14.06.2022

Jugendsymphonieorchester der Ukraine im Landtag

Das Jugendsymphonieorchester der Ukraine hat heute ein Konzert im Plenarsaal des Landtags Nordrhein-Westfalen gegeben. Die jungen Musikerinnen und Musiker proben seit Ausbruch des Krieges in Deutschland. Der Präsident des Landtags, André Kuper, hatte das Orchester zum Konzert in den Plenarsaal eingeladen.

Das Jugendsymphonieorchester der Ukraine wurde 2016 auf Initiative von Dirigentin Oksana Lyniv gegründet. Die talentiertesten Musikerinnen und Musiker von 12 bis 22 Jahren kommen dort zusammen. Die Mitglieder des Orchester verstehen sich als musikalische Botschafter des Landes. 

Im Frühjahr 2022 sollten Gesangssolisten aus Deutschland, Italien und Südafrika nach Lwiw (Lemberg) kommen, um gemeinsam mit dem Orchester zu proben. Durch den russischen Überfall auf die Ukraine konnte dieses internationale Zusammentreffen nicht stattfinden.
Die Mitglieder des Orchesters lebten in Kiew, Lwiw, Charkow, Donezk und weiteren Städten im gesamten Land. Der Stadt Moers mit Bürgermeister Christoph Fleischhauer sowie der dortigen Kulturszene gelang es, die Jugendlichen nach Deutschland zu holen. In Moers können sie seitdem wieder gemeinsam proben und sich auf ihre Auftritte vorbereiten. 

André Kuper begrüßte die Jugendlichen im Landtag und sagte: „Es ist ein Zeichen unserer Verbundenheit mit der Ukraine, dass die jungen Musikerinnen und Musiker nach dem Überfall der russischen Armee hier im Landtag Nordrhein-Westfalen auftreten. Es ist ein Konzert des Friedens, mit dem wir ein unüberhörbares Signal der Solidarität senden. Musik ist  universell, überwindet Grenzen und hat die Kraft, Menschen rund um den Globus zu vereinen. Die jungen Musikerinnen und Musiker verdienen Hochachtung, dass sie während ihrer Flucht vor Krieg und Zerstörung hier im Landtag ein Konzert geben. Wir sind dankbar dafür und unsere Gedanken sind bei ihren Familien sowie Freundinnen und Freunden in der Ukraine. Und wir danken allen in Nordrhein-Westfalen, die Menschen aus der Ukraine in unserem Land aufnehmen.“  

Das Konzert begann mit der Uraufführung der Friedensfanfare, einer Komposition, die speziell für das Jugendsymphonieorchester geschrieben wurde. Mit Unterstützung des Ratinger Konzertchors spielte das Jugendsymphonieorchester dann die ukrainische Nationalhymne. 

Danach sprach Iryna Shum, ukrainische Generalkonsulin, zu den Gästen. Sie erklärte, dass jede Unterstützung den Frieden näher bringen würde und Kultur auch in Kriegszeiten einen unschätzbaren Wert habe. 

Zum Finale spielte das Orchester Beethovens „Ode an die Freude“, die offizielle Europahymne. Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum für diesen besonderen Konzertabend. 

Einen Video-Rückblick auf das Konzert gibt es in der Mediathek.  
 

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