09.03.2022

Digitale Eröffnung: Ausstellung im Landtag zeigt Vielfalt aus 1700 Jahren jüdischen Lebens im deutschsprachigen Raum

Der Landtag Nordrhein-Westfalen beteiligt sich am Festjahr zur Ersterwähnung jüdischen Lebens in Deutschland im Jahr 321. Dazu zählt die Ausstellung „Shared History – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, die in der Wandelhalle des Landtags zu sehen ist. Sie schildert die vielfältigen Erfahrungen, die jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum über Jahrhunderte prägten. Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Präsident des Landtags, André Kuper, die Ausstellung digital eröffnet.

Landtagspräsident André Kuper eröffnete die Ausstellung „Shared History – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Diskriminierung, Ausgrenzung und Entrechtung auf der einen Seite, Akzeptanz, Akkulturation und gesellschaftlicher Aufstieg auf der anderen Seite: Mit dem Projekt „Shared History“ schildert das „Leo Baeck Institute – New York | Berlin“ die facettenreiche jüdische Geschichte. Aus dem Projekt ist eine gleichnamige Ausstellung hervorgegangen, die in der Wandelhalle des Landtags zu sehen ist. Auf 27 Glaspanelen führen die verschiedenen Zeitebenen durch die 1700-jährige Geschichte jüdischen Lebens im deutschsprachigen Raum. Darunter religiöse und profane Objekte des jüdischen Kultur- und Alltagslebens, aber auch Zeugnisse des Holocaust, die ihre Geschichte erzählen.

„Jüdisches Leben in seiner Vielfalt ist Bestandteil unserer Gesellschaft. Der Weg dahin ist gezeichnet von Brüchen wie Diskriminierung, Ausgrenzung und Entrechtung, aber auch von Zeiten lebendigen Miteinanders. Diese Ausstellung im Landtag dokumentiert, dass Aussöhnung möglich ist und dass die Nachfahren der Täter und der Opfer miteinander ins Gespräch kommen können. Sie alle eint der Wille, der Fratze des Antisemitismus ihr Gesicht zu zeigen“, sagt der Präsident des Landtags, André Kuper.

Hintergrund

Das Leo Baeck Institute wurde 1955 von deutsch-jüdischen Emigrantinnen und Emigranten gegründet, die zu den führenden Intellektuellen ihrer Zeit zählten: Unter ihnen befanden sich Martin Buber, Max Grunewald, Hannah Arendt und Robert Weltsch. Die Gründer benannten das Institut nach dem Rabbiner Leo Baeck, dem letzten führenden Repräsentanten der jüdischen Gemeinden im Nationalsozialismus. Leo Baeck wurde zum ersten Präsidenten des Instituts berufen, dessen Zentren gleichzeitig in New York, London und Jerusalem entstanden. Die Ausstellung ist mit Unterstützung des Deutschen Bundestags entstanden.

Das Video der digitalen Eröffnung mit einem Blick in die Ausstellung ist hier zu sehen.

Mehr Informationen zur Ausstellung und über das Leo Back Institute finden Sie hier

Die Fraktionen im Landtag NRW