Detailansicht des Abgeordneten Daniel Sieveke

Foto von Daniel Sieveke (MdL)
Fraktionszugehörigkeit
CDU
Beruf
Bankkaufmann, Sparkassenbetriebswirt
Geburtstag
30.11.1976
Telefon (dienstlich)
(0211)884-2908
(05251)87577-1
Fax (dienstlich)
(0211)884-3321
(05251)87577-3
E-Mail (dienstlich)
daniel.sieveke@landtag.nrw.de
Internet
www.daniel-sieveke.de
www.xing.com/​profile/​daniel_sieveke
Postanschrift
Wahlkreisbüro
Liboriberg 21

33098 Paderborn
Wahlkreis/Landesliste
Paderborn II

Wie sind Sie in die Politik gekommen?

Geprägt haben mich vor allem politische Diskussionen „am Küchentisch“ in meinem Elternhaus. Meine Eltern und Geschwister haben sicher den Grundstein dafür gelegt, dass ich mich quasi seit ich denken kann für politische Entscheidungswege interessiert habe. Meine Eltern sind von der Politik Adenauers und Erhards und dem damit verbundenen Aufbau der Bundesrepublik stark beeinflusst worden. Als Handwerksunternehmer und Einzelhandelskaufleute sind sie selbst – wie so viele – ein aktiver Teil des Wiederaufbaus und des Wohlstandswachstums gewesen. Für mich war es dann später ganz besonders Helmut Kohl, der mich beeindruckt hat. Seine historische Leistung zur Einheit Deutschlands und Europas hat schon sehr begeisternd auf mich gewirkt. Zunächst als Schülersprecher am Paderborner Gymnasium Theodorianum und dann auch über die Junge Union habe ich meine ersten politischen Schritte gewagt und bin diesen Weg dann schließlich konsequent in der CDU weitergegangen, bis hin zum Berufspolitiker, was ich übrigens nicht für ein Schimpfwort halte. Vielmehr geht es darum, als Politiker sein eigenes Leben in den Dienst der Gesellschaft zu stellen, und das in aller Öffentlichkeit. Mit allen Vorteilen, und mit allen Nachteilen. Ein selbst gewähltes Schicksal, das durch das Votum vieler an der Wahlurne zu einer Ehre und zu einem verantwortungsvollen Amt wird.

Was sind Ihre politischen Grundsätze?

Man muss authentisch bleiben. Was für ein langweiliger Satz. Und trotzdem ist er wahr. Wie viele in der Politik verlieren über die Jahre den Boden unter den Füßen? Da kommt der Rückruf dann irgendwann nicht mehr vom gewählten Bürgermeister, sondern von seinem Sprecher. Delegieren muss man, ja klar. Aber warum ist man denn in die Politik gegangen? Vom „Gestalten“ ist da oft die Rede. Vom „Mitwirken“. Alles richtig. Aber man muss ehrlich bleiben, vor allem zu sich selbst. Das habe ich mir vorgenommen, und ich gebe auch zu, das fällt mir nicht immer leicht. Wenn ich einem unzufriedenen Bürger einen bestimmten Sachverhalt einhundert Mal erklärt habe, ich alles versucht habe und sogar etwas bewegen konnte, und dann die andere Seite immer noch voller Kritik und Unverständnis ist, an solchen Tagen ist der Beruf des Politikers und Abgeordneten nicht „vergnügungssteuerpflichtig“. Wenn dann aber am gleichen Tag, ganz unerwartet, eine Bürgerin mir beim Bäcker in der Mittagspause auf die Schulter klopft: „Das haben Sie aber richtig gesagt, Herr Sieveke!“, dann weiß ich wieder, warum wir die Aufgabe haben, an Meinungsbildung mitzuwirken und Meinungen abzubilden, warum wir eben gerade strittige Themen zu Lösungen, wenn auch oft zu Kompromisslösungen, führen sollen und führen. Weil es letztlich dem Gemeinwohl dient. Irgendwer muss bereit sein, dafür zu streiten. Mir ist es daher ganz besonders wichtig, auch in solchen Phasen eines politischen Streits morgens noch in den Spiegel zu schauen und sagen zu können: „Ja, Daniel Sieveke, kenne ich, habe ich gewählt, wähle ich auch nächstes Mal wieder!“ Wenn meine Ehefrau und meine Kinder das dann auch noch so bestätigen können, kann der Tag beginnen. Allen kann man es natürlich nicht Recht machen, man kann nicht eigene Überzeugungen haben, bei mir gehört dazu vor allem auch eine ständige Selbstreflexion als Christ, ohne jemals mit den Überzeugungen anderer in Konflikt zu geraten. Auch das ist ein Grundsatz, den aber glücklicherweise die meisten Politikschaffenden erfolgreich verinnerlicht haben.

