André Kuper traf junge Menschen des DGB NRW, der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Volksbunds Kriegsgräberfürsorge und dankte ihnen für ihr Engagement: „Auschwitz-Birkenau ist ein Ort, der kaum zu ertragen ist. Aber die Begegnungen junger Menschen hier macht Hoffnung, sie machen Auschwitz zu einem Ort der Versöhnung. Die Verbrechen der Nazis begannen nicht mit den Vernichtungslagern. Sie waren das Ende einer Entwicklung, die mit Ausgrenzung, Rassismus und der Abschaffung demokratischer Institutionen begonnen hatte.“
Auf Einladung des Volksbunds tauschten sich Jugendliche aus Deutschland und Polen eine Woche lang über ihre Perspektive auf die Geschichte und die Verantwortung für die Gegenwart aus. „Es war das Ziel der Nazis, hier in Auschwitz auch die polnische Nation auszulöschen. Diese Erinnerung ist wichtig in einer Zeit, in der wieder Grenzen mit Gewalt verschoben werden. Wir tragen gemeinsam Verantwortung für Sicherheit und Frieden in Europa.“
Im ehemaligen Lager Birkenau sprach der Präsident des Landtags als Schirmherr einer Gedenkstättenfahrt der DGB Jugend NRW. Anke Unger, stellvertretende Vorsitzende des DGB NRW, und der Präsident des Landtags legten am zentralen Mahnmal in Birkenau einen Kranz nieder. Rund 200 junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen nahmen an der Gedenkzeremonie teil. Im Zentrum für Dialog und Gebet, einer Einrichtung der katholischen Kirche, traf André Kuper Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Austausch.