Zur veröffentlichten Fassung der Sitzungseinladung / Tagesordnung

LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
18. Wahlperiode

 

E  18/1389

 

29.08.2025

 

 

 

Enquetekommission III

 

 

 

14. Sitzung (öffentlich, Livestream)
der Enquetekommission III
am Freitag, dem 5. September 2025,
10.00 Uhr, Raum E1 D05

 

Landtag Nordrhein-Westfalen
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf

 

Tagesordnung

 

Genehmigungsverfahren

 

Stellungnahme 18/2756

Stellungnahme 18/2757

Stellungnahme 18/2758

Stellungnahme 18/2759

Stellungnahme 18/2760

Stellungnahme 18/2761

Stellungnahme 18/2762

Stellungnahme 18/2763

Stellungnahme 18/2767

 

 

Anhörung von Sachverständigen

 

 

 

 

 

gez. Astrid Vogelheim
- Vorsitzende -


 

Anhörung von Sachverständigen

der Enquetekommission III

Genehmigungsverfahren

am 5. September 2025

10.00 bis (max.) 13.00 Uhr, Raum E1 D05, Livestream

 

Verteiler

 

 

Wupperverband

Ingo Noppen

Wuppertal

 

Wasserwerke Westfalen

Bernd Heinz

Schwerte

Rheinenergie

Dr. Carsten Schmidt

Köln

 

BWK – die Umweltingenieure

Landesverband NRW

Kempen

 

Dr. Jörn Bringewat

Rechtsanwalt

Berlin

 

Emschergenossenschaft / Lippeverband

Mechthild Semrau

Essen

IWW Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH

Dr. Tim aus der Beek

Mülheim an der Ruhr

 

Hochschule Ruhr West

Prof. Dr. Mark Oelmann

Mülheim an der Ruhr

Städtetag Nordrhein-Westfalen

Köln

 

Städte- und Gemeindebund NRW

Düsseldorf

 

Landkreistag Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf

 

 

 

 

***


 

Anhörung von Sachverständigen

der Enquetekommission III

"Genehmigungsverfahren"

am 5. September 2025

10.00 Uhr bis (max.) 13.00 Uhr, Raum E1 D05, Livestream

 

Fragenkatalog

 

 

1.    Wie schätzen Sie den Stand der Genehmigungsverfahren aktuell ein? Ist die Frage der Genehmigungen aktuell ein Engpass für Investitionen im Wassersektor?

2.    Welche Erfahrungen haben Sie in den letzten Jahren mit Genehmigungs­verfahren im Bereich der Wasserwirtschaft gemacht – und wo erleben Sie konkret Verzögerungen oder unnötige Komplexität? Sind die Geneh­migungsverfahren aus Ihrer Sicht vergleichbar oder liegen die zeitkritischen Genehmigungsschritte bei jedem Verfahren an anderer Stelle?

3.    Worin liegen die maßgeblichen Gründe für langwierige Geneh­mi­gungs­verfahren? Welchen zentralen rechtlichen Hürden oder Konkurrenzen zu anderen Rechtsgebieten gibt es, die die Projekte verzögern?

4.    Wie kann eine moderne Verwaltung bei Zielkonflikten zwischen konkur­rierenden Rechtsbereichen und Aufgaben der Daseinsvorsorge – zum Beispiel in den Bereichen „Hochwasserschutz“ oder „Trinkwasserversor­gung“ – eine nachvollziehbare, rechtssichere und zugleich handlungsorientierte Abwägung vornehmen? Welche Rahmenbedingungen kann und sollte das Land NRW schaffen, um rechtssichere Entscheidungen sicherzustellen?

5.    Wie lassen sich Genehmigungsverfahren im Wassersektor aus Ihrer Sicht beschleunigen, ohne dabei die Ziele des Umwelt- und Gewässerschutzes oder anderer konkurrierender Rechtsgebiete zu gefährden?

6.    Mit welchen finanziellen Mehrbelastungen ist bei Vorhaben im Wassersektor zu rechnen, wenn Genehmigungsverfahren unnötig verzögert werden? Können Sie Beispiele benennen?

7.    Wie bewerten Sie die derzeitige Zuständigkeitsverteilung bei wasserrechtlichen Genehmigungen zwischen Bezirksregierungen, Landesbehörden, Kreisen und kreisfreien Städten in NRW? Welche strukturellen Anpassungen würden Sie empfehlen, um die Bearbeitung von Anträgen effizienter zu gestalten?

8.    Welche Möglichkeiten sehen Sie, Genehmigungsprozesse in der Wasser­wirtschaft zu beschleunigen und wie beurteilen Sie diese (zum Beispiel Genehmigungsfiktionen, Selbstgenehmigungen oder Ansätze, wie sie beispielsweise in den Niederlanden angewandt werden?)

9.    Welche konkreten digitalen Werkzeuge, standardisierten Verfahren oder Leit­fäden könnten dazu beitragen, Genehmigungsprozesse im Bereich der Wasserinfrastruktur zu beschleunigen und gleichzeitig die Planungssicherheit für Kommunen, Versorger und Investoren zu erhöhen?

10. Wo sehen Sie Ansatzpunkte, um eine durchgehende Digitalisierung ohne Me­dien­bruch sowie eine zentrale Datenhaltung zur Vermeidung von Doppelungen zu erreichen?

11. Inwiefern sind die derzeitigen Instrumente zur Öffentlichkeitsbeteiligung noch zeitgemäß? Wie könnte die Beteiligung der Öffentlichkeit unter dem Druck zur Maßnahmenumsetzung aufgrund des Klimawandels trotzdem effizient umgesetzt werden?

12. Sehen Sie künftig Herausforderungen bei der Erteilung von Wasserrechten im Hinblick auf das verfügbare Wasserdargebot in Zeiten des Klimawandels?

13. Wie sind Landes- und Regionalplanung, (inter-) kommunale Entwicklungs­konzepte sowie Umweltplanung anzupassen, um a) eine wasser- und hitzeangepasste Landesentwicklungsplanung und Regionalplanung sowie b) eine wassersensible Landschafts- und Stadtentwicklung zu ermöglichen?

14. Erläutern Sie bitte beispielhaft anhand konkreter Projekte, woran diese geschei­tert bzw. wodurch diese verzögert worden sind. Wie hätten die Verfahren in diesen Fällen besser gelingen können?

15. Bitte nennen Sie möglichst konkrete Vorschriften, Abläufe etc., die angepasst werden müssten und erläutern Sie die Problematik und mögliche Lösungs­ansätze.

 

 

 

 

 

Die Fraktionen im Landtag NRW