12.08.2026

Trauer um frühere Präsidentin Ingeborg Friebe

Die ehemalige Landtagspräsidentin Ingeborg Friebe ist gestern, am 11. August 2026, im Alter von 95 Jahren verstorben. Der Präsident des Landtags, André Kuper, sprach den Angehörigen sein Beileid aus und würdigte ihr politisches Wirken:

„Ingeborg Friebe war die erste Frau in diesem hohen Amt und hat sich mit großer Integrität, Verlässlichkeit und als engagierte Vermittlerin für das Parlament eingesetzt. Sie hat in der Geschichte des Landtags bleibende Spuren hinterlassen. Als erste Frau an der Spitze des Parlaments war sie Vorbild und Wegbereiterin für viele Kolleginnen, die politische Verantwortung übernehmen und sich in die Landespolitik einbringen wollten. Sie war eine überzeugte Demokratin und über Parteigrenzen hinweg geachtet.

Mit einer Öffnung des Landtags für Gästegruppen, insbesondere auch für Schulklassen, ging Ingeborg Friebe einen Schritt hin zu mehr Transparenz im Politikbetrieb. Nach der deutschen Wiedervereinigung stand sie in engem Austausch mit dem Landtag Brandenburg über Verwaltungsfragen und den parlamentarischen Betrieb.

Ingeborg Friebe hat das Amt der Präsidentin mit Würde und Autorität ausgeübt und ist dabei stets nah bei den Menschen geblieben. Die Abgeordneten des Landtags Nordrhein-Westfalen gedenken ihrer in großer Dankbarkeit.“

Ingeborg Friebe amtierte vom 31. Mai 1990 bis 31. Mai 1995 als Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags, vom 30. Mai 1985 bis 30. Mai 1990 war sie 2. Vizepräsidentin des Parlaments. Dem Landtag gehörte sie insgesamt 20 Jahre an (1975 bis 1995). Von 1976 bis 1997 war sie zudem Bürgermeisterin der Stadt Monheim am Rhein.

Bürgerinnen und Bürger können im Landtag ihre persönliche Anteilnahme in einem Kondolenzbuch ausdrücken, das in der Wandelhalle vor dem Plenarsaal ausliegt.

Die Fraktionen im Landtag NRW