Seit über einem Jahrhundert wird im Abbaufeld Garzweiler Braunkohle gefördert. Die RWE Power AG bringt hier jährlich zwischen 20 und 25 Millionen Tonnen Braunkohle aufs Förderband. Im Jahr 2030 soll der Tagebau nach jetziger Beschlusslage enden. Wie es danach vor Ort weitergehen wird, welche Perspektiven sich für das Rheinische Revier erschließen, und was schon heute für die Rekultivierung der Region getan wird, darüber informierten sich die ehemaligen Mitglieder des Landtags Nordrhein-Westfalen auf einer Tagesfahrt in Begleitung von RWE.
Jörg Kerlen (Senior Manager Public Affairs), Projektleiter Jiri Hlavka und Anna Jo Merk von der RWE-eigenen "Forschungsstelle Rekultivierung" standen den ehemaligen Abgeordneten, von denen viele auch an zentralen energiepolitischen Entscheidungen vergangener Jahre und Jahrzehnte beteiligt waren, Rede und Antwort. Unter anderem ging es dabei um die langfristige Zielsetzung, die Tagebaugrube ab Mitte der 2030er Jahre über einen Zeitraum von annähernd drei Jahrzehnten mit Rheinwasser zu füllen, um dort den Garzweiler See anzulegen - er soll dann zu einem der größten Binnenseen Deutschlands werden.
Auch die Befahrung der Sophienhöhe stand für die Vereinigung der Ehemaligen auf dem Programm. Hier informierten sich Teilnehmenden über die Aufforstung und den ökologischen Wandel als Folge des Tagebaus. 1978 wurde mit der Aufschüttung der Sophienhöhe begonnen. Bereits heute ist sie Heimat einer Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten. Für die ehemaligen Abgeordneten war es ein Tag mit vielzähligen Eindrücken und auch überraschenden Einblicken.