Detailansicht der Abgeordneten Carina Gödecke

Foto von Carina Gödecke (MdL)
Fraktionszugehörigkeit
SPD
Beruf
Vizepräsidentin des Landtags; Pädagogische Referentin
Geburtstag
25.10.1958
Telefon (dienstlich)
(0211)884-2916
Fax (dienstlich)
(0211)884-3062
E-Mail (dienstlich)
carina.goedecke@landtag.nrw.de
Internet
www.carina-goedecke.de
Postanschrift
Postfach 101143
Platz des Landtags 1

40002 Düsseldorf
Wahlkreis/Landesliste
Bochum I

Wie sind Sie in die Politik gekommen?

Ich wurde im wahrsten Sinne des Wortes in eine sozialdemokratische Familie hinein geboren. Da sowohl mein Vater als auch meine Mutter nicht nur politisch interessiert, sondern auch sehr aktiv waren, habe ich das politische Engagement von klein auf mitbekommen. Von meinen Eltern habe ich gelernt, wie wichtig es ist, sich für das Wohl einer funktionierenden Gesellschaft einzusetzen und Politik als Ehrenamt ernst zu nehmen. Und natürlich war es auch die Aufbruchzeit in den 70er Jahren, Stichwort „Willy wählen“, die mich geprägt hat.

Was sind Ihre politischen Grundsätze?

Ich setze mich für eine Gesellschaft ein, die sozial gerecht ist. Dabei ist mir schon klar, dass jede Generation ihre eigene Definition von Gerechtigkeit erarbeiten muss. Denn was ganz konkret unter Gerechtigkeit verstanden wird, muss zeitgemäß definiert werden. Bildung ist dabei nach wie vor der Schlüssel für gerechte Zukunftsgestaltung. In gleicher Weise, gerade weil es in der heutigen Zeit so wichtig ist wie schon lange nicht mehr, stehe ich für unsere Demokratie ein. Es geht um Meinungs- und Pressefreiheit, Minderheitenschutz und eine Politik, die auf demokratischen Mehrheitsentscheidungen beruht. Es geht um Kontrolle der gewählten Politikerinnen und Politiker durch die Bürgerinnen und Bürger. Und es ist notwendig, jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus zu ächten. Wenn die Errungenschaften unserer Demokratie missbraucht und sogar gegen die Demokratie gewendet werden, dann ist das schwer auszuhalten. Aber da halte ich es dann mit Voltaire, der gesagt hat: „Ich mag verdammen, was du sagst. Aber ich werde mein Leben dafür geben, damit du es sagen kannst.“

Was schätzen Sie besonders an NRW?

Vor allem schätze ich die Menschen in unserem Land, die ehrlich, engagiert, tolerant und geradeaus sind. Bei der Flüchtlingsaufnahme in unserem Land kann man ganz genau sehen, wofür NRW steht. Nämlich für Menschlichkeit und Respekt. Dann schätze ich vor allem die Vielfalt der Regionen und Landschaften. Und natürlich die unglaublich engagierten Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker in den 396 Kommunen, die sich ebenso ehrenamtlich einsetzen wie die unzähligen Menschen in Vereinen, Organisationen, Gewerkschaften, Initiativen und in den Kirchen. Aber Nordrhein-Westfalen, das „Bindestrichland“, das 2016 seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, ist auch das Land der Hochschulen und der sogenannten „Hidden Champions“, die Weltmarktführer in ihren Branchen sind. Es ist das Land der Kunst und Kultur. Wir sind das Sportland Nummer 1, was den Breitensport angeht, und können stolz darauf sein, dass wir so viele Fußballvereine in der ersten Bundesliga haben. Und nirgendwo sonst wird so wunderbar Karneval gefeiert, nirgendwo sonst wird das Sommerbrauchtum in den Schützenvereinen so sehr gelebt wie bei uns.

Welcher Erfolg ist Ihnen besonders wichtig?

