24.11.2021

Untersuchungsausschuss V „Hochwasserkatastrophe“ beginnt mit Zeugenvernehmungen

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss V (Hochwasserkatastrophe) wird am Freitag, 26. November 2021, mit der Vernehmung von sachverständigen Zeugen zur Hochwasserkatastrophe im Zusammenhang mit dem Tief „Bernd“ im Zeitraum vom 12. bis 15. Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen beginnen.

Ralf Witzel MdL, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses V, teilt hierzu mit:

„Sieben Wochen nach seiner Konstituierung beginnt der Untersuchungsausschuss zur Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen in der Sitzung am Freitag, 26. November 2021, mit der Zeugenvernehmung. 
Als sachverständige Zeugen werden die britische Professorin für Hydrologie an der Universität Reading (Großbritannien), Hannah Cloke, und Journalist Jörg Kachelmann (Schweiz) vernommen. Die Forscherin Hannah Cloke war am Aufbau des Europäischen Hochwasserwarnsystems, European Flood Awareness System, kurz EFAS, beteiligt. 

Die Untersuchung der Kenntnisnahme, Bewertung und Weitergabe von Meldungen bzw. Warnungen des Europäischen Hochwasserwarnsystems EFAS und des Deutschen Wetterdienstes durch die Landesregierung und ihr nachgeordneter Behörden ist Teil des 
68 Fragen umfassenden Fragenkatalogs des Einsetzungsbeschlusses. Der Untersuchungsausschuss erhofft sich durch diese Befragung, wichtige Erkenntnisse über die Aufgaben sowie Kooperationen und Informationsströme der hydrologischen Warn- und Begleitinformationssysteme des EFAS im Untersuchungszeitraum zu erlangen.“   


Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 14.30 Uhr (15 Minuten nach dem Ende der 153. Plenarsitzung) im Raum E3-D01. Die Tagesordnung finden Sie hier. 

Hintergrund:

Untersuchungsauftrag
Der Landtag hat den Untersuchungsausschuss am 9. September 2021 auf Antrag der Fraktionen von SPD und GRÜNEN eingesetzt (Drucksache 17/14944). Der Unter-suchungszeitraum erstreckt sich auf den Zeitraum vom 9. Juli 2021, dem Tag der ersten Meldungen des EFAS zu einem bevorstehenden Unwetter, bis zur Einsetzung des Unter-suchungsausschusses am 9. September 2021.

Europäisches Hochwasserwarnsystem
Das Europäische Hochwasserwarnsystem (European Flood Awareness System – EFAS) wurde seit 2002 gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage entwickelt. Das EFAS wurde 2012 in Betrieb genommen und ist das erste hydrologisches Vorhersage- und Überwachungssystem von Hochwasserereignissen in Europa. Seit 2011 ist das EFAS Teil des Copernicus-Katastrophen- und Krisenmanagementdienstes, eine Komponente im Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union Copernicus. 
 

Die Fraktionen im Landtag NRW