19.11.2021

Anhörungen: Digitalisierung und Inklusion, Schulfinanzierung

In Sachverständigenanhörungen der Fachausschüsse äußern sich Expertinnen und Experten in der 47. Kalenderwoche 2021 zu unterschiedlichen Themen.

Schulfinanzierung

► Antrag: „ Die Notwendigkeit eines ‚New Deal‘ anerkennen und der Forderung des NRW-Städtetags nach einer grundlegenden Reform der Schulfinanzierung nachkommen.“ (17/14938; Antrag der SPD-Fraktion)
  
► Fachausschuss: Ausschuss für Schule und Bildung
 
► Zeit: Dienstag, 23. November 2021, 14 Uhr 

► Raum: Plenarsaal
 
Tagesordnung

Der Investitionsstau an nordrhein-westfälischen Schulen werde mittlerweile auf 10 Milliarden Euro geschätzt, heißt es im Antrag. Der Städtetag NRW dränge in diesem Zusammenhang  auf eine grundlegende Reform der Schulfinanzierung. Bereits im Mai 2019 habe die SPD-Fraktion im Landtag einen Antrag zur Restrukturierung der Finanz- und Verantwortungsverflechtungen zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Schulen eingebracht, da sich diese als nicht mehr zeitgemäß erwiesen hätten. Die regierungstragenden Fraktionen hätten den Antrag jedoch abgelehnt. Die Landesregierung müsse mit Bund, Ländern und Kommunen über eine „Neustrukturierung der Aufgabenbeziehungen“ und eine „neue Finanzierungssystematik“ verhandeln, so eine Forderung der SPD-Fraktion.

Digitalisierung und Inklusion

► Antrag: „Aus der Pandemie lernen: Chancen der Digitalisierung für die Inklusion nutzen“ (17/14945; Antrag der Grünen-Fraktion)
  
► Fachausschuss: Ausschuss für Schule und Bildung
 
► Zeit: Dienstag, 23. November 2021, spätestens 16 Uhr (im Anschluss an die Anhörung „Schulfinanzierung“) 

► Raum: Plenarsaal
 
Tagesordnung

Die Corona-Pandemie habe die „Defizite in der schulischen Digitalisierung und der gleichberechtigten Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler am Unterricht offen gelegt“, schreibt die Grünen-Fraktion in ihrem Antrag. In Nordrhein-Westfalen fehle ein „staatliches Webschool-Angebot“, das die Eingliederungschancen beeinträchtigter Kinder erhöhe. Die „staatliche Schule für Kranke“ biete eine Grundstruktur, „die mit einem Online-Angebot ergänzt werden sollte“. Bislang sei der Zugang zu dieser Schule „bürokratisch reglementiert und an den stationären Aufenthalt in einer medizinischen Einrichtung gebunden“, schreiben die Grünen. Die Fraktion fordert zudem den Einsatz sogenannter Telepräsenzroboter in Schulen: „Die Avatare bieten schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen eine sehr gute persönliche Kommunikationshilfe, über die sie dem Unterricht mittels einer gesicherten Videoverbindung folgen können.“ Die Roboter fungierten als „Augen, Ohren und Stimme eines Kindes“.

Text: zab

Die Fraktionen im Landtag NRW