Wichtig sind mir vor allem die politischen Erfolge, die auf Teamarbeit, also der Zusammenarbeit Vieler, auf Kompromissen und breiten Verständigungen beruhen. Das sind Erfolge, die manchmal auch nach sehr langen Diskussionen am Ende von einer großen Mehrheit im Parlament getragen werden. Dazu gehören der sogenannte Schulkonsens, der Stärkungspakt Kommunalfinanzen oder die Aufnahme der Kinderrechte in die Landesverfassung. Als großen Erfolg sehe ich es ebenso an, dass wir als Parlament – wenn auch immer noch nicht völlig ausreichend – die Handlungsfähigkeit der Kommunen wieder hergestellt haben. Genehmigte kommunale Haushalte sind nämlich die Grundvoraussetzung dafür, dass die Kommunen selbstständig handeln und entscheiden können. Und dann gibt es natürlich Positionen, die bisher vom Parlament in seiner Gesamtheit und mit großer Geschlossenheit verantwortet werden. Unser klares und unmissverständliches Bekenntnis zur Demokratie gehört dazu.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Da ich schon lange immer auch zusätzliche Aufgaben übertragen bekommen oder übernommen habe, ist der Begriff Freizeit fast ein Fremdwort geworden. Schon als Parlamentarische Geschäftsführerin, später als Landtagspräsidentin und auch heute bin ich täglich viele Stunden und manchmal auch sieben Tage in der Woche politisch im Dienst und gefordert. Daher sind mir die Zeiten, die ich mit meinem Mann, mit unserer Familie – also den Kindern und Enkelkindern - und mit guten Freunden verbringen kann, sehr wichtig. Dann treffen wir uns, essen zusammen, verbringen Zeit miteinander und machen das, was man als Großeltern eben so macht: Man besucht den Zoo, das Planetarium, die Kirmes, den Spielplatz oder es wird gespielt, vorgelesen, gesungen – auch wenn die eigene Musikalität zu wünschen übrig lässt. Ein ganz ausgewiesenes Hobby habe ich nicht. Aber das hatte ich auch noch nie. Ich kann gut kochen und backen, mag Gartenarbeit und bin in wenigen Vereinen nicht nur Mitglied, sondern ehrenamtlich tätig. Und seit einigen Jahren haben mein Mann und ich das Kino und das Theater wieder für uns entdeckt.

Abgeordnetenprofil

Ausschuss Funktion
Unterausschuss Covid-19-Pandemie des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales ordentl. Mitglied
Ausschuss für Gleichstellung und Frauen stv. Mitglied
Hauptausschuss ordentl. Mitglied
Integrationsausschuss stv. Mitglied
Subsidiarität und Partizipation. Zur Stärkung der (parlamentarischen) Demokratie im föderalen System stv. Mitglied
Ältestenrat ordentl. Mitglied

Geboren am 25. Oktober 1958 in Groß-Gerau; verheiratet.
Abitur 1977. 1977 bis 1983 Studium der Chemie und Pädagogik für das Lehramt der Sekundarstufe II an der Gesamthochschule Wuppertal. Erstes Staatsexamen für das Lehramt der Sekundarstufe II 1983. 1984 bis 1986 Vorbereitungsdienst. Zweites Staatsexamen 1986. 1986 bis 1990 Mitarbeiterin bei dem Mitglied des Landtags Ernst-Otto Stüber. 1990 bis 1995 pädagogische Referentin beim Heinz-Kühn-Bildungswerk in Dortmund. Juli 2010 bis Mai 2012 Vizepräsidentin des Landtags, Mai 2012 bis Mai 2017 Präsidentin des Landtags, seit Juni 2017 Vizepräsidentin.
Mitglied der SPD seit Oktober 1974. Seit 1995 Stadtbezirksvorsitzende im Bochumer Osten. 1999 bis Juni 2019 stellvertretende Vorsitzende der SPD in Bochum. 1989 bis 1995 Mitglied des Rates der Stadt Bochum. Mai 2000 bis Juli 2010 Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion. Mitglied der Gewerkschaft ver.di. Mitglied des Ständigen Ausschusses nach vorzeitiger Beendigung der 15. Wahlperiode infolge Selbstauflösung des Landtags.
Abgeordnete des Landtags Nordrhein-Westfalen seit 1. Juni 1995.

(Die Kurzbiografien werden überwiegend anhand von Selbstauskünften erstellt.)

