Wasser für die Bevölkerung? Inwiefern verschärft der Klimawandel diese Problematik gegebenenfalls?

13. Welche langfristigen gesundheitlichen Vorteile ergeben sich durch eine flächendeckende Einführung der vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels?

 

Die Fraktionen im Landtag NRW