09.01.2026

Anhörungen: Hundesport, Hauptschulen, Inklusion u.a.

In Sachverständigenanhörungen der Fachausschüsse äußern sich Expertinnen und Experten in der 3. Kalenderwoche 2026 (12. bis 16. Januar) zu unterschiedlichen Themen. Alle Anhörungen werden live auf der Internetseite des Landtags übertragen.

Hundesport

► Antrag: „Das immaterielle Kulturerbe Hundesport stärken – Gebrauchshundewesen erhalten – kein Verbot der Schutzhundeausbildung wie in Österreich.“ (18/13824; AfD-Fraktion)

► Fachausschuss: Ausschuss für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume

► Zeit: Montag, 12. Januar 2026, 11 Uhr

► Raum: E3-D01

Tagesordnung

Das „immaterielle Kulturerbe Hundesport“ solle gestärkt und das Gebrauchshundewesen erhalten werden, heißt es im Antrag der AfD-Fraktion. Das österreichische Verbot der Schutzhundeausbildung durch Privatpersonen sei ein Fehler. Eine Schutzhundeausbildung sei kein „Beiß- und Angriffstraining“, sondern basiere auf Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst. Hunde seien für Polizei, Zoll oder Katastrophenschutz wichtige Helfer, deren Fähigkeiten gefördert werden sollten.


Hauptschulen

► Antrag: „Bildung mit Profil – Hauptschulen zu modernen ‚Praxis-Schulen‘ weiterentwickeln“ (18/15597; FDP-Fraktion)

► Fachausschuss: Ausschuss für Schule und Bildung

► Zeit: Dienstag, 13. Januar 2026, 14 Uhr

► Raum: E3-D01

Tagesordnung

Realschulen sollen für den Hauptschulausbildungsgang geöffnet werden. Dies sieht eine vom Landtag beschlossene Schulgesetzänderung vor. Die FDP-Fraktion hält das für den falschen Weg. In ihrem Antrag setzt sich die Fraktion für eine Stärkung der Hauptschule als eigenständige Schulform ein. Es bestehe „großer Bedarf an Fachkräften in Branchen, die Hauptschulabsolventen einstellen, sei es im Handwerk, in der Industrie, in der Pflege oder in der Gastronomie“. Hauptschulen sollten zu „Praxis-Schulen“ weiterentwickelt werden, „in denen Kernkompetenzförderung, soziale Bildung und Berufsorientierung sehr eng verknüpft werden“.


Inklusion und Arbeitsmarkt

► Antrag: „NRW muss funktionieren: Zeit für echte Inklusion auf dem Arbeitsmarkt“ (18/15584; SPD-Fraktion)

► Fachausschuss: Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales

► Zeit: Mittwoch, 14. Januar 2026, 10 Uhr

► Raum: E3-D01

Tagesordnung

Auch 16 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention würden Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen strukturell benachteiligt, heißt es im Antrag der SPD-Fraktion. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung sei im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen und liege deutlich höher als die Arbeitslosenquote insgesamt. Die Landesregierung solle die Inklusion im Erwerbsleben fördern und für eine gute Aus- und Weiterbildungsstruktur sorgen. 


Westdeutscher Rundfunk Köln

► Gesetzentwurf: „Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den 'Westdeutschen Rundfunk Köln', des Landesmediengesetzes Nordrhein-Westfalen und zur Änderung weiterer Gesetze (22. Rundfunkänderungsgesetz)“ (18/16499; Landesregierung)

► Fachausschuss: Ausschuss für Kultur und Medien

► Zeit: Donnerstag, 15. Januar 2026, 15.30 Uhr

► Raum: E3-D01

Tagesordnung

Der Gesetzentwurf der Landesregierung diene der Umsetzung des Siebten Staatsvertrags zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf Landesebene. Ziel sei es unter anderem, den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks weiter zu schärfen. Zudem gehe es um „Organisationsstrukturen und -prinzipien für eine verstärkte Zusammenarbeit von ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie Maßstäbe für Haushaltsführung und Kostensteuerung“, heißt es im Gesetzentwurf. 

Die Fraktionen im Landtag NRW