30.04.2026

Spitzenmathematiker im Landtag

Er gilt als einer der bedeutendsten Mathematiker der Gegenwart: Prof. Dr. Gerd Faltings erhält im Mai als erster Deutscher den Abelpreis, den Nobelpreis für Mathematik. Vorher hat der emeritierte Professor der Universität Bonn den Präsidenten des Landtags, André Kuper, im Landtag besucht.

Der gebürtige Gelsenkirchener Faltings war der jüngste Mathematik-Professor in Deutschland und hat die algebraische Geometrie revolutioniert. Er bestätigte 1983 die Mordellsche Vermutung. Vereinfacht sagt diese aus, dass es bei einfachen Kurven wie Kreisen oder Geraden unendlich viele vernünftige Zahlenlösungen geben kann. Bei komplexeren Kurven ist die Zahl solcher Lösungen begrenzt. Sein Durchbruch sorgte für mediale Aufmerksamkeit und strahlte auf andere Teilgebiete der Mathematik ab, etwa auf die Zahlentheorie. 

Der Präsident des Landtags, André Kuper, sagte: „Mit Prof. Dr. Gerd Faltings wird nicht nur ein weltweit herausragender Mathematiker geehrt, sondern auch ein Vorbild für kommende Generationen in den MINT-Fächern. Seine außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen zeigen, welche Innovationskraft und internationale Exzellenz aus Nordrhein-Westfalen hervorgeht. Sein Lebenswerk stärkt die Bedeutung von Mathematik, Forschung und Bildung für unsere Gesellschaft.“

Faltings wird den Abelpreis am 26. Mai 2026 in Oslo erhalten. Die Auszeichnung wird seit 2003 jährlich durch die Norwegische Akademie der Wissenschaften in Anwesenheit des norwegischen Königs Harald V. verliehen. 
 

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