Was schätzen Sie besonders an NRW?

Das ist vor allem die Unterschiedlichkeit der Landesteile und Regionen. Man kann so vieles erleben und unternehmen in Nordrhein-Westfalen, das ist schon toll. In der Politik konzentrieren wir uns oft zu schnell und zu sehr auf das Negative. Auf Einbruchsstatistiken, auf Staus auf den Straßen, soziale Probleme in Ballungsräumen, demographische Probleme in ländlichen Räumen, das Wirtschaftswachstum, den Haushalt oder die Bildung. Wir können tatsächlich aber alle gemeinsam, parteiübergreifend, bei aller Kritik, absolut stolz sein auf dieses Nordrhein-Westfalen, das seit dem Krieg immer wieder Impulsgeber, Motor, aber auch geistiges und kulturelles Zentrum für die ganze Bundesrepublik gewesen ist und auch weiter so fungiert. Meine Heimatstadt Paderborn ist dabei ein starker Teil von Ostwestfalen-Lippe, das wiederum inzwischen bundesweit und international einen hervorragenden Ruf als Wirtschafts- und IT-Region errungen hat. Dazu haben nicht nur die Paderborner Universität und die Fachhochschulen beigetragen, sondern auch die vielen kleinen und mittelständischen Familienunternehmen am Standort. Und auch sportlich geht in Paderborn viel mehr als nur Fußballbundesliga. Kirche und Kultur, fantastische Schützenfeste oder das große alljährliche Libori-Fest: Paderborn ist immer eine Reise wert.Veranstaltungstipps gebe ich daher auch immer wieder und auch in Zukunft gerne direkt am Mikro im Plenarsaal des Landtags, das Präsidium möge es mir verzeihen.

Welcher Erfolg ist Ihnen besonders wichtig?

Vieles ist emotional bewegend, aber nicht alles Wünschenswerte kann auch „bedient“ werden. Politik muss nein sagen können. Ich sehe es daher als meinen Erfolg an, in der Vergangenheit auch gelegentlich nein gesagt zu haben. Das ist auch, aber nicht immer, öffentlich geschehen. . So habe ich mich in meiner Fraktion von Beginn an kritisch gegenüber dem Thema der schulischen Inklusion gezeigt. Deswegen halte ich den Stopp weiterer Förderschulschließungen durch die von CDU und FDP getragene Landesregierung für einen richtigen Schritt und wichtigen Erfolg. Für mich persönlich halte ich es als Vorsitzender des Innenausschusses im Landtag Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit weiteren Kolleginnen und Kollegen aus diesem wichtigen Fachbereich, für einen Erfolg, dass zuletzt wieder mehr Wertschätzung gegenüber denjenigen Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst signalisiert wurde, die sich für die Innere Sicherheit in unserem Land tagtäglich einbringen. Dazu gehören natürlich die Polizei, unsere Feuerwehren, das gesamte Rettungswesen, das THW, auch die Bundeswehr und viele mehr. Bis hin zu kleineren Berufsgruppen wie z. B. dem Justizwachtmeisterdienst NRW, der sich um die Sicherheit in den Gerichten kümmert. Ich halte es für immens wichtig, diesen Menschen echte Wertschätzung entgegen zu bringen. Das muss nicht immer nur monetär sein, aber natürlich auch! Leider gelingt das einer Regierung nicht immer, gerade wenn Finanzen und Termine drücken. Aber dafür muss man Mittel und Zeit freischaufeln, denn die Innere Sicherheit ist meiner Meinung nach das Kernthema Nummer 1, noch vor Finanzen und Bildung. Denn ohne ein grundlegendes Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung fängt unsere Gesellschaft an zu wackeln. Die Abschaffung der Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte war ein erster Schritt der von CDU und FDP getragenen Landesregierung, der genau im Zeichen dieser notwendigen Wertschätzung steht.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Neben den diversen politischen Gremien, denen ich angehöre und die auch meiner Biographie auf den Internetseiten des Landtags zu entnehmen sind, verbringe ich den Großteil meiner Freizeit natürlich mit meiner Familie. Meine Jungs sind sich als Zwillinge zwar manchmal schon einig, bevor ich erkannt habe, was genau gerade anliegt, aber dennoch haben wir unglaublichen Spaß zusammen. Sei es auf dem Fußballplatz, beim Einkaufen, Spazierengehen oder im kirchlichen Gemeindeleben. Meine Frau schätzt es übrigens sehr, wenn „ihre Männer“ sich auch einmal miteinander beschäftigen können. Noch schöner ist es aber natürlich, gemeinsam mit der ganzen Familie etwas zu unternehmen. Die jährlichen Highlights in Paderborn, allen voran das Libori-Fest und das Schützenfest des Paderborner Bürgerschützenvereins von 1831 e. V. sind auf jeden Fall Veranstaltungen, zu denen man fast durchgehend alle Sievekes an allen Tagen antreffen kann: beim Schützenfest in der Regel unter dem Dach der kleinen und bescheidenen „Kämper-Kompanie“, zu Libori im Hohen Dom genauso gerne wie im schon traditionsreichen „Auffenberg´s Biergarten“.