1.  Gegenwärtig ausgeübte Berufe und Tätigkeiten

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2. Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums einer Gesellschaft, Genossenschaft oder eines in einer anderen Rechtsform betriebenen Unternehmens

Diakonie Ruhr gGmbH, Bochum; Mitglied der Gesellschafterversammlung 

Evangelischer Verbund Ruhr gGmbH, Herne; Vorsitzende der Gesellschafterversammlung (ab 01.01.2019, vorher Stellvertretende Vorsitzende)

Technische Fachhochschule Georg Agricola, Bochum; Mitglied im Hochschulrat

 

3. Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums einer Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts mit Ausnahme der Mandate in Gebietskörperschaften

Akademisches Förderungswerk AöR, Bochum; Mitglied des Verwaltungsrates

Evangelische Kirche von Westfalen, Bielefeld; Mitglied im "Ständigen Ausschuss für politische Verantwortung"

Gesellschaftspolitische Räte im Bistum Essen, Mülheim an der Ruhr; Mitglied des Rates für Wirtschaft und Soziales (ab 13.02.2020)

Härtefonds des Landes Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung von Opfern des Nationalsozialismus aus Billigkeitsgründen, Düsseldorf; Stellvertretendes Mitglied des Beirates (ab 28.09.2017)

Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf; Mitglied im Kuratorium (ab 31.12.2019)

Qed-Stiftung an der Hochschule Bochum, Bochum; Mitglied des Kuratoriums

Versorgungswerk der Mitglieder der Landtage von Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg (ab 01.12.2019; vorher Versorgungswerk der Mitglieder des Landtags Nordrhein-Westfalen und des Landtags Brandenburg), Düsseldorf; Vorsitzende des Vorstands 

 

4.  Funktionen in Berufsverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, sonstigen Interessenverbänden oder ähnlichen Organisationen mit Bedeutung auf Landes- oder Bundesebene

Deutsche Kinderhospizstiftung, Olpe; Botschafterin (ab 03.09.2021)

DLRG Stiftung Westfalen e.V., vormals DLRG Stiftung Lebensrettung Westfalen e.V., Dortmund; Mitglied des Stiftungsrates 

HERAUSFORDERUNG ZUKUNFT, Bochum; Mitglied des Kuratoriums

Israelstiftung in Deutschland, Münster; Mitglied des Kuratoriums (ab 01.06.2021)

SBG Zentralausschuss e.V. (Träger des Heinz-Kühn-Bildungswerks), Dortmund; Beisitzerin im Vorstand 

Sonderprojekt "Glückauf Zukunft!", RAG Stiftung, Essen; Mitglied im Beirat (bis 02.07.2017)

 

5. Sonstige Tätigkeiten, die auf für die Ausübung des Mandates bedeutsame Interessenverknüpfungen hinweisen können, wie z.B. Funktionen in Vereinen, Verbänden oder ähnlichen Organisationen mit lokaler Bedeutung

Benediktpreis von Mönchengladbach e.V., Mönchengladbach; Mitglied des Kuratoriums

Innere Mission des Diakonischen Werks Bochum e.V., Bochum; Stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates (ab 02.07.2019; vorher Mitglied des Arbeitsausschusses)

Stiftung "Situation Kunst", Bochum; Mitglied des Kuratoriums

 

6. Entgeltliche Tätigkeiten der Beratung, Vertretung fremder Interessen, Erstattung von Gutachten, publizistische und Vortragstätigkeit, soweit diese Tätigkeiten nicht im Rahmen des ausgeübten Berufes liegen

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7. Das Halten und die Aufnahme von Beteiligungen an Kapital- oder Personengesellschaften, wenn dadurch ein wesentlicher wirtschaftlicher Einfluss auf das Unternehmen begründet wird

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Für die Höhe der Entgelte sind nach den Verhaltensregeln die zugeflossenen Bruttobeträge einschließlich Entschädigungs-, Ausgleichs- und Sachleistungen maßgebend. Entgelte nach den Nummern 1, 4 und 5 werden in Höhe der jährlichen Einkünfte angezeigt und in Stufen veröffentlicht. Entgelte nach den Nummern 2, 3 und 6 werden in Höhe der monatlichen Einnahmen angezeigt und veröffentlicht. Nicht in Abzug gebracht werden daher Steuern und Abgaben sowie sonstige Kosten aller Art. Die Höhe der Einkünfte oder Einnahmen aus einer Tätigkeit bezeichnet nicht das zu versteuernde Einkommen.

Soweit sich für anzeigepflichtige Tätigkeiten, die in Personen- oder Kapitalgesellschaften ausgeübt werden, Bruttobeträge nicht ermitteln lassen, werden die ausgekehrten Anteile am Gesellschaftsgewinn mit der Angabe "Gewinn" veröffentlicht.

Zum Inhalt der veröffentlichungspflichtigen Angaben im Übrigen siehe auch die Hinweise zur Veröffentlichung der Angaben nach den Verhaltensregeln auf den Internetseiten des Landtags Nordrhein-Westfalen.

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