Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung

Situation im Handwerk 

Der Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung hat sich mit der pandemiebedingten Situation im nordrhein-westfälischen Handwerk befasst. Prof. Dr. Hans Jörg Hennecke, Hauptgeschäftsführer von Handwerk.NRW, sprach von einem „sehr differenzierten Bild“. Während die Bauwirtschaft stabile Umsatzzahlen melde, sei die Lage in anderen Branchen, etwa dem Kfz-Gewerbe, eher „durchwachsen“. Handel und körpernahe Dienstleistungen seien „massiv betroffen“. Dr. Frank Wackers, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbands Handwerk NRW, äußerte sich ähnlich. Das Bau- und Ausbaugewerbe sei während der Pandemie ein „Stabilitätsanker im Handwerk“. Dennoch könne die Situation durch Materialknappheit und eine „Preisexplosion“ u. a. beim Holz gefährlich werden. Lieferschwierigkeiten gebe es aber auch bei Kunststoffen. Im Nahrungsmittelgewerbe seien wegen der Schließungen Konditoreien und Bäckereien besonders betroffen gewesen. Fleischereien hätten Einbrüche – etwa beim Catering – zum Teil durch Mehreinnahmen im Ladengeschäft kompensieren können. Zu den „Totalverlierern“ zählte Wackers die Branchen Messebau und Gebäudereinigung. Auch bei den Friseurbetrieben seien die Folgen bereits sichtbar. Einige hätten aufgegeben.

Quelle: Pressestelle des Landtags
 

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