Abgeordnetenprofil

Geboren am 30. November 1976 in Paderborn; römisch-katholisch, verheiratet, zwei Kinder.
Abitur 1997. Ausbildung zum Bankkaufmann bis 2001, Abschluss des Studiengangs Sparkassenfachwirt 2003 und Abschluss des Studiengangs zum Sparkassenbetriebswirt 2007. 2001 bis 2007 Kunden- bzw. Privatkundenberater bei der Sparkasse Paderborn, 2007 bis 2009 stellvertretender Geschäftsstellenleiter und seit 2009 Geschäftsstellenleiter bei der Sparkasse Paderborn-Detmold (Freistellung).
Mitglied der CDU seit 1998. 1999 bis 2003 Stadtverbandsvorsitzender der Jungen Union Paderborn. 2003 bis 2007 Ortsunionsvorsitzender der CDU Paderborn. Seit 2006 Stadtverbandsvorsitzender der CDU Paderborn. Seit 2018 Mitglied im CDU-Landesvorstand NRW, seit 2021 dort stellvertretender Vorsitzender. 2004 bis 2017 Mitglied des Rates der Stadt Paderborn, dort 2004 bis 2009 Schatzmeister und 2009 bis August 2017 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion. Seit Juli 2017 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.
Abgeordneter des Landtags Nordrhein-Westfalen vom 9. Juni 2010 bis 14. März 2012 und seit 31. Mai 2012.

(Die Kurzbiografien werden überwiegend anhand von Selbstauskünften erstellt.)

1.  Gegenwärtig ausgeübte Berufe und Tätigkeiten

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2. Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums einer Gesellschaft, Genossenschaft oder eines in einer anderen Rechtsform betriebenen Unternehmens

IN VIA St.Lioba gGmbH, Paderborn; Mitglied des Beirates (ab 03.09.2021) (ehrenamtlich)

Paderborner Kommunalbetriebe GmbH; stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 28.08.2017)

Paderborner Stadthallen Betriebsgesellschaft mbH; Mitglied des Aufsichtsrates (bis 28.08.2017)

Stadtwerke Paderborn GmbH, Paderborn; Mitglied des Aufsichtsrates (bis 28.08.2017)

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn mbH; Mitglied des Aufsichtsrates (bis 28.08.2017)

 

3. Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums einer Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts mit Ausnahme der Mandate in Gebietskörperschaften

Härtefonds des Landes Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung von Opfern des Nationalsozialismus aus Billigkeitsgründen; Mitglied des Beirats (ab 28.09.2017; vorher stellvertretendes Mitglied)

Institut für Leichtbau mit Hybridsystemen der Universität Paderborn; Paderborn; Mitglied des Beirats (ehrenamtlich) (bis 30.09.2020)

Justizvollzugsanstalt Hövelhof; Mitglied des Beirats

NRW.BANK, Düsseldorf; Mitglied des Beirats für Wohnraumförderung (ab 13.09.2017)
     Dezember 2017 - 1.000,00 €                    Juni 2018 - 1.500,00 €
                                                                       Dezember 2018 - 1.500,00 €

     Juni 2019 - 1.500,00 €                              Juni 2020 - 1.500,00 €
     Dezember 2019 - 1.500,00 €                    Dezember 2020 - 1.500,00 €

     Juni 2021 - 1.500,00 €

Versorgungswerk der Mitglieder der Landtage von Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg, Düsseldorf; Mitglied des Vorstands (ab 15.06.2021)

 

4.  Funktionen in Berufsverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, sonstigen Interessenverbänden oder ähnlichen Organisationen mit Bedeutung auf Landes- oder Bundesebene

Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen e.V., Düsseldorf; Mitglied des Präsidiums (ab 22.11.2017)

 

5. Sonstige Tätigkeiten, die auf für die Ausübung des Mandates bedeutsame Interessenverknüpfungen hinweisen können, wie z.B. Funktionen in Vereinen, Verbänden oder ähnlichen Organisationen mit lokaler Bedeutung

Caritasverband Paderborn e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Modellprojekt DESKK: Demenzspezifisches Kurzzeitpflegekonzept mit dem Angebot der demenzspezifischen Rehabilitation und Beratung, Witten; Mitglied des Beirates (bis 31.03.2019)

Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn e. V., Paderborn; Mitglied der Delegiertenversammlung (ehrenamtlich)

Paderborner Bürgerschützenverein v. 1831 e.V., Paderborn; Mitglied des Verwaltungsrats (ehrenamtlich)

Paderborn überzeugt e.V., Paderborn; Mitglied des Vorstandes (ehrenamtlich) (bis 28.08.2017)

Pro Leistungssport Paderborn e.V., Paderborn; Mitglied des Kuratoriums (ehrenamtlich)

Turnverein 1875 Paderborn e.V., Paderborn; Mitglied des Präsidiums (ab 13.09.2021)

 

6. Entgeltliche Tätigkeiten der Beratung, Vertretung fremder Interessen, Erstattung von Gutachten, publizistische und Vortragstätigkeit, soweit diese Tätigkeiten nicht im Rahmen des ausgeübten Berufes liegen

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7. Das Halten und die Aufnahme von Beteiligungen an Kapital- oder Personengesellschaften, wenn dadurch ein wesentlicher wirtschaftlicher Einfluss auf das Unternehmen begründet wird

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Für die Höhe der Entgelte sind nach den Verhaltensregeln die zugeflossenen Bruttobeträge einschließlich Entschädigungs-, Ausgleichs- und Sachleistungen maßgebend. Entgelte nach den Nummern 1, 4 und 5 werden in Höhe der jährlichen Einkünfte angezeigt und in Stufen veröffentlicht. Entgelte nach den Nummern 2, 3 und 6 werden in Höhe der monatlichen Einnahmen angezeigt und veröffentlicht. Nicht in Abzug gebracht werden daher Steuern und Abgaben sowie sonstige Kosten aller Art. Die Höhe der Einkünfte oder Einnahmen aus einer Tätigkeit bezeichnet nicht das zu versteuernde Einkommen.

Soweit sich für anzeigepflichtige Tätigkeiten, die in Personen- oder Kapitalgesellschaften ausgeübt werden, Bruttobeträge nicht ermitteln lassen, werden die ausgekehrten Anteile am Gesellschaftsgewinn mit der Angabe "Gewinn" veröffentlicht.

Zum Inhalt der veröffentlichungspflichtigen Angaben im Übrigen siehe auch die Hinweise zur Veröffentlichung der Angaben nach den Verhaltensregeln auf den Internetseiten des Landtags Nordrhein-Westfalen.

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