15.09.2022

Landtag: Zeichnungen ukrainischer und polnischer Kinder

Der Landtag stellt Zeichnungen ukrainischer Kinder aus, die sie während des Kriegs in ihrer Heimat gemalt haben. Die Bilder zeigen unter anderem Motive zu Bombenalarm, Flucht und Gewalt. Die Ausstellung "Mama, ich will den Krieg nicht!" beinhaltet auch Zeichnung polnischer Kinder aus dem Jahre 1946. Sie ist am Weltkindertag im Landtag am Sonntag, 18. September 2022 zu sehen.

Die Ausstellung "Mama, ich will den Krieg nicht!" ist bis zum 30. September 2022 in der Bürgerhalle des Landtags zu sehen - unter anderem auch am Weltkindertag am kommenden Sonntag, 18. September 2022.

„Es sind die Schwächsten, die unter Krieg und Gewalt am meisten leiden. Wir können uns nicht annähernd vorstellen, welches Leid Putins Krieg über die Ukraine und die Kinder dort bringt. Ihre Bilder sind berührend und geben uns eine Ahnung davon, was sie durchmachen müssen. Die Ausstellung rüttelt auf und mahnt uns, die Menschen in der Ukraine weiter zu unterstützen und allen, die bei uns Schutz suchen, zu helfen. Die Rechte von Kindern müssen überall geachtet und geschützt werden, darauf machen wir auch mit dem Kinderfest des Landtags zum Weltkindertag aufmerksam“, sagt André Kuper, Präsident des Landtags.

Vizepräsidentin Berivan Aymaz sagte zur Eröffnung der Ausstellung in der Bürgerhalle des Landtags: „Wir alle wissen: Es gibt wieder Krieg in Europa: seit dem 24. Februar. Seit Russland die Ukraine angegriffen hat. Wir stellen die Bilder bewusst anlässlich des Weltkindertages aus, den wir am Sonntag im Landtag feiern. Denn zu den universellen Rechten von Kindern zählen nicht nur Gesundheit, Bildung und Schutz vor Gewalt, sondern auch das Recht auf Spiel und Freizeit."

Iryna Shum, Generalkonsulin der Ukraine: „Das Leben von Tausenden von Kindern in der Ukraine wird nie wieder dasselbe sein, weil sie den Krieg in ihrer härtesten und brutalsten Erscheinungsform erlebt haben. Diese Ausstellung trifft die Besucher mitten ins Herz und ist auch eine Mahnung, dass die Welt ihren Willen und ihre Bemühungen mehr denn je vereinen muss, um den Aggressor zu stoppen. Dem unsäglichen Leid muss ein Ende gesetzt werden, damit die Kinder bald ihre friedliche Kindheit zurückbekommen.“

Jakub Wawrzyniak, polnischer Generalkonsul der Republik Polen: „Diese Ausstellung berührt jeden, genau wie der Krieg jeden berührt. Sie macht das Leid und den Schmerz dieser Kinder erlebbar. Damals, wie heute rauben und raubten die Aggressoren diesen unschuldigen Kindern ihre Kindheit, ihre Lebensfreude, ihre Geborgenheit und leider auch ihre Leben. Jede polnische Familie kennt diesen Schmerz, kennt das große Trauma, die Erinnerung daran ist unter meinen Landsleuten noch sehr wach. Wir fühlen mit unseren ukrainischen Freunden besonders mit und teilen ihren Schmerz. Den Krieg mit den Augen der Kinder sehen zu dürfen, macht uns allen nachdrücklich bewusst, wie sinnlos, wie schrecklich, wie ungerecht die brutale Aggression bleibt – vor über 80 Jahren, wie heute.